vor 7 Monate

Dicht, grün und kräftig: der perfekte Rasen

Willkommen im Paradies: Zum lauschigen Plätzchen in grün gehört ein gepflegter Rasen

Tipps für den perfekten Rasen

Dicht, grün und kräftig soll er sein

Ein kräftig grüner, dichter und saftiger Rasen – das ist der Traum vieler Gartenbesitzer. Nach Dürresommer und winterlichem Schmuddelwetter sehen die meisten Rasenflächen jedoch ganz und gar nicht mehr schön aus. Zum Start in die Gartensaison wird es Zeit, das geliebte Grün ein wenig auf Vordermann zu bringen.

Grüner Genuss: Ein schöner Rasen braucht guten Boden

Wer einen gesunden Rasen in sattem Grün besitzen möchte, muss sich meist dauerhaft darum kümmern. Mähen, düngen und auflockern gehören neben Unkraut entfernen zu den wichtigen Pflegearbeiten.

Im Frühling beginnt die Pflege: Jetzt braucht der Rasen wieder Kraft, um zu wachsen. Das erste, was man seinem Rasen zuliebe nach dem Winter tun sollte, ist, das die alten Blätter weg zu rechen und den Rasen das erste Mal im Jahr zu mähen. Aber nicht zu stark. Je länger die Grashalme sind, desto mehr Photosynthese findet statt und der Rasen ist grüner. Außerdem wird das Wurzelwachstum angeregt – damit wird der Rasen widerstandfähriger gegen Trockenheit. Auch werden Nähr- und Mineralstoffe durch längere Wurzeln besser aufgenommen. Die perfekte Höhe für den Rasen im Garten sind drei bis fünf Zentimeter. Mähen Sie lieber einmal mehr als zu kurz. Denn damit ein Rasen tiefe Wurzeln bilden kann, sollten die Halme nicht kürzer als 5 cm sein.

Locker und luftig durch Vertikutieren

Nach dem Winter ist der Rasen häufig von einer Schicht Unkraut und abgestorbenen Pflanzenteilen durchsetzt, dem sogenannten Rasenfilz. Mit einem Vertikutierer können Sie den Filz recht einfach entfernen. Dabei handelt es sich um eine Art rotierende Harke, die den Filz aus dem Gras rupfen und dabei leicht die Bodenoberfläche anritzen. So gelangt nach dem Vertikutieren wieder genug Licht, Luft und Wasser an die Graswurzeln – und schöner sieht es auch aus.

Mit dem Vertikutierer können Sie übrigens auch Moos entfernen, das sich, oft an schattigen Plätzen, breitgemacht hat. Um das Moos dauerhaft loszuwerden, sollten Sie aber die Ursache bekämpfen.

Let it rain: Abhängig vom Wetter sollte die Rasenfläche ein bis zwei Mal pro Woche mit 10 bis 20 Litern pro Quadratmeter gründlich gewässert werden. Rasensprenger und Gartenschläucher erleichtern die Arbeit

Gründe für lästiges Moos

Wenn viel Moos in ihrem Garten wächst, kann das folgende Gründe haben:

Nässe: Hat es im Winter viel geregnet oder geschneit oder kann das Wasser nicht gut ablaufen, faulen die Graswurzeln. Dem Moos macht Nässe dagegen gar nichts aus.

Schatten: Wie die meisten grünen Pflanzen, braucht auch Gras viel Sonnenlicht zum Wachsen, während Moos auch im Schatten gedeiht.

Nährstoffmangel: Ist der Boden ausgelaugt, wächst Moos, aber nicht der Rasen. Daher ist regelmäßiges Düngen wichtig.

Saurer Boden: Moos mag saure Böden, Gras aber nicht. Sobald der pH-Wert unter 6 fällt, bekommt der Rasen nicht mehr genug Nährstoffe. Ob der Boden sauer ist, können Sie mit einem Schnelltest aus dem Gartenmarkt herausfinden.

Und das können Sie tun:

Nässe: Wenn Wasser nicht gut ablaufen kann, ist häufig ein verdichteter Boden schuld. Den graben Sie am besten gut um und vermischen ihn mit Sand.

Schatten: Es gibt zwar Rasensamen, die für halbschattige Standorte geeignet sind, aber bei stärkerem Lichtmangel haben auch diese keine Chance. Dann hilft nur, sich eine Alternative zum grünen Rasen zu suchen, zum Beispiel einen Steingarten.

