Mandeljahre

Roman
 
 
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Als Katharina Nicklas die Jugendstilvilla ihrer Familie an der pfälzischen Weinstraße entrümpelt, findet sie im Keller Aufzeichnungen ihrer Urgroßmutter Marie. Die sensible Ehefrau eines gnadenlosen Großunternehmers schreibt darin über den Aufstieg und Fall...
Erscheint im April 2020
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Als Katharina Nicklas die Jugendstilvilla ihrer Familie an der pfälzischen Weinstraße entrümpelt, findet sie im Keller Aufzeichnungen ihrer Urgroßmutter Marie. Die sensible Ehefrau eines gnadenlosen Großunternehmers schreibt darin über den Aufstieg und Fall...

Kommentare zu "Mandeljahre"

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  • 5 Sterne

    5 von 7 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Gudrun K., 13.04.2015

    Katrin Tempel nimmt den Leser mit ihrem Schreibstil mit ins Geschehen. Bei diesem Buch benötigt es keine "Einlesephase", wie es manchmal nötig ist, denn bereits der Beginn macht neugierig auf das, was kommt.

    Die Neugier und Spannung trägt sich durchs ganze Buch.


    Die Handlung beginnt im Jahr 2015, in dem Katharina bei der Hausentrümpelung ihres Erbes Tagebücher ihrer Urgroßmutter Marie findet und somit wird der Leser in die Zeit von 1907 bis 1945 entführt.

    Die harte und bewegende Zeit, die beide Weltkriege umfasst, hat die Autorin so eindrucksvoll geschildert, dass der Leser sich die damaligen Zustände bildhaft vorstellen kann.


    Ein zusätzlicher Pluspunkt, wenn es denn den überhaupt noch benötigt, ist, dass die fiktive Geschichte komplett verwoben ist mit wahren Begebenheiten.


    Mein Fazit: Hier möchte ich ein Zitat (S. 436) aus dem Buch verwenden, denn das beschreibt das Gelesene hervorragend: "Sie schmeckte süßlich und ein klein wenig bitter. So wie das Leben."

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    janein
  • 5 Sterne

    4 von 5 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    E. K., 27.06.2015

    Nach dem Tode ihrer Mutter erfährt Katharina, dass sie nun Erbin eines Hauses in Bad Dürkheim ist. Zusammen mit ihrem Mann fährt sie in den Ort. Während Julius, ihr Mann und Immobilienhändler, nur an einem schnellen Verkauf des Hauses interessiert ist, möchte Katharina in Ruhe die Hinterlassenschaft ihrer Familie sichten.
    Nach dem Prolog wechselt die Geschichte in das Jahr 1907. Die 19jährige Marie von Rabenhorst und ihr ältere Bruder Otto sind auf den Weg in die Kurstadt Bad Dürkheim. Die Adelsfamilie lebt von den letzten finanziellen Reserven. Deshalb soll Marie den Drogisten Carl Hauer heiraten. Der junge Mann ist früher im Hause von Rabenhorst oft Gast gewesen.
    Die Autorin hat einen fesselnden historischen Roman geschrieben. Man könnte ihn im ersten Moment als Familiengeschichte bezeichnen, doch das wird seiner Vielfalt nicht gerecht.
    Das Buch lässt sich zügig lesen und hat mich schnell in seinen Bann gezogen. Dafür sorgen schon die gut charakterisierten Protagonisten.
    Carl Hauer ist ein Mann mit Ideen und Tatkraft. Er ist aber auch ein Machtmensch. Marie und ihre adlige Herkunft dienen ihm als Aushängeschild und Sprungbrett in die bessere Gesellschaft. Expandieren ist Pflicht. Sein Kaffeeimperium soll das Größte und Bekannteste werden. Mahnungen und Kritik wischt er bestenfalls mit einer Handbewegung zur Seite.
    Otto, Maries Bruder, ist vorsichtig in seinem Tun und Handeln. Auch er ist einem guten Lebensstil nicht abgeneigt, hat aber einen offenen Blick für Gefahren.
    Marie, die im Mittelpunkt der Geschichte steht, ist dazu erzogen, ihr persönlichen Glück dem Wohle der Familie unterzuordnen. Kein Makel darf nach außen dringen. Als sie den Mann trifft, der ihr zeigt, dass sie als Frau mehr ist als eine nützliche Staffage, bleiben ihr nur heimliche gestohlene Stunden.
    Während Carl zunehmend unterwegs ist, um neue Märkte zu erschließen und weitere Werke zu eröffnen, wahrt Marie in Bad Dürkheim den schönen Schein und kümmert sich um die Erziehung der Kinder. Politische Äußerungen stehen ihr als Frau in der Öffentlichkeit nicht zu, das macht ihr Carl schnell klar.
    Die Familiengeschichte ist geschickt eingebettet in die konkrete historische Situation. Erster Weltkrieg, französische Besetzung und zweiter Weltkrieg sind wichtige Stationen, die nicht nur Bad Dürkheim, sondern auch das Leben der Familie erschüttern. Sehr gut wird herausgearbeitet, dass die Euphorie, mit der die Männer freiwillig in den Krieg ziehen, schnell weicht. Was bleibt, ist eine traumatisiert Generation. Die sieht ihre zweite Chance mit dem Aufkommen des Nationalsozialismus. Dass Überheblichkeit und wirtschaftliches Verständnis zwei völlig verschiedene Seiten einer Medaille sind, bekommen die Weinbauern bitter zu spüren. Mit der Vertreibung der jüdischen Weinkommissionäre fallen die Absatzmärkte weg.
    Der Schriftstil des Buches ist angenehm lesbar. Detailgenau werden Land und Leute dargestellt. Dazu findet die Autorin treffende Adjektive und überzeugende Metapher. Maries innerer Konflikt zwischen Pflicht und persönlichem Lebensglück wird gekonnt thematisiert und sprachlich gut dargestellt. Ausgereifte Dialoge sorgen für Abwechslung und machen gleichzeitig konträre Standpunkte deutlich. Die Wiedergabe von Emotionen wird nicht nur durch Worte, sondern auch durch Taten anschaulich. In erster Linie fallen mir dabei Carls Kälte und Unrast ein.
    Erst auf den letzten Seiten des Buches begegne ich als Leser Katharina aus dem Prolog wieder. Sie wird aus der Geschichte ihrer Familie Konsequenzen für ihr eigenes Leben ziehen.
    Im Nachwort informiert die Autorin über Realität und Fiktion in ihrem Roman, der ein Stück persönlicher Familiengeschichte aufarbeitet.
    Das Buch hat mir ausgezeichnet gefallen. Das lag nicht nur an den hohen Spannungsbogen und der sympathischen Protagonistin, sondern auch an dem gelungenen Zusammenspiel von historischen Gegebenheiten und familiären Entwicklungen.

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    janein
  • 5 Sterne

    3 von 5 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Elisabet L., 26.04.2018

    Lässt sich sehr gut lesen

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    janein

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