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Gratis lesen: Erotische Office Nights, Folge 18

Beziehungsexpertin Paula Lambert, bekannt aus Sixx, hat erotische Kurzgeschichten unter dem Titel "Office Nights" verfasst. Sie erscheinen als eBooks im Label CLUB bei Harper Collins | © Foto Paula Lambert: sixx/Jens Koch

Achtung! Erotischer Lesestoff - vorab exklusiv im Weltbild Magazin

Paula Lambert, Beziehungscoach und Sexpertin, bekannt durch die Sendung "Paula kommt" auf dem Kanal sixx, hat erotische Kurzgeschichten verfasst. Exklusiv vorab können Sie die 28-teilige Reihe Office Nights online hier im Weltbild Magazin lesen. Die Geschichten sind jeweils 4 Wochen exklusiv und gratis verfügbar. Danach werden jeweils vier Kurzgeschichten in E-Bundles unter dem CLUB-Label von HarperCollins für 1,99 Euro angeboten. ACHTUNG, es erwartet Sie prickelnde Lektüre.

Office Nights von Paula Lambert

Darum geht es: Stella Durigatti ist eine toughe Geschäftsfrau, die nicht nur ihre Angestellten, sondern auch sich selbst fest im Griff hat. Versagen ist für sie keine Option, Freizeit auch nicht. Lediglich für die Freitagsdinner mit ihrer Familie reißt sie sich vom Laptop los. Und obwohl sie behauptet, dieses Leben zu lieben, macht der Stress sich bei ihr langsam bemerkbar.

Eines Tages bekommt sie eine E-Mail von einem Fremden, der behauptet, sich um sie zu sorgen. Atlas, so nennt sich der Fremde, fordert sie zu einem gewagten Spiel heraus...

28 Folgen mit sinnlichem Lesestoff von Paula Lambert. Erotische Geschichten jede Woche in der Reihe Office Nights exklusiv und kostenlos vorab lesen nur im Weltbild Magazin.

Verführerisch: Gewagtes Spiel

OFFICE NIGHTS ist eine 28-teilige Reihe erotischer Kurzgeschichten, die bei HarperCollins erscheinen werden. Diese können unabhängig voneinander oder am Stück gelesen werden. In jeder Folge wird sich die Protagonistin Stella einer anderen erotischen Herausforderung widmen – eine verführerischer als die andere.

Paula Lambert, Office Nights 18

Ich bin viel zu spät. Wir stehen im Stau kurz vor der Einfahrt zum Flughafen, und die Minuten rasen dahin. Mein Herz klopft bis zum Hals. Ich hasse es, wenn das passiert. Den Flug nach München zu verpassen ist keine Option, denn der Weiterflug nach New York startet in Berlin nur 90 Minuten nach der Landung.

Als das Taxi endlich vor dem Gate zum Halten kommt, ist es fünf Minuten vor Gepäckannahmeschluss. Ich reiße meinen Koffer selber aus dem Kofferraum, obwohl an der Klappe ein blöder Aufkleber mit der Aufschrift „Stopp! Hier öffnet nur der Fahrer!“ klebt, und gebe dem lahmen Taxitypen keinen Cent Trinkgeld. Von seinem elenden Wunderbaumgestank habe ich außerdem Kopfschmerzen.

Mackenzie wartet vor dem Schalter auf mich; er sieht genervt aus. Ich kann es ihm nicht verdenken. Für ihn ist der Termin in New York auch wichtig, er will den Chefs zeigen, dass er absolut für höhere Aufgaben bestimmt ist.

„Sorry“, rufe ich, „der Verkehr war völlig irre!“ Er überlegt, ob das stimmt oder ich einfach zu spät aufgestanden bin, und entscheidet sich für Letzteres. „Ich war ja vor anderthalb Stunden hier, da waren die Straßen vollkommen frei.“ Ich sage gar nichts dazu, sondern schiebe meinen riesigen Koffer auf das Band neben dem Schalter. John Mackenzie sieht missbilligend auf das riesige Ding, aber ich zucke nur mit den Schultern. Ich meine, wann fliegt man schon mal nach New York? Ich habe meine schönsten Kleider eingepackt, die dazu passenden Schuhe, Dessous und Schmuck. Sicher ist sicher. Auch, wenn wir nur vier Tage bleiben.

Mackenzie und ich sitzen nebeneinander, und als ich mich beim Start wie üblich an der Lehne festkralle, weil ich Flugzeugen nicht über den Weg traue, fasst er meine Hand und hält sie fest, bis wir in der Luft sind. Ich bin überrascht über die Geste, ziehe meine Hand aber nicht weg. Seine Finger sind warm und trocken, und ich kann an seinen Fingernägeln sehen, dass er entweder bei der Maniküre war oder wirklich geschickt im Umgang mit Nagelsets ist. Gibt es bei Männern ja auch nicht oft. Jedenfalls lenkt mich die Überraschung über Mackenzies Berührung von dem unangenehmen Startgefühl ab, und als es Zeit wäre, loszulassen, halten wir unsere Hände ein bisschen zu lange verschränkt, als angebracht gewesen wäre. Ich sehe ihn von der Seite an, aber sein Gesichtsausdruck lässt nicht erkennen, ob er die Situation ungewöhnlich oder einfach für mich tröstlich findet. Kurz bevor es peinlich wird, ziehe ich meine Hand zurück, und in den nächsten Stunden passiert nichts Außergewöhnliches.

