GRATIS¹ Geschenk für Sie!

 
 
Merken
Merken
 
 
sofort als Download lieferbar

Bestellnummer: 91215301

eBook (ePub) 5.99
Download bestellen
Verschenken
Sortiert nach: relevanteste Bewertung zuerst
Filtern nach: alle
  • 5 Sterne

    1 von 2 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Anett H., 27.05.2021

    „Die Hexe und die Heilige“ von Ulrike Schweikert, Verlag Edel Elements, habe ich als ebook mit 392 Seiten gelesen. Das Buch ist in IV Teile eingeteilt. Am Anfang sind Karten von Elwangen und Leonberg zu sehen und am Ende gibt es ein Personenverzeichnis und eine Begriffserklärung.

    Als im 16. Jahrhundert die Zwillinge Helena und Sibylla geboren wurden, war das ein großes Unglück, wie alle Zwillingsgeburten damals. Helena war ein ruhiges Mädchen, Sibylla ein Wirbelwind. Mit fünf Jahren sah diese den Tod des Vaters voraus, der dann auch eintrat. Die Mutter wurde bedrängt, Sibylla in ein Kloster zu geben. Letztendlich ist Helena im Kloster gelandet und Sibylla sollte bei ihrer Tante aufwachsen, was aber auch nicht möglich war. Sie wuchs dann in der Familie einer Hebamme in Leonberg auf und erlernte auch den Beruf. Ihre seherischen Fähigkeiten ließen sie ihre Mutter im Feuer sehen und sie ging zurück nach Elwangen. Das Leben dort war eine Katastrophe. Der Probst und der Kanzler waren auf Hexenjagd, sie stürzten viele Familien ins Unglück. Nicht nur, indem sie Mütter oder Väter einkerkerten, sondern auch, weil die restliche Familie für die Folter und den Tod noch sehr viel bezahlen mussten und so ihr Auskommen verloren. Von dem Geld machte sich der Probst ein gutes Leben.
    Auch für Sibylla wird es gefährlich und sie muss eine Entscheidung treffen.

    Dieses Buch hat mich sehr berührt, aufgewühlt, traurig und wütend gemacht. So viele zerstörte Familien, so viele sinnlose Tote, so viele Waisenkinder, die keiner haben wollte, weil sie aus einem Hexenhaushalt kamen. So viel Aberglaube und denunzierende Nachbarn.
    Die Geschehnisse wurden sehr detailliert beschrieben, der Schmerz und die Qualen im Kerker waren regelrecht spürbar und ich habe ziemlich gelitten bei Lesen. Es war alles sehr emotional und auch insgesamt gesehen ein wahnsinnig trauriges Buch.
    Der Schreibstil ist sehr gut, ich konnte zügig lesen, die Geschichte nahm mich von Beginn an gefangen. Es gibt auch kein 'Ende gut, alles gut'.
    Die einzelnen Charaktere sind sehr gut und authentisch dargestellt. Es gibt viele liebenswerte, freundliche Menschen und andere kann man einfach nur hassen.

    Das Cover ist sehr schön und passt zur Geschichte.

    War dieser Kommentar für Sie hilfreich?

    ja nein
  • 5 Sterne

    Shilo, 24.05.2021

    Ein Leben zur Zeit der Inquisition
    Deutschland am Vorabend des 30-jährigen Krieges: Als die Zwillinge Sibylla und Helena im Alter von fünf Jahren den Tod des Vaters vorhersehen, werden die Schwestern, die nur Unglück zu bringen scheinen, getrennt. Während die tugendhafte Helena in einem Kloster aufwächst, wird ihre eigenwillige Schwester Sibylla zur Hebamme ausgebildet. Als Vertraute des Vogts lernt sie die dunklen Geheimnisse der Mächtigen kennen. Doch dieses Wissen ist gefährlich, und bald rüsten die Häscher der Inquisition zur Hexenjagd. (Klappentext)
    In diesem Roman geht es um die Schilderung der Machtverhältnisse in der Zeit vor dem 30jährigen Krieg, als persönliche Interessen unter dem Mantel der Hexenverfolgung brutal durchgesetzt wurden. Am Beispiel der Sibylla Schenckh wird glaubhaft die Willkür der herrschenden Oberschicht dargestellt.
    Der Schreibstil ist bildhaft und flüssig. Die Charaktere werden klar umrissen, aber haben immer damit zu kämpfen, dass das rechtliche Empfinden durch die Möglichkeit, Behauptungen aufzustellen ohne Beweise zu liefern, auf den Kopf gestellt wird. Durch Widerspruch gegen die Obrigkeit begab man sich automatisch in Lebensgefahr.
    Mein Fazit:
    Das Buch erzeugt im Leser Verständnis für die Reformationsbewegung, die schließlich zum 30jährigen Krieg wurde.
    5 Sterne und eine ganz klare Leseempfehlung.

