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Ein neuer Trend feiert das Nichtstun: Niksen

Warum einfach mal nichts tun glücklich macht.

Tiere machen es vor: einfach nichts tun und genießen tut so gut.

Niksen – warum Einkuscheln und Nichtstun glücklich machen

Zu Hause sitzen, es sich auf der Couch gemütlich machen, in die Decke einkuscheln und – nichts tun. Wie, nichts tun? Nicht mal fernsehen, lesen, aufs Handy schauen? Das erscheint uns in der heutigen Welt, die sich immer schneller dreht, unmöglich. Dieser neue (Wellness-)Trend heißt Niksen und kommt aus den Niederlanden. Und dass einfach mal nichts tun gut tut, ist sogar wissenschaftlich bewiesen. Nisken können wir eigentlich alle, viele von uns haben es nur verlernt.

Ein Alltag gefüllt mit Aufgaben

Es ist schon seltsam: Einerseits sehnen wir uns in der Hektik des Alltags häufig nach mehr Ruhe. Andererseits fällt es uns immer schwerer, auch mal abzuschalten, die Seele baumeln zu lassen und – mit gutem Gewissen – nichts zu tun. Vor der Arbeit eine Runde joggen, in der Mittagspause schnell einkaufen, nach Feierabend die Kinder aus Schule und Kindergarten holen und am späten Abend dann noch für Ordnung in der Wohnung sorgen – unser Leben ist angefüllt von Verpflichtungen und To-dos. Wir sind richtiggehend darauf programmiert, immer effektiv und nützlich zu sein. Und wenn wir nicht alles geschafft haben, was der Kalender diktiert, folgt allzu oft das schlechte Gewissen. Oder schlimmstenfalls ein Burn-out.

Gegen das Diktat des Kalenders hilft eines: Einfach mal nichts tun!

An sich ist die Erkenntnis nicht neu: Nur, wer regelmäßig seine Akkus wieder auftankt, kann langfristig Leistung bringen. Ob beim Sport, Fernsehen oder Spielen mit den Kindern: Abschalten ist wichtig für unsere Gesundheit und letztendlich unser Glück. Niksen hilft dabei. Anders als bei Sport und Co. geht es beim Niksen allerdings nicht um Aktivität. Nicht darum, die vielen To-dos der Arbeit durch eine körperliche oder geistige Ertüchtigung in der Freizeit zu ersetzen.

Vom Faulenzen zum Niksen

In aktuellen Wörterbüchern ist „niksen“ ein umgangssprachlicher Ausdruck und wird übersetzt mit „herumhocken, herumsitzen“. Früher hatte das Wort einen negativen Beigeschmack im Sinne von faulenzen. Doch in den letzten Jahren wurde das „inaktive“ Herumsitzen positiv umgedeutet und zum Trend, auch über die Niederlande hinaus. Befeuert wird dieser Trend von wissenschaftlichen Studien zum Thema Glück und der Erkenntnis: Erst wenn wir mit unseren Gedanken allein sind, können wir wahrnehmen, was wir wirklich wollen und was uns guttut.

Im Prinzip beschreibt der Wohlfühltrend eine Haltung, die wir im Alltag öfters einnehmen können, egal, ob wir dabei „herumhocken“, stehen oder gehen: Präsent sein, die Umgebung beobachten, die Gedanken wandern lassen und dabei nichts Absichtsvolles tun. Dem Gehirn eine Ruhepause gönnen, mal kurz abschalten und uns ausklinken. Das kann zu Hause auf der Couch sein, bei einem Spaziergang oder im Wartezimmer der Arztpraxis.

Der Genuss einer schönen, dampfenden Tasse Tee ist beim Niksen erlaubt.

