Das weibliche Prinzip

Roman

Meg Wolitzer

Durchschnittliche Bewertung
4Sterne
37 Kommentare
Kommentare lesen (37)

Schreiben Sie einen Kommentar zu "Das weibliche Prinzip".

Kommentar verfassen
Die schüchterne Greer Kadetsky ist noch nicht lange auf dem College, als sie der Frau begegnet, die ihr Leben für immer verändern soll: Faith Frank. Die charismatische Dreiundsechzigjährige ist eine Schlüsselfigur der Frauenbewegung,...

Ebenfalls erhältlich

  • eBook - Das weibliche Prinzip
    9.99 €
  • Buch - Das weibliche Prinzip
    24.70 €

Buch12.40 €

In den Warenkorb

lieferbar

Bestellnummer: 113428148

Auf meinen Merkzettel
Versandkostenfrei
Bestellungen mit diesem Artikel sind versandkostenfrei!
Ihre weiteren Vorteile
  • Selbstverständlich 14 Tage Widerrufsrecht
  • Per Rechnung zahlen

Das könnte Ihnen auch gefallen

Kommentare zu "Das weibliche Prinzip"

Sortiert nach:relevanteste Bewertung zuerst
Filtern nach:alle
Alle Kommentare
  • 5 Sterne

    3 von 3 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Michaela E., 17.07.2018

    Als Buch bewertet

    Greer Kadetsky – klug, ehrgeizig, eine hervorragende Schülerin – sollte eigentlich auf einem Ivy League College studieren. Doch ein Versagen ihrer Eltern hat sie schließlich an ein kleines unbedeutendes College geführt. Todunglücklich und mit ihrem Schicksal hadernd trifft sie dort die charismatische Frauenrechtlerin Faith Frank. Eine Begegnung, die ihren Weg nach dem College maßgeblich beeinflusst.

    Greers Karriere verläuft alles andere als geradlinig. Schicksalsschläge streifen sie, werfen alles über den Haufen. Aber Greer lernt auf ihre innere Stimme zu hören und geht ihren Weg. Sie wird erwachsen, bildet ihre äußere Stimme aus und versucht etwas zu bewegen. Wenn es auch nur kleine Kreise zieht.

    Meg Wollitzer erzählt uns in diesem Roman natürlich nicht nur von Greer. Wir dürfen ihre beste Freundin auf ihrem Abnabelungsprozess begleiten und erfahren, wie auch sie ihren ganz eigenen Weg finden. Wir leiden auch mit Cory, Greers Freund aus der Highschool, dessen Lebensentwurf über den Haufen geworfen wird, als sein kleiner Bruder stirbt. Und wir dürfen an Faith’s Seite einen Streifzug durch die Geschichte der Frauenbewegung machen. Die Autorin hat die feministische Bewegung spannend eingearbeitet in diesen Roman.

    Meg Wollitzer erzählt in bekannt flüssiger Manier. Sie versteht es hervorragend ihre LeserInnen zu packen und einfach mitzureißen mit ihren Geschichten. Man kann sich gut in ihre ProtagonistInnen hineinversetzen, mitleiden, mitweinen, aber auch mitlachen.

    Eine Leseempfehlung gibt es für alle Feministinnen und Feministen, die eine gute Geschichte zu schätzen wissen und sich gleichzeitig mit den Anfängen der Frauenbewegung und deren Idealen auseinandersetzen wollen!

    War dieser Kommentar für Sie hilfreich?

    janein
  • 5 Sterne

    6 von 10 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Miss.mesmerized, 17.06.2018