Den Club bei Weltbild entdecken

Wir schauen beide Filme auf den Bildschirmen vor uns und sprechen über dies und das, unter anderem darüber, warum Menschen unbedingt dem Mile High Club angehören wollen. Ich habe das Bedürfnis, in einer vollgepinkelten Plastikkabine zum Ärgernis aller Mitreisender zu vögeln, noch nie verstanden. Erst recht nicht, wenn ich mir ansehe, wer so alles wie lange auf der Toilette verweilt. „Vielleicht ist es einfach nur so, dass die Menschen etwas Besonderes erleben wollen“, sagt Mackenzie. „Einfach mal aus dem Trott rauskommen und etwas machen, über das man hinterher lachen kann.“ So habe ich das noch nie gesehen, gebe ich zu. Ich war immer davon ausgegangen, dass es um Sex geht, aber natürlich geht es vor allem um die Story, um das Weißt-du-noch. „Vielleicht kommst du ja irgendwann doch noch auf den Trichter“, sagt er und beugt sich zu mir herüber: „Sag’s niemandem, aber ich bin Mitglied seit 1998.“

„Im Ernst?“

„Was denn, überrascht dich das so?“

Offengestanden ja. Ich habe John Mackenzie eher für einen dieser Ehrgeizlinge gehalten, die sich abends teure Escorts ins Hotel bestellen, sonst aber keinen Kontakt zu Frauen haben. Das sage ich natürlich nicht. „Nein, nein“, beeile ich mich zu sagen, „ich dachte nur … also … Ich dachte, du stehst eher auf Satinbettwäsche und einen schönen Ausblick.“ Er sieht mich schief an. „Du verwechselst mich mit Christian Grey, glaube ich. Möchtest du wissen, mit wem das passiert ist?“ Das will ich natürlich unbedingt, und ich rücke mich im Sitz zurecht, um ihm besser zuhören zu können.

„Also gut, hier kommen die ganzen schmutzigen Details. Ich war damals 22 und hatte eine echt blöde Jugend hinter mir. Dieses Prachtexemplar, das du jetzt vor dir siehst, war ich nicht immer.“ Er zeigt mit beiden Händen an sich auf und nieder, damit ich ihn bewundern kann. Er sieht wirklich gut aus, das muss ich zugeben, aber das sage ich ihm natürlich nicht. Wenn er lächelt, so wie jetzt, hat er ein kleines Grübchen in der Wange. „Ach, wirklich“, sage ich, um ihn zu necken. „Ja, wirklich. Schwer vorstellbar, ich weiß. Aber ich war, sagen wir, schüchtern. Und bei den Mädchen hatte ich bis mindestens 20 nicht den Hauch einer Chance. Aber dann ist plötzlich etwas passiert. Die ganzen Supertypen aus meinem Abi-Jahrgang fingen an, irgendwie welk oder so zu werden. Sie sahen nicht mehr ganz so cool aus, sondern bei den meisten konnte man plötzlich erkennen, wie sie mal in fünfzehn, zwanzig Jahren aussehen würden. Halbglatze, Bäuche, traurige Jobs und so weiter. Bei mir hingegen war es genau anders herum. Ich fing plötzlich an, aufzublühen.“ Ich kann mir das gut vorstellen, und zwar deshalb, weil es bei mir genau so war. All die Klassenschönheiten sind mit den Jahren immer unattraktiver geworden. Während ich, die sich mit Zahnspange und Beschimpfungen wegen meiner Herkunft durch die Schulzeit kämpfen musste, jetzt echt scharf bin. Das meine ich ganz uneitel. Trotzdem zucke ich immer noch zusammen, wenn ich das Wort „Spaghettifresser“ höre.

„Ich versteh dich“, sage ich zu ihm. „Die späte Rache der Unterdrückten.“ Wir lachen beide, bis er endlich weitererzählt.

„Modisch gesehen war 1998 echt schwierig“, sagt er. „Ich habe Baggy Pants getragen und Hip-Hop-Shirts.“

„Nicht dein Ernst.“ Die Vorstellung von Baby-Mackenzie, der heute sogar an heißen Tagen einen Maßanzug trägt, in viel zu weiten Jeans und bunten T-Shirts ist zu komisch.

