vor einem Jahr

Mandalas für Ruhe und Gelassenheit

Mandalas kennen viele aus Malvorlagen für Kinder in Schule oder Kindergarten. Dabei sind die Mandala-Muster viel mehr als nur eine bloße Ausmalübung. In schnelllebigen Zeiten mit viel Stress in Job und Familienalltag helfen sie uns inne zu halten, uns daran zu erinnern, was uns wichtig ist. Sie geben uns ein tiefes Gefühl von Verwurzelung und Verbindung. Doch woher kommen Mandalas eigentlich, welche Bedeutung haben sie und wie wirken sie?

Was sind Mandalas?

Das Wort Mandala stammt aus dem Sanskrit, der wichtigsten Sprache im Hinduismus und ehemals Sprache im gesamten südasiatischen Raum. Es bedeutet so viel wie „vom Zentrum ausgehend“ und bezeichnet einen magischen Kreis, ein Rad oder kurz das Wesentliche. Mandalas sind unterschiedliche Ausführungen abstrakter oder bildhafter Darstellungen (meist in Kreis– oder Viereckform) und werden in Religionen wie dem Hinduismus und dem Buddhismus für die Meditation verwendet. In unserer westlichen Welt wird der Begriff Mandala meistens für auf ein Zentrum ausgerichtetes geometrisches, pflanzliches oder figürliches Motiv benutzt.

Tipp für den Herbst: Nutzen Sie den nächsten Spaziergang und legen Sie anschließend einfach mal ein Mandala aus den gesammelten Herbstschätzen wie Blättern oder Kastanien

Wozu sind Mandalas gut?

Unabhängig ihrer religiösen Bedeutung sind Mandalas ein Mittel zum Meditieren. So führen die Bilder aus geometrischen Formen, die sich stets um einen Mittelpunkt drehen, unsere Augen in eine Auszeit und ermöglichen uns abzuschalten. Das Malen oder Ausmalen eines Mandalas, aber auch das bloße Betrachten eines Mandalas in unserer unmittelbaren Umgebung, wie auf Bettwäsche, einer Pflanzschale oder Kerzen, hat eine positive Wirkung:

  • Der Gedankenfluss wird ruhiger.
  • Wir entspannen und bauen Stress ab.
  • Die Beschäftigung mit Mandalas fördert die Konzentration.
  • Sowie die Motorik beim Malen mit Stiften oder Pinseln.
  • Und es macht schlichtweg Spaß!

Die Mandalakunst kann laut dem Künstler Karsten Wagner dabei helfen, zu sehen was in uns los ist – in unserem Herzen und in unserer Seele. Mittels Mandala finden wir zur inneren Einkehr. Dabei sind die Mandalas stets nur ein Hilfsmittel – der Mensch muss mitmachen und loslassen.

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Wie gestalte ich ein Mandala?

Mit Hilfe einer Vorlage

Sie können eine Mandalavorlage ausmalen, die Sie einem Buch entnehmen oder aus dem Internet ausdrucken. Am besten malen Sie mit Buntstiften von außen nach innen – also zum Zentrum hin. Lassen Sie sich nicht ablenken durch Radio, Fernsehen, Internet, Telefon oder andere Menschen. Multitasking ist hier nicht erwünscht und sogar kontraproduktiv. Konzentrieren Sie sich ganz auf den Prozess des Malens.

Freier Entwurf

Starten Sie mit einem Kreis auf einem Blatt Papier oder einer Leinwand – je nachdem mit was für Farben Sie arbeiten möchten. Dann füllen Sie den Kreis spontan mit sich wiederholenden Mustern, die Sie geometrisch anordnen. Wichtig ist, dass Sie dabei eine Symmetrie bewahren. Ein Zirkel kann Sie dabei gut unterstützen. Eine Variante ist das Bemalen von Steinen, viele Anregungen dazu finden Sie zum Beispiel im Buch "Steine bemalen". Die Größe und die unregelmäßige Form von Steinen bringen es mit sich, dass Sie sich unweigerlich noch stärker auf die Platzierung jedes Punktes und jeder Linie konzentrieren müssen. Geist und Körper kommen zur Ruhe.

Unser Tipp: Ein Mandala mit Materialien aus der Natur legen

Eine beliebte Variante gerade jetzt im Herbst ist das gelegte Mandala aus Naturmaterialien, wie zum Beispiel Pflanzenteilen oder farbigen Steinen. Sammeln Sie bunte Blätter, Kastanien oder Eicheln und legen Sie diese auf einer freien Fläche aus (das kann ein Rasen, ein Terrassenboden oder auch ein Balkontisch sein). Hier eignet sich eher von innen nach außen vorzugehen. Wenige große Früchte im Zentrum des Kreises (zum Beispiel Zierkürbisse) können durch Ringe aus Kastanien oder gleichförmigen Blätter nach außen hin erweitert werden. Ein solches Mandala aus Naturschätzen macht auch Kindern großen Spaß! Nutzen Sie den nächsten Herbstspaziergang und legen Sie gemeinsam ein Mandala aus bunten Blättern, Steinen oder Ästen aus. Auch wenn es ein vergängliches Kunstwerk ist, die "Arbeit" lohnt sich! Denn bei allen Mandalas gilt: Nicht das Ergebnis zählt, sondern das Gestalten selbst – es geht um die Zeit mit sich selbst.

Also seien Sie kreativ und gelassen!