Das flüssige Land

Roman. Nominiert für den Deutschen Buchpreis 2019 (Shortlist) und den Österreichischen Buchpreis 2019 (Shortlist)
 
 
Merken
Teilen
Merken
Teilen
 
 
"Unheimlich, spannend, aberwitzig und kaum zu fassen - einfach fantastische Literatur"
Jurybegründung Deutscher Buchpreis (Shortlist)

"Unheimlich, spannend, aberwitzig und kaum zu fassen - einfach fantastische Literatur"
Jurybegründung Deutscher...
lieferbar

Bestellnummer: 113172794

Buch22.70
In den Warenkorb
  • Kauf auf Rechnung
  • Kostenlose Rücksendung
lieferbar

Bestellnummer: 113172794

Buch22.70
In den Warenkorb
"Unheimlich, spannend, aberwitzig und kaum zu fassen - einfach fantastische Literatur"
Jurybegründung Deutscher Buchpreis (Shortlist)

"Unheimlich, spannend, aberwitzig und kaum zu fassen - einfach fantastische Literatur"
Jurybegründung Deutscher...

Kommentare zu "Das flüssige Land"

Sortiert nach:relevanteste Bewertung zuerst
Filtern nach:alle
Alle Kommentare
  • 4 Sterne

    3 von 5 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Dajobama, 27.09.2019

    Das flüssige Land - Raphaela Edelbauer
    Shortlist Deutscher Buchpreis 2019
    Eine faszinierende, wenn auch anstrengende Lektüre.

    "Wir hatten eine potente Verwaltung des Auseinanderbrechens installiert und führten darin mit respektvoll geschlossenen Augen das Regiment." Seite 292

    Nach dem plötzlichen Tod ihrer Eltern sucht Ruth deren Heimatort auf. Naja sie sucht ihn zuerst einmal. Schließlich taucht Groß-Einland auf keiner Landkarte auf und will offensichtlich nicht gefunden werden. Auch der Weg dorthin ist alles andere als gut zugänglich. Es scheint beinahe komplett vom Rest der Welt abgeschnitten zu sein. Endlich am Ziel angekommen, warten noch etliche weitere Überraschungen auf Ruth. Denn unter Groß-Einland existiert ein Loch, das seine Bewohner in die Tiefe zu reißen droht.
    Nun ist es mit Ruth so eine Sache, denn sie ist scheinbar massiv medikamentenabhängig und wirkt über weite Strecken auch recht antriebslos. Dem Leser stellt sich die Frage, was von alldem überhaupt tatsächlich geschieht, oder bildet sie sich das am Ende in einem langen Drogenrausch alles nur ein? Auf jeden Fall scheint sie sich von den Ereignissen um das Loch nur allzu gerne überrollen zu lassen.
    Die gesamte Handlung ist extrem surreal. Man sollte sich deshalb nicht zu sehr auf Fakten versteifen, denn logisch erklärbar ist hier nur wenig. Wie der Ort, so verschwimmt auch die Zeit in Groß-Einland oder in Ruths Empfinden. Wie auch immer.

    Für mich fühlte es sich an wie eine Mischung aus Alice im Wunderland und Kafkas Schloss. Insbesondere die Parallelen auf Kafka bezogen, fielen mir schon auf, bevor ich ähnliches in anderen Rezensionen las.

    Ich fand es sehr schwer greifbar, anstrengend, fühlte mich oft genervt, veräppelt, dennoch wird die Sache mit dem Loch sehr spannend beschrieben und hielt mich bei der Stange. Tatsächlich entwickelte sich dabei ein regelrechter Sog. Eine Geschichte, die man fühlen muss, anstelle ihrer zu verstehen. Einen besonderen Reiz machen für mich das Surreale auf der einen Seite, und die sachliche, naturwissenschaftliche Beschreibung des Lochproblems andererseits aus.
    In verschnörkelter Sprache liest sich dieses Werk wie eine Parabel auf gesellschaftliche Missstände, folgt dabei jedoch keinerlei Logik. Der Text verhält sich wie das Land von dem er erzählt. Er lässt sich nicht fassen, entzieht sich dem Leser immer wieder. Wirklich faszinierend.
    Es wimmelt nur so vor Metaphern. Das wurde mir hier ehrlich gesagt ein bisschen zu viel. Alles kann vieles bedeuten, ich meinte ständig irgendwo heruminterpretieren zu müssen. Das nimmt ein bisschen die unbeschwerte Lesefreude. Aber gut, derartiges war zu erwarten bei einem Roman, der für den Deutschen Buchpreis nominiert ist.
    Zutiefst beeindruckt bin ich jedoch von der schriftstellerischen Leistung der Autorin. Einen solchen Text muss man erst mal zu Papier bringen können, auch wenn die breite Masse der Leser damit nicht viel anfangen können wird.
    Tja, man kann nur versuchen, sich auf dieses Buch einzulassen. Mit Sicherheit ist es sehr speziell, auch wenn ich es keinem Genre zuordnen kann. Bestimmt ist es auch eines jener Bücher, die einem im Gedächtnis bleiben.

    War dieser Kommentar für Sie hilfreich?

    janein
  • 5 Sterne

    4 von 8 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    yellowdog, 24.08.2019

    Die österreichische Schriftstellerin Raphaela Edelbauer ist mir letztes Jahr durch ihre Lesung beim Ingeborg Bachmann-Wettbewerb aufgefallen. Sie las eine Story „Das Loch“, das im Zusammenhang mit diesem ungewöhnlichen Roman steht.
    Die Protagonistin ist die Physikerin Ruth Schwarz. Sie kommt nach dem Unfalltod ihrer Eltern in deren Heimatort Groß-Einland.
    Ruth recherchiert vor Ort über die Vergangenheit, während sie gleichzeitig auf verquere Art Teil der Gemeinschaft wird. Das mischt sich mit dem Willen zum Widerstand, denn hier gab es einmal ein schlimmes Kriegsverbrechen.

    Die Autorin lässt sich Zeit, die Geschichte zu entfalten. Man benötigt daher am Anfang etwas Geduld Aber es gibt schon von Anfang an interessante Motive, die einen dabei helfen, zum Beispiel auch das einer Fremden, die in eine geschlossene Gesellschaft eindringt. Dabei geht Ruth aufgrund ihres wissenschaftlichen Backgrounds sachlich vor. Ich bewundere so einige der präzisen Beschreibungen von Raphaela Edelbauer.

    Das Gebiet hatte viel Bergbau. Es ist ein Ort des Geschehens, dass von der Gemeinschaft kollektiv verdrängt hat. Zudem ist die Gegend im Untergrund durch viele poröse Schichten beschädigt. Es gibt schon einige treffende Metaphern, die die Autorin gekonnt einsetzt.

    War dieser Kommentar für Sie hilfreich?

    janein

Andere Kunden kauften auch

Mehr Bücher von Raphaela Edelbauer

  • Kauf auf Rechnung
  • Kostenlose Rücksendung