„Guten Geschmack musste ich mir hart erarbeiten. Aber einen Vorteil hatte der Style: Man konnte sich wahnsinnig schnell ausziehen. Es war ein Flug genau wie dieser von Deutschland in die USA. Ich hatte mir ein Ticket gekauft, um meine Familie zu besuchen und vielleicht dort ein College auszuwählen. Und wie es der Zufall wollte, saß neben mir eine unheimlich scharfe Frau. Sie war ungefähr zehn Jahre älter und hatte so eine Art, mich anzusehen, dass mir ganz anders wurde. Sie hatte große braune Augen, ein bisschen wie du, und einen kleinen, ganz runden Mund wie eine Puppe. Und sie trug eine weiße Seidenbluse und keinen BH. Ihre Nippel haben sich so an den Stoff der Bluse gedrückt, dass ich Angst hatte, sie würden durchstechen. Und in Baggy Pants sieht man eigentlich nicht, wenn man eine Erektion hat, aber ich garantiere dir, die hat’s gewusst.“

Ich muss lächeln, weil er jetzt klingt wie ein sehr junger Mann. Sein Blick geht in die Ferne, und ich ahne, dass er gerade eine kleine Zeitreise unternimmt und vermutlich sogar noch ihr Parfüm schnuppern kann.

„Sie hat irre gut gerochen. Teuer. So hat kein Mädchen, mit dem ich je zusammen war, gerochen. Ich hatte natürlich Panik, dass sie meine Latte sieht. So, wie sie mich angesehen hat, gab es eigentlich keinen Zweifel, was sie wollte, aber ich war mir nicht sicher. Anstatt sie anzufassen habe ich ihr in die Augen geschaut und bin dann aufgestanden, um Richtung Toilette zu gehen. Und tatsächlich, sie kam mir hinterher. Du weißt ja, wie eng diese Kabinen sind. Und man darf auch nicht vergessen, dass ich noch nicht so lange bei den coolen Jungs mitspielte. Also habe ich mich einfach mit den Händen auf das Waschbecken gestützt und gewartet, was sie tun wird.“

In seiner Erinnerung lehnt er wieder genau so an diesem Waschbecken, das kann ich an seiner Körperhaltung sehen. „Und was hat sie getan?“ Er sieht mich mit einem Blick an, als hätte er ganz vergessen, dass ich neben ihm sitze. „Sie hat die Tür geschlossen. Und dann hat sie mich geküsst. Ich war zu diesem Zeitpunkt noch nie so von einer Frau geküsst worden: erfahren, alles verzehrend, mein Puls ist auf 200 geschossen. Dann hat sie langsam ihre Bluse aufgeknöpft und fein säuberlich an den Haken an der Tür gehängt. Von da an ist mein Körper auf Autopilot gesprungen. Wenn ich nachgedacht hätte, hätte ich mich das nie getraut. Aber so habe ich ihre Nippel in den Mund genommen und sachte daran gesaugt. Das Keuchen aus ihrem Mund werde ich nie vergessen. Was für ein Machtgefühl dir das gibt! Dann bin ich auf die Knie gesunken und habe ihr den Rock hochgeschoben. Ihr Slip war definitiv teurer als mein gesamtes Monatsgehalt. Ihre Möse war rosa und wahnsinnig feucht, aber gleichzeitig irgendwie gierig – ich kann es nicht besser beschreiben. Jedenfalls war ich nicht gerade ein Oralsexexperte, aber da habe ich mich einfach versenkt, ohne Rücksicht auf Verluste. Ihr Kitzler hat sich förmlich in meinen Mund gebohrt, sodass mir fast nichts anderes übrig blieb, als heftig zu saugen. Das war irre. Sie ist innerhalb von Minuten gekommen, und zwar so, dass ich fast gegen das Waschbecken geknallt bin. Mein ganzer Mund hat gebebt. Nachdem ich mich mühevoll wieder aufgerappelt habe, hat sie meine Hose heruntergeschoben, mir in Sekundenschnelle ein Gummi übergezogen und ist irgendwie, keine Ahnung wie, auf mich draufgeklettert. Zum Glück war sie so leicht. Ich konnte die ganze Zeit nur auf ihre Brüste starren, die gewackelt haben wie verrückt. Es war heiß in ihr, viel heißer als sonst, das weiß ich noch. Und dann bin ich mit einer Explosion gekommen, die ich noch nicht erlebt habe. Ihr kleiner runder Mund war zu einem großen O geöffnet, als sie auch noch mal kam. Wir standen noch eine Weile ineinandergehakt, dann ist sie wieder heruntergestiegen, hat sich die Bluse angezogen und ist aus der Kabine spaziert. Und ich stand da und habe total verdutzt auf das baumelnde Kondom gestarrt, bevor ich mich wieder bewegen konnte.“

Das bringt mich zum Lachen, laut und befreiend. „Entschuldige“, sagt Mackenzie, „das waren vielleicht ein bisschen viele schmutzige Details.“ „Ich liebe solche Geschichten“, sage ich und klopfe ihm schwesterlich auf die Schulter, um die Situation aufzulockern. „Bravo, Mackenzie!“

So viel Spaß hätte ich ihm gar nicht zugetraut. Als wir kurz darauf auf dem John F. Kennedy Airport landen, merke ich, dass ich unheimliche Lust auf Sex habe. Und dass ich den Brief von Atlas, den er mir für meine Reise zugeschickt hat, noch gar nicht geöffnet habe.

Fortsetzung folgt

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Paula Lambert, Office Nights, erscheint bei HarperCollins. Weitere Titel aus der Reihe CLUB von Harper Collins finden Sie hier.