All das zu verlieren

Roman

Leïla Slimani

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"Die neue Stimme der französischen Literatur." ZEITmagazin

Kann man sich zu seinem Glück zwingen? Prix Goncourt-Preisträgerin Leïla Slimani erzählt von der Zerrissenheit einer Frau und schafft eine "moderne Madame Bovary" (Libération).

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Kommentare zu "All das zu verlieren"

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  • 4 Sterne

    4 von 6 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    coffee2go, 28.05.2019

    Meine Meinung zum Buch:
    Das Buch lässt sich in einem Rutsch lesen und verschlingen, aber gleichzeitig wirft es viele Fragen auf und hinterlässt am Schluss ein gewisses Stück Unsicherheit und offene Fragen nach der Zukunft. Mich hat es berührt, auf der einen Seite habe ich versucht Adele kennenzulernen, hinter ihre Fassade zu blicken und Verständnis für ihre Situation und ihr Handeln aufzubringen und auf der anderen Seite war ich auch schockiert von ihrem Umfeld, ihrer Familie und wie mit Adele umgegangen wird.
    Ich finde es sehr interessant, wie die Autorin Adele als Charakter beschreibt: Zuerst ist Adele noch völlig fremd, dann hat man kurz das Gefühl, dass man Adele zumindest teilweise verstehen und nachvollziehen kann, warum sie so handelt und am Ende ist Adele dann doch wieder fremd und nicht greifbar. Für mich spiegelt dies auch sehr gut die unterschiedlichen Sichtweisen von Adeles Leben wider. Für Außenstehende hat sie ein perfektes, glückliches Leben mit ihrem Ehemann und Sohn, aber in ihrem Inneren sieht es eben anders aus und was für den einen ein glückliches Leben ausmacht ist für den anderen nicht ausreichend oder erfüllend.
    Die Geschichte hat mich am Ende mit vielen Fragen zurückgelassen und ich war auch traurig, warum Adele für sich keinen anderen Ausweg gefunden hat, sodass sie achtsamer mit sich selbst umgehen kann. Aber es ist sicherlich auch ein brisantes Thema, das man nicht gerne mit jedem bespricht.

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    janein
  • 4 Sterne

    1 von 1 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    kindder80er, 13.06.2019

    Blick hinter die Fassade - kühl und explizit

    Leila Slimani hat mich mit "Dann schlaf auch du" nachhaltig beeindruckt. Mit dem hier vorliegenden Werk setzt sie ihre unterkühlte Art, Menschen im Ausnahmezustand zu beschreiben, fort. Allerdings ist "All das zu verlieren" bereits 2014 erschienen.

    Die Protagonistin Adele hat scheinbar alles. Jeder würde sie um ihr Leben beneiden - nur sie selbst nicht. Sie ist zerrissen und hat anonymen Sex mit fremden Männern. So egoistisch wie sie sich verhält, worunter vor allem der kleine Sohn leiden muss, ist dem Leser Adele nicht gerade sympathisch. So bleibt man auch merkwürdig distanziert ihr gegenüber. Man leidet nicht mit ihr mit, sondern man schaut ihr lediglich dabei zu.

    Die Sexszenen sind wirklich hart und explizit beschrieben. Erotik kommt da nicht auf und genau das will Adele ja auch nicht bezwecken. Bei ihrer Sexsucht kommt es schließlich nicht auf die Schönheit des Aktes an, sondern einzig und allein auf den stumpfen Konsum - so wie es bei anderen Süchten eben auch meistens ist.

    Das Doppelleben fliegt irgendwann auf und Adele muss sich ändern, aber kann und will sie das auch...?

    Mir hat das Buch gerade wegen seiner Distanziertheit gut gefallen. Es ist allerdings nichts für allzu Zartbesaitete!

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    janein
  • 3 Sterne

    1 von 1 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Ulrike R., 16.06.2019

    Adele hat scheinbar alles im Leben um glücklich zu sein. Ihr Mann Richard ist wohlsituierter Arzt, der Sohn Lucien ein gesundes Kind. Ihr Job als Journalistin bringt sie zu politisch brisanten Brennpunkten. Und trotzdem ist sie leer, auf der Suche nach etwas, will sich spüren und gespürt werden. Sie führt ein Doppelleben wohl verborgen vor ihrem Mann, führt Männerbekanntschaften, oft nur für eine Nacht. Es sind keine liebevollen Affären, mitnichten. Adele bewegt sich unaufhörlich in einer Spirale von sexueller Gewalt.
    Leila Slimani erzählt hier von einer sehr schwierigen Frau, einer zerrissenen Frau, die ihre bürgerliche Fassade wahren möchte, aber für die das „Normale“ nicht mehr gut genug ist, die immer mehr, immer schnelleren und immer brutaleren Kick braucht. Adele hadert mit ihrer Rolle als Ehefrau, als Mutter. Adeles Kindheit bei einer abweisenden Mutter, die Adele nur beim Vornamen nennen kann, wird angerissen. Liefert aber zu wenig an Erklärung für Adeles Werdegang. Das ganze Ambiente ist spießbürgerlich. Das typische französische „Sie“ zwischen den Schwiegerleuten, die moralinsaure Schwiegermutter, die Adele „meine kleine Adele“ nennt. Man will Adele zurufen „Nimm die Beine in die Hand und lauf davon!“ Aber Adele bleibt, und missbraucht, lässt sich missbrauchen, tanzt am Rande des Abgrunds.
    „Sie ist euphorisch, wie Betrüger es sind, die man noch nicht entlarvt hat. Voller Dankbarkeit, geliebt zu werden, und starr vor Angst bei der Vorstellung, all das zu verlieren.“
    Erzählen kann Leila Slimani. Obwohl Adele in ihrem Wesen mir immer fremd blieb, und ich muss eine Protagonistin nicht mögen oder verstehen, zieht die Geschichte einen in den Strudel von Betrug, Verrat, Missbrauch. Slimani will verstören und das schafft sie durchaus. Aber unter dem Strich gibt es keine Entwicklung, kein Fazit, außer dass Sucht in die Katastrophe führt. Nun, dass ist nichts Neues. In Leila Slimanis Essayband Sex und Lügen merkt man kann ganz eindringlich, wie ihr die sexuelle Selbstbestimmung von Frauen am Herzen liegt. Doch mit Adele bringt sie einfach nur einen psychisch kranken Menschen- Adele, die scheinbar hilflos ihren Obsessionen ausgeliefert ist - auf die Bühne. Ich will von starken Frauencharakteren lesen, wenn gerühmt wird, dass die Autorin „intelligent von Frauen“ schreibt. Ich will nicht von Frauencharakteren lesen, denen man nachsagen möchte, sie hätte das ja genau so gewollt!

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    janein
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