    War dieser Kommentar für Sie hilfreich?

    ja nein
  • 5 Sterne

    Johann B., 25.02.2022

    Es sind Zwillinge, die in dem Buch als Hexe und Heilige in Erscheinung treten. Sibylla und Helena sind fünf Jahre alt und sehen den Tod des Vaters voraus. Dass das nicht mit rechten Dingen zugehen kann, wissen die Menschen sofort und ihr Urteil ist gefällt. Es sind Hexen, die zu verbannen sind. Helena kommt in ein Kloster und Sibylla beginnt eine Ausbildung zur Hebamme. Sie finden nur für wenige Jahre ihre Ruhe. Schnell sind die Häscher da und wollen die beiden töten.
    Ich schätze die Bücher von Ulrike Schweikert sehr. Sie recherchiert sehr genau und ausgiebig, sodass ich immer wieder etwas Neues aus der Geschichte erfahre. Die Hexenverfolgung ist ja kein Märchen. Sie fand statt und es wurde im Namen Gottes vielfach gemordet. Heute unvorstellbar bei uns in Deutschland.
    Die bildhafte Sprache von Frau Schweikert ließ mich mitzittern und ich hörte das Knistern der Flammen beinahe wirklich. Und nicht nur das. Auch die Spannung kommt nicht zu kurz in diesem Buch, sodass man es kaum beiseite legen mag. Die Beschreibung etlicher Heilkräuter und deren Wirkungsweise kommen in dem Roman zur Sprache und das gefiel mir ebenfalls sehr gut. Ein gelungener Roman über eine Zeit, die hoffentlich niemals wieder kommt.

    War dieser Kommentar für Sie hilfreich?

    ja nein
  • 5 Sterne

    Michaela K., 20.07.2021

    Schlimme Zeiten, zur Zeit der Hexenverfolgung

    Als in der Nacht zu Martini in Ellwangen Zwillinge geboren werden ist das der Beginn eines vorbestimmten Schicksals. Die Kinder sehen im Alter von 5 Jahren den Tod des Vaters voraus , um die Kinder zu schützen schickt die Mutter eines der Kinder in ein Kloster. Doch die Verbindung bleibt, ein Hexenjäger macht den Frauen in Ellwangen das Leben zur Höhle, und nutzt seine Macht aus um seinen Reichtum durch Abkommgeld zu mehren, und geht dabei im wahrsten Sinne des Wortes über Leichen.
    Die Geschichten um die Frauen denen Hexerei vorgeworfen wird ist so lebhaft beschrieben das man wirklich mitfühlt.

    War dieser Kommentar für Sie hilfreich?

    ja nein
  • 5 Sterne

    8 von 16 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Nicole R., 09.07.2018

    Ich bin total begeistert. Wieder ein tolles Buch von Ulrike Schweikert. Es lässt sich leicht lesen hat mich aber sehr bewegt und ich muss gestehen das ich doch oft das Handy zu Hand genommen habe um nach zu googlen. Sehr faszinierten und real geschrieben. Gut revanciert. Ich war wirklich für ein paar Stunden in einer anderen Welt. Spannend erzählt besonders am Ende konnte ich das Buch nicht mehr zur Seite legen. Ich werde es suf jedenfall nochmal lesen

    War dieser Kommentar für Sie hilfreich?

    ja nein
  • 5 Sterne

    1 von 3 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Bücherfee, 22.05.2021

    "Die Hexe und die Heilige" ist meine erste literarische Begegnung mit Ulrike Schweikert, die mit ihren zahlreichen (häufig erfolgreich verfilmten) historischen Romanen einen festen Platz in allen Buchhandlungen behauptet. "Die Hexe und die Heilige" bildet den ersten Band der "Helena und Sibylla"-Reihe und entführt nach Deutschland am Vorabend des 30-jährigen Krieges:

    Als die Zwillinge Sibylla und Helena im Alter von fünf Jahren den Tod des Vaters vorhersehen, werden die Schwestern, die nur Unglück zu bringen scheinen, getrennt. Während die tugendhafte Helena in einem Kloster aufwächst, wird ihre eigenwillige Schwester Sibylla zur Hebamme ausgebildet. Als Vertraute des Vogts lernt sie die dunklen Geheimnisse der Mächtigen kennen. Doch dieses Wissen ist gefährlich, und bald rüsten die Häscher der Inquisition zur Hexenjagd.

