Bösland (eBook / ePub)

Thriller

Bernhard Aichner

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4.5Sterne
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Sommer 1987. Auf dem Dachboden eines Bauernhauses wird ein Mädchen brutal ermordet. Ein dreizehnjähriger Junge schlägt sieben Mal mit einem Golfschläger auf seine Mitschülerin ein und richtet ein Blutbad an. Dreißig Jahre lang bleibt diese Geschichte im Verborgenen, bis sie plötzlich mit voller Wucht zurückkommt und alles mit sich reißt: Der Junge von damals mordet wieder …

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Kommentare zu "Bösland"

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  • 5 Sterne

    49 von 53 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    S.L., 22.09.2018

    Als eBook bewertet

    Ben, 13, hat die Apothekerstochter erschlagen! Klar, schlechte Kindheit: Vater verprügelt ihn häufig auf dem Dachboden, dem Bösland, