Schampus, Küsschen, Räuberjagd, Tatjana Kruse

Schampus, Küsschen, Räuberjagd

Ein rabenschwarzer Pauline-Miller-Krimi

Tatjana Kruse

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  • 5 Sterne

    0 von 1 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    mabuerele, 11.08.2017

    Als Buch bewertet

    „...Männer sind was Wunderbares: als Dessert wohlgemerkt, als Hauptspeise können sie einem ganz schön im Magen liegen!...“

    ER bricht in eine Stadtvilla in Bayreuth ein und stiehlt eine Kette. Die Flucht wird schwierig, denn die Besitzerin hat eine Katze und der Dieb eine Katzenallergie.
    Die Opernsängerin Pauline Miller soll die Isolde in Bayreuth spielen. Sie freut sich darauf, wird aber von der Nachricht überrascht, dass Silke von Hermann ebenfalls eine Rolle hat. Die beiden können sich nicht ausstehen.
    Und dann findet Pauline in Yves` Tasche eine Kette mit dem Daw`aljarub, einen berühmten Diamanten. Yves weiß nicht, wie sie dorthin kommt. Was tun?
    Die Autorin hat erneut einen amüsanten Krimi geschrieben. Die Geschichte lässt sich flott lesen. Pauline ist die Ich-Erzählerin. Sie nimmt wie schon im Vorgängerband jedes Fettnäpfchen mit, in das sie nur treten kann. Glücklicherweise gibt es ihre Agentin Bröcki, die manche Situation rettet. Ihre kleine Größe macht sie mit ihrem selbstbewussten und bestimmten Auftreten wett.
    Der Schriftstil ist ausgefeilt. Das zeigt sich unter anderen in geschickt gewählten Namen und neuen Wortschöpfungen. So zeichnet sich Yves durch seine „...erfolgreiche Fortpflanzungsgymnastik...“ aus. Gleich zu Beginn stellt mir als Leser Pauline auf ihre unnachahmliche Art die Besetzungsliste der Oper vor. Anschaulich lerne ich dadurch die Protagonisten und ihre Eigenheiten kennen. Auch Ramadas, Paulines Boston Terrier, ist ab und an für eine Überraschung gut. Die Krönung und sprachlichen Höhepunkte allerdings sind eine Vielzahl der Sprüche von Pauline. Obiges Zitat ist nur ein Beispiel dafür. Auch der Schlagabtausch zwischen Pauline und Hermännchen macht das Lesen zum Vergnügen.
    Neben all dem Humor gelingt es der Autorin aber auch, Fachwissen gekonnt in die Geschichte einzufügen. So erfahre ich zum Beispiel, wie Alkohol auf die Stimmbänder wirkt oder welche Vergangenheit der Diamant hat.
    Als besonderes Stilmittel fügt die Autorin zwei Zeitungsausschnitte in die Handlung ein.
    Natürlich gehört es zu Paulines Eigenheit, dass sie meist erst handelt und dann nachdenkt. Das führt zu amüsanten Situationen. Hinzu kommt, dass es in ihrem Privatleben momentan auch nicht so läuft, wie sie sich das gedacht hat.
    Das Buch hat mir ausgezeichnet gefallen. Es ist Training für das Zwerchfell. Mit folgendem Zitat möchte ich die Ausführungen beenden:
    "...Hund oder Mann? Die Frage ist doch, will man sich nur den Teppich versauen lassen oder das ganze Leben?..."

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    janein
  • 5 Sterne

    1 von 3 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    sommerlese, 07.08.2017

    Als Buch bewertet

    Pauline Miller, Hobbyermittlerin, Diva und gefeierte Opernsängerin in einer Person.

    Da ist ist wieder - die Wuchtbrumme mit der Kolloratur-Sopranstimme. Samt Hündchen Radames, Managerin Bröcki und diversen Koffern voller Designerkleider ist sie nach Bayreuth angereist. Sie schwebt im 7. Gesangshimmel, darf sie doch die Isolde der Wagneroper Tristan und Isolde vor illustrem Publikum singen. Wäre doch da nur nicht ein Haken an der Sache, denn auch ihre verhasste Kontrahentin Silke von Hermann ist ebenfalls engagiert. Die beiden Diven können sich nicht ausstehen und so kommt es auch zu damenunwürdigen Zickereien.

    Gleichzeitig treibt ein Juwelendieb sein Unwesen und findet beim juwelengeschmückten Bayreuther Publikum fette Beute.


    Schon das Lesen der eingangs im Buch befindlichen Steckbriefe verleitet mich zum Lachen. Von Anfang an wird schnell klar, dass dieser Krimi viel komödienhaften Humor bereit hält. Es liest sich mit ordentlich Schwung und lebhaft dargestellten Überraschungen der besonderen Art, der Schampus fliesst in Strömen und Pauline zeigt sich mit allerhand ausgefallenen Kleidungsstücken, wie man es von ihr gewohnt ist. Diese Krimödie ist mal wieder ein ausgesprochen gelungenes Exemplar, bei dem man nicht nur schmunzeln, sondern herzhaft lachen kann.


    Dabei ist der Hintergrund der Geschichte eher eine ernste Angelegenheit, denn Pauline hat ein Engagement in Bayreuth und singt die schwerste Partie aller Zeiten, die Hauptrolle in der Wagneroper Tristan und Isolde. Nebenbei muss sie noch eine geheime Diebesgutrücküberführung mit ihrer kleinwüchsigen Freundin Bröcki bestehen und gerät dabei immer wieder in brenzlige und gefährliche Situationen. Aber sie wäre nicht Pauline Miller, wenn sie das nicht mit einer ordentlichen Portion Glück im Unglück und natürlich mit Bravour schaffen würde. Eine Diva wie sie gibt einfach nicht auf. Zu diesen Taten wird sie nicht nur durch die Liebe zu ihrem isländischen Dirigenten angespornt, auch ihr schlafmütziger Boston-Terrier Radames verleiht ihrem Mut Flügel.


    Bei dieser Krimödie haben sich die Figuren seit dem letzten Fall sehr schön weiter entwickelt. Die privaten Beziehungen werden weitergesponnen und mit der Rolle der Isolde ist Pauline auch musikalisch weiter gereift.

    Der dritte Teil der Reihe hat mich mit der dargestellten Situationskomik erneut mitgerissen und ausgesprochen humorvoll unterhalten.


    Für Pauline ist diese Aufführung nicht nur von der Partitur her gesehen eine anstrengende Sache, nein, sie muss auch noch ein gestohlenes Prachtjuwel dem eigentlichen Besitzer zurückbringen.




    Erneut bringt Tatjana Kruse skurrile Ideen zu Papier, lässt ihre Figuren mit überraschenden, sowie skandalösen Taten überzeugen und lässt damit beim Leser die Lachmuskeln zucken.

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    janein
  • 5 Sterne

    0 von 1 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Elisabeth U., 08.08.2017

    Als Buch bewertet

    Ein wirklich schriller Krimi, der nicht so ernst zu nehmen ist, da er voller Slapstick steckt. Pauline Miller, eine begnadete Operndiva darf bei den diesjährigen Bayreuther Festspielen die Isolde singen. Ihre Freude wird aber etwas getrübt, da ihre größte Konkurrentin, Silke von Herrmann mit der Partie ist. In Bayreuth treibt gerade der Juwelendieb sein Unwesen und hat einen der größten Diamanten gestohlen. Die Miller wird verdächtigt, etwas mit dem Raub zu tun zu haben, da man sie in der Nacht mit ihrer Agentin auf dem Dach des Anwesens gesehen hat, von welchem der Diebstahl begangen worden ist. Ein Verwirrspiel beginnt, denn plötzlich gibt es zwei Juwelendiebe und zwei kostbare Diamanten, davon einer aber eine Fälschung ist. Es kommt Pauline Fahrer Yves in Verdacht, dann ein neunfingriger Ganove, den Pauly in der Stadt verfolgt. Dann wird die Diva auch noch entführt. Bei all dem darf der Liebling von Frau Miller nicht zu kurz kommen: Ihr alles geliebter Boston Terrier Radames. Bei diesem Buch darf nicht alles zu ernst genommen werden und es darf viel laut und schallend gelacht werden. Auch Paulis kleinwüchsige Agentin Bröcki trägt sehr viel zur Belustigung bei. Die Autorin beschreibt die Figuren derart lebensecht und originalgetreu, so dass man sich die Personen wirklich lebensnah vorstellen kann. Trotz mancher Gefahrensituationen sitzt der Schalk im Nacken. Dies war das erste Buch, das ich von der Autorin gelesen habe, aber bestimmt nicht das Letzte. Wer knallharten Krimi erwartet, für den ist es allerdings das falsche Buch. Ich gebe hier guten gewissens alle Punkte.