    Als Buch bewertet

    Greer Kadetsky hätte eigentlich auf eine der Ivy-League-Universitäten gehen sollen, aber es scheiterte am Geld, da ihre Eltern die Anträge auf ein Stipendium vermasselten. Also bleibt sie zu Hause wohnen und geht auf das Ryland College in Connecticut. Dort macht sie bei einer der typischen Partys Bekanntschaft mit Darren Tinzler, der sich gleich reihenweise den jungen Studentinnen aufdrängt und sich das nimmt, was er möchte. Die Universität versucht den Skandal zu verhindern und lässt ihn trotz zahlreicher Aussagen weiblicher Studierender davonkommen. Als kurze Zeit später die charismatische Frauenrechtlerin Faith Frank einen Vortrag hält, bittet Greer sie um einen Ratschlag, was man den tun könne, um sich in einer so offenkundig Männer-dominierten Welt durchzusetzen. Diese Begegnung wird ihr weiteres Leben bestimmen, da ihr Faith nach dem Abschluss einen Job in ihrer Organisation Loci, die sich für benachteiligte Frauen einsetzt, anbietet. Voller Enthusiasmus startet Greer in ihr neues Leben in New York. Ihr Freund, den sie schon aus Schultagen kennt, verfolgt derweil gleichermaßen seine Karriere. Was so vielversprechend beginnt, bekommt jedoch bald Risse und beide müssen sich fragen, was im Leben letztlich wirklich zählt und wie ehrlich sie gegenüber sich selbst waren.

    Einmal mehr kann Meg Wolitzer restlos überzeugen. Wieder einmal, wie auch in „The Interestings“ und „Belzhar“ wählt sie junge Figuren auf dem Weg zum Erwachsenwerden als Protagonisten. Sie passen nicht wirklich in die Welt, in der sie leben, haben große Erwartungen an ihre eigene Zukunft und dank der Talente, die ihnen in die Wiege gelegt wurden, scheint es auch so, als wenn sich diese realisieren ließen. Doch das Leben verläuft nicht geradlinig und bald schon kommen Hürden, die die Figuren erst einmal überwinden müssen.

    In ihrem aktuellen Buch dominiert neben diesem typischen coming-of-age-Thema jedoch noch ein weiterer Aspekt, der im Kontext der vergangenen Monate noch eine höhere Relevanz erhält. Auch wenn die schillernde Faith Frank eine Vorreiterin der Frauenrechte ist und sich ihr Organisation dem Kampf für die unterdrückten Geschlechtsgenossinnen widmet, auch wenn Greer schon zu Beginn belästigt wird und die Studentinnen versuchen sich gegen das ungerecht milde Urteil gegen den Täter zu wehren, ist das Buch keine feministische Kampfansage.

    Faith Greer ist nur in den Augen der jungen Mitarbeiterinnen, als deren Mentorin sie viel eher fungiert denn als Chefin, die idealistische Kämpferin. Die Realität sieht anders aus und Greer wird bald schon vor einen Gewissenskonflikt gestellt. Gleichzeitig erfährt auch die Geschichte um Greers Freund Cory eine feministische Umkehr, ist dieser bereit alle maskulinen Attribute zu opfern und sein Leben nach einem Schicksalsschlag völlig neu auszurichten.

    Meg Wolitzer beginnt ihre Geschichte im Jahr 2006, am Ende sind wir 2019 und Greer hat doch noch ihre Ideale verfolgen können und ist dabei auch überaus erfolgreich. Die Autorin wurde in ihrer Heimat von den Kritikern vielfach mit dem Vorwurf kritisiert, einem Zeitgeist hinterherzurennen und sich zu sehr von dem aktuellen politischen Geschehen der USA beeinflussen zu lassen. Dies ist mir jedoch zu einfach, denn Wolitzers Frauen kommen keineswegs als die unschuldigen Opfer daher: Faith wie auch Greer haben betrogen, andere Frauen betrogen, auf deren Rücken ihre Karrieren verfolgt und damit ziemlich genau das getan, was die Feministinnen bei den Männern kritisieren. Und die Rollenmuster werden gleichermaßen in Frage gestellt. Auch liefert das Buch keine einfachen Antworten, denn die gibt es auch 2019 noch nicht, außer vielleicht Greers Erkenntnis, dass sie ihre „Outer Voice“ benutzen muss, wenn sie in dieser Welt gehört werden will.

    Ein vielschichtiger Roman, der durchaus mehr als aktuell ist, aber sicherlich auch diese Zeit überdauern wird.

    War dieser Kommentar für Sie hilfreich?

    janein
mehr KommentareAlle Kommentare

Mehr Bücher des Autors

Weitere Empfehlungen zu „Das weibliche Prinzip “