Im gemütlichen Zuhause näher zu sich kommen

Zu Beginn der Corona-Pandemie waren die Menschen weniger unterwegs. Das Zuhause wurde nicht nur zum Home Office, sondern als zentraler Aufenthaltsort bei dieser Gelegenheit oft umgestylt, nach dem Motto: Wenn wir schon viel Zeit in den eigenen vier Wänden verbringen, dann soll es dort wenigstens gemütlich sein. Und so mancher hat die eingesparte Pendelzeit und das Gefühl, mehr auf sich selbst zurückgeworfen zu sein, sicherlich auch für Kontemplation, dem konzentrierten Nachdenken, genutzt. Vielleicht haben Sie sich auch so wichtige Fragen gestellt wie: Geht es mir gut mit dem, was ich tue? Muss ich der allgemeinen Hektik immer folgen oder habe ich ein ganz eigenes Tempo?

Für die Anfänger, die sich im Niksen üben wollen, sind die eigenen vier Wände sicherlich am besten geeignet. Fühlen wir uns doch in unserer vertrauten Umgebung wohl und sicher.

Sie wollen die Wohltat des Niksens auch erleben? Dann los!

  • Ein gemütliches Sofa oder ein Balkon mit Blumen und Liegestühlen eignen sich bestens fürs Niksen.
  • Sagen Sie Ihren Liebsten Bescheid, dass Sie eine halbe Stunde für sich brauchen.
  • Schalten Sie Handy, TV, Radio, Laptop und was sonst noch ablenken könnte, aus.
  • Und dann: eine Duftkerze anzünden, in die Decke einkuscheln, den Blick schweifen und die Gedanken wandern lassen. Ob drinnen oder draussen: Schauen Sie einer Katze beim Nichtstun zu. Beobachten Sie einfach mal das Spiel der Wolken oder genießen Sie die Strahlen der Herbstsonne.
  • All das ohne Absicht, ohne Ziel.

Entspannendes bei Weltbild entdecken

Gedämpftes Kerzenlicht sorgt für innere Entspannung.

Neue Ideen dank Niksen

In der alten Lehre des Yogas weiß man schon lange, wie wertvoll die Pausen zwischen den einzelnen Asanas – Körperhaltungen – sind: In dieser Zeit des Nachspürens kommen Yogis nach der Anspannung zur Entspannung von Körper und Geist. Inzwischen ist zudem bekannt: Erst in der Ruhephase bilden sich im Gehirn neue Verbindungen zwischen den Synapsen, geht das gerade Geübte sozusagen ins Gedächtnis über. Wohl jeder Mensch – besonders Kreative oder Forscher – hatte schon einen Geistesblitz, wenn er gerade gar nicht mit seiner Arbeit beschäftigt war.

Wie gut das Nichtstun tut und dass es zur Kreativität und Zufriedenheit beiträgt, hat inzwischen auch die Wissenschaft untersucht. Neurologen kamen dabei zu diesem spannenden Ergebnis: Wenn wir uns gerade mal nicht mit der Lösung einer Aufgabe beschäftigen, sondern uns in einen absichtslosen Zustand begeben, schaltet sich das Gehirn nicht etwa ab. Ganz im Gegenteil: Es schaltet andere, ganz besondere Areale ein. Die Pausen, in denen einfach mal gar nichts getan oder überlegt wird, fördert unsere Kreativität.

Zukunftspläne schmieden

Das sogenannte Ruhezustandsnetzwerk ermöglicht das „reizunabhängige Denken“. Es ist nicht nur für Tagträumereien zuständig, sondern auch für Zukunftsplanung, Vorstellungsvermögen und Einfallsreichtum. Neurologen des Mallinckrodt Instituts für Radiologie (MIR) im US-amerikanischen St. Louis veröffentlichten im Jahr 2000 ihre Erkenntnisse über das „Default Mode Network“ des Gehirns. Damit lässt sich das Leben, das wir uns wünschen, zuerst träumen. Und wenn wir wissen, was wir uns für unser Leben erträumen, können wir dies in unser Leben bringen. Das ist es, was uns mehr Glück und Zufriedenheit gibt.

Mit dieser Erkenntnis brauchen wir nun erst recht kein schlechtes Gewissen zu haben, wenn wir es uns zu Hause gemütlich machen und einfach mal – niksen.

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