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    janein
  • 5 Sterne

    2 von 6 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Gertie G., 08.08.2017

    Als eBook bewertet

    Pauline Miller, Operndiva und Hobby-Kriminalistin, gibt ein Gastspiel in Bayreuth. Mit von der Partie sind wieder Boston-Terrier Radames, Managerin Bröcki, Mädchen-für-alles Yves sowie jede Menge Koffer und Designerklamotten.
    Vorab schwebt sie im 7. Wagner-Himmel, der dann durch zwei garstige Ereignisse getrübt werden: Erstens singt Intimfeindin Silke von Hermann ebenfalls in „Tristan und Isolde“ und Zweitens wird Pauly von der Polizei verdächtigt, einen kostbaren Diamanten gestohlen zu haben.
    Seit einiger Zeit hat sich nämlich ein Juwelendieb auf Paulines Spuren geheftet. Überall dort wo die Diva auftritt, verschwinden diverse Pretiosen.
    Als dann Yves den gestohlenen Klunker in seiner Tasche findet, ist Feuer auf dem Dach. Also plant Pauly eine Rückgabeaktion bei der sie und Bröcki auf dem Gerüst eines Hauses herumturnen, dabei dem echten Dieb in die Hände laufen und Bröcki von einer resoluten Dame eine Ladung Schrot in den Allerwertesten bekommt.
    Das Auftauchen von Arnaldur, ihrem isländischen Lover, sowie des Paulys Vater verheißen Spaß und Action für die Leser. Pauline selbst hat ein wenig Stress, denn einerseits gelingt die Rückgabe des Schmuckstücks nicht so einfach und zweitens will Arni ein Engagement an der Oper in Perm annehmen.
    Meine Meinung:
    Tatjana Kruse hat eine neue Gattung Krimis kreiert: Die KRIMÖDIE. Handfester Spaß, witzige Dialoge, kreative Wortschöpfung sowie Gedanken, die sich manche nicht aussprechen traut (wie z. B.: "Und Wagner konnte alles, nur keine Quickies." Zitat Seite 50)  lassen ihre Fans Tränen lachen. Und ein Ende ist noch nicht abzusehen, denn Hermännchen und Paulys Vater kommen sich näher. Die werden doch wohl nicht  …? Doch das, liebe Leser, ist eine andere (neue??) Geschichte.
    Über die vielen Charaktere, die vielfältig und liebevoll ausgestaltet sind, muss ich regelmäßig herzlich lachen.
    Wortwitz und skurrile Gestalten begleiten uns Leser durch das Buch, das durchaus als neues Fitnessgerät – nämlich als Lachmuskeltrainer – gelten könnte.
    Ein Feuerwerk voll Gags sorgt für vergnügliche Stunden. Schade, dass die Seiten so schnell verflogen sind. Doch Paulines nächster Auftritt ist schon angedeutet: Auf ein Wiedersehen in WIEN.
    Fazit:
    Wer Spaß an schrägen Krimödien hat, ist hier richtig. Gerne gebe ich 5 Sterne und eine absolute Leseempfehlung.

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    janein
  • 5 Sterne

    1 von 3 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Tanja P., 09.08.2017

    Als Buch bewertet

    „Dauerkichersyndrom - tritt typischerweise beim Lesen eines Krusekrimis ein und kann zu Wangen- sowie Zwerchfellmuskelkater führen.“ (Zitat der Autorin) - auch „Schampus, Küsschen, Räuberjagd“ hat dieses Syndrom wieder bei mir ausgelöst.

    Endlich hat es Pauline (für ihre Freunde Pauly) geschafft: Sie singt bei den Bayreuther Festspielen die Isolde. Leider ist auch ihre größte Konkurrentin und Zweitbesetzung, dass Hermännchen, mit von der Party und will Paulys Rolle unbedingt abgreifen. Während diese sich noch gegen Silke von Hermanns Attacken währt, wird plötzlich ein berühmter Diamant gestohlen und Pauly verdächtigt. Unterstützt von ihrem narkoleptischen Boston Terrier Radames, ihrem unerbittlichen Wachhund – äh ihrer Managerin – Bröcki und Yves, ihrem unqualifizierten „Mädchen für alles“ (eigentlich ist er Opernsänger, aber zur Zeit ohne Anstellung) ermittelt sie also wieder auf eigene Faust.