    Das ansprechende Cover verweist auf die besondere Sachkenntnis der Hebammen im Mittelalter. Man sieht einen Stößel, mit dem die frisch gesammelte Kräuter in einer Schale zerstoßen und zu einer Creme, Salbe oder Tinktur weiterverarbeitet werden. Auch der aussagekräftige Titel ist gut gewählt. Denn er führt allen Lesern deutlich vor Augen, dass es von den jeweiligen Lebensumständen abhängig war, ob "Visionen" als göttliche oder teuflische Zeichen betrachtet wurden.

    Der historische Roman "Die Hexe und die Heilige" spielt an zwei verschiedenen Schauplätzen, nämlich in dem katholischen Ellwangen und dem protestantischen Leonberg. Im Mittelpunkt stehen die Zwillinge Helena und Sibylla Schenkh, die in eine relativ gutsituierte bürgerliche Familie hineingeboren werden. Wie ein roter Faden zieht der Aberglauben sich durch die ersten Kapitel. Schon die Geburt der Zwillinge steht unter einem dunklen Vorzeichen. Sie sollen Unglück bringen - und als ihr ältester Bruder einem Anschlag zum Opfer fällt, scheint sich dieser Verdacht zu bestätigen. Ihre Kindheit verläuft unglücklich; aufgrund ihrer besonderen Fähigkeiten werden sie von allen Bewohnern misstrauisch beäugt. Nach dem (von ihnen bei seiner Abreise angekündigten) Unfalltod des Vaters will ihre Mutter sie vor übler Nachrede und möglichen Verdächtigungen schützen. Um Gott gnädig zu stimmen, wird Helena in einem Kloster untergebracht; Sibylla soll bei ihrer weit entfernt lebenden Tante aufwachsen, doch aufgrund von unvorhersehbaren Ereignissen landet sie in einem protestantisch geprägten Haushalt, der in einem krassen Gegensatz zu ihrer katholischen Erziehung steht. Als heranwachsendes hübsches Mädchen erlebt Sibylla den aufkommenden Hexenwahn hautnah mit. Ihre "Ziehmutter" arbeitet als Hebamme, und sie darf sie zu allen Geburten begleiten und sie unterstützen, um praktische Erfahrungen zu sammeln. Kräuterkundige Hebammen leben gefährlich; Fehl- und Frühgeburten sowie missgebildete oder tot zur Welt gekommene Kinder können ihnen angelastet werden; Abtreibungen müssen heimlich durchgeführt werden; Empfängnisverhütung ist streng verboten. Sibylla lässt sich nicht einschüchtern. In allen Gesprächen bezieht sie eine klare Position und hinterfragt kritisch die Motive der Ankläger, die unschuldige Menschen zu "Sündenböcken" erklären und denunzieren. Als die ersten Scheiterhaufen in Leonberg brennen, flieht sie nach Ellwangen. Auch in ihrer Heimat, die von Missernten, Armut, Mangelernährung und Krankheiten erschüttert wird, kann sie sich nicht sicher fühlen. Durch die vom Fürstprobst eingesetzte Inquisition kommt es zu einer Fülle von Hexenprozessen, und Sybilla gerät durch ihre berufliche Tätigkeit als Hebamme, ihren mutigen Einsatz für alle in den Gefängnissen brutal gefolterten und dahin vegetierenden Opfer der Hexenverfolgung sowie ihre verbotene Liebe zu einem katholischen Pfarrer in tödliche Gefahr.

    Leider handelt es sich nicht nur um literarische Fiktion, sondern auch um historisch verbürgte Ereignisse, wie Ulrike Schweikert in ihrem ausführlichen Nachwort erklärt. Der historische Roman "Die Hexe und die Heilige" ist eine erschütternde Lektüre über eines der dunkelsten Kapitel in der deutschen (Kirchen-) Geschichte, die niemals in Vergessenheit geraten dürfen.

    War dieser Kommentar für Sie hilfreich?

    ja nein