Nährstoffmangel: Um dem Rasen alle Nährstoffe zu geben, die er braucht, sollten Sie ihn in der Wachstumsphase regelmäßig düngen. Typische Rasendünger liefern Stickstoff, Kalium und Phosphor meist in mineralischer Form. Besonders umweltschonend sind organische Dünger, die zum Beispiel Stickstoff in Form von Horngries enthalten. Ideal ist, wenn Sie diese Dünger bis zum Herbst zwei- bis dreimal anwenden. Danach sorgt ein kaliumbetonter Dünger dafür, dass der Rasen gut durch den Winter kommt.

Saurer Boden: Einen Boden mit zu niedrigem pH-Wert können Sie durch Aufbringen von Rasenkalk neutralisieren. Dazu nutzen Sie am besten einen Streuwagen, der auch für die Düngung und für das Aussäen von neuem Rasen verwendet werden kann.

Tipp: Regelmäßiges Düngen hilft auch gegen Unkraut.

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Was tun gegen Löcher im Rasenteppich?

Verunzieren Löcher die Rasenfläche, hilft nur Nachsäen. Das klappt am besten direkt nach dem Vertikutieren, denn dann ist der Boden aufgelockert. Verwenden Sie chemischem Dünger, sollten Sie erst ein paar Wochen nach der Aussaat düngen, denn sonst wird das Wachstum der Graswurzeln gehemmt. Organischen Dünger wie Kompost können Sie dagegen ausbringen, bevor Sie neuen Rasen säen. Als Saatgut eignen sich Mischungen verschiedener Gräser am besten, die es für jeden Standort und für jede Verwendung gibt. Wichtig: Kaufen Sie Nachsaat-Mischungen mit hochwertigen Samensorten zur Verdichtung und lichten Rasenflächen.

  • Für einen Rasen, auf dem getobt, gespielt und gefeiert werden soll, sind Grasarten wie Deutsches Weidelgras (Lolium perenne) und Wiesenrispe (Poa pratensis) optimal. Wer einen neuen Rasen einsäht, sollte in sonniger Lage darauf achten, dass er hitzetolerante Samenmischungen verwendet, die auch unter warmen Bedingungen gut gedeihen.

  • Schön fürs Auge, aber nicht sehr belastbar sind z. B. Ziergrasmischungen mit der Grasart Rotschwingel (Festuca rubra) als Hauptbestandteil.

  • Für das Flicken von Löchern verwenden Sie am besten immer die Grasmischung, die sie auch auf der Fläche eingesetzt haben.

Tipp:

Hochwertige Rasenmischungen erkennen Sie an der RSM-Nummer. RSM steht für Regel-Saatgut-Mischung. Darin finden sich erprobte Gräser im richtigen Verhältnis für den jeweiligen Verwendungszweck: RSM 2.3 ist zum Beispiel ein Spielrasen, RSM 2.4 ein Gebrauchsrasen mit Kräutern.

Ist der Rasen nun fit und kräftig nachgewachsen, können Sie bei der Pflege wieder zur Routine übergehen.

Routine: Rasen gießen, mähen und düngen

Die Pflegeformel für einen schönen Rasen ist eigentlich ganz einfach:

ausreichende Bewässerung,

regelmäßiger Schnitt und

gelegentliche Düngung.

Abhängig vom Wetter sollte die Rasenfläche ein bis zwei Mal pro Woche mit 10 bis 20 Litern pro Quadratmeter gründlich gewässert werden. Testen können Sie die Wassermenge, wenn Sie einen Regenmesser auf dem Rasen platzieren. Regnet es reichlich, können Sie sich das Wässern natürlich sparen.

Für üppiges Grün versorgen Sie den Rasen regelmäßig mit Nährstoffen. Ab April können die grünen Teppich mit organischem Dünger gedüngt werden, die erste Düngung im Februar/März sollte mineralisch sein. Wer wenig Arbeit haben möchte, nutzt am besten Langzeit-Dünger.

Generell ist eine Grashöhe zwischen drei und fünf Zentimetern ideal, damit die Photosynthese optimal ablaufen kann und die Wurzeln tief wachsen. So wird das Gras schön grün und kräftig.

Beim Mähen können Sie sich an der sogenannten Ein-Drittel-Regel orientieren: Bei einer gewünschten Grashöhe von vier Zentimetern sollten Sie den Rasen mähen, wenn die Grashalme sechs Zentimeter hoch sind.

Als Abgrenzung zu Beeten sind Randkanten ideal. Sie schützen die Blühpflanzen vor dem Rasenmäher-Messer.

Riecht es dann nach frisch gemähtem Gras, gibt es nichts Schöneres, als es sich mit einem kühlen Getränk im Liegestuhl oder auf der Hollywoodschaukel gemütlich zu machen.