    So wie Pauly stelle ich mir eine Operndiva vor: exzentrisch, leicht überkandidelt, leidenschaftlich und rubensfigürlich („Hungerhaken sind nicht so meins. Wie heißt es so trefflich? Ich möchte mich morgens beim Frühstück mit meiner Liebhaberin ums Nutella prügeln.“ (S. 34)). Sie lässt sich die Designerkleidung auf den weiblich runden Leib schneidern (in Anlehnung an Beth Dito?), hat ein Herz aus Gold und kann ihre Neugier nicht zügeln.
    Auch Managerin Bröcki ist außergewöhnlich: nur 128,5 m groß, aber nicht zu übersehen oder -hören. Sie peitscht Pauly unerbittlich und konsequent durch alle Termine, wacht eisern über deren Alkoholkonsum und ist gleichzeitig die beste Freundin, die sich eine Frau nur wünschen kann.
    Yves hingegen: Liebhaber aller Frauen, Lebemann, chronisch pleite und irgendwie immer gerade dann unpässlich, wenn´s drauf ankommt und mit nicht nur einem dunklen Geheimnis. „Ja ich mache Fehler – das Leben kommt ja auch ohne Gebrauchsanweisung!“ (S. 82) und „Ich kann nicht in den Knast. Ich bin zu schön.“ (S. 90)
    Und dann ist da noch Arnaldur: isländischer Dirigent mit Sprachfehler und Paulys eifersüchtige Fernbeziehung. Ein Bär von einem Mann mit ganz besonderen Plänen ...

    Tatjana Kruse überzeugt auch bei dieser Krimödie wieder durch skurrile Figuren, extrem guten Humor, eine rasante Handlung mit pointierten Wendungen und interessante Einblicke hinter die Kulissen einer Opernproduktion. Ich habe von der ersten bis zur letzten Zeile u.a. über diverse Missgeschicke gelacht und mit Spannung die überraschende Aufklärung des Falls verfolgt.
    Außerdem bin ich gespannt, ob und wie Pauly die Frage „Hund oder Mann? Die Frage ist doch, will man sich nur den Teppich versauen lassen oder das ganze Leben?“ (S. 247) im hoffentlich sehr bald erscheinenden nächsten Fall klärt.

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    janein
  • 5 Sterne

    0 von 1 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Jennifer H., 19.06.2018

    Als Buch bewertet

    Tatjana Kruses Kriminalromane mit der Opernsängerin Pauline Miller sind immer wieder eine Schau und vor allem ein Fest für die Lachmuskeln. Das beweist die Autorin auch mit ihrem neuesten Fall, der von einem verzwickten Juwelendiebstahl während der Bayreuther Festspiele handelt. Und mittendrin ist wieder einmal, wenn wundert’s, die Millerin. Die rubineske Sängerin mit Alkoholproblem, narkoleptischen Terrier, kleinwüchsiger Agentin und lispelnden Isländerfreund zieht Fettnäpfchen sowie Fremdschämsituationen magisch an. Doch Pauline bzw. Pauly kennt sich inzwischen mit dem Chaos aus und kann gut damit umgehen, nur nicht mit der adligen, schlanken Konkurrentin Silke von Herrmann. Die falsche Blondine ist für sie ein rotes Tuch. Doch dieses Mal verlangt Chauffeur Yves, ein Ex-Countertenor, der überraschenderweise ins Räubermilieu gewechselt zu sein scheint, ihre Aufmerksamkeit…

    In „Schampus, Küsschen, Räuberjagd“ hat Tatjana Kruse wieder ihr ganzes komödiantisch-skurriles Können hineingelegt, das kein Leserauge trocken lässt. Ich habe mich jedenfalls wieder herrlich über die selbstironische Hauptprotagonistin und ihre bunte Mitarbeiter- und Freundeschar amüsiert. Noch dazu wurde ein kurzer Einblick in den alljährlichen Bayreuther Festspielzirkus gewährt. Die Krimikomponente begann wie immer recht heiter und unverhofft und endete actionreich-überraschend.

    FAZIT
    Die Pauline-Miller-Krimis sind filmreife Stücke mit hohem Unterhaltungswert. Ich kann nur hoffen, dass es noch einige Geschichten mit der sympathisch-chaotischen Sängerin geben wird.

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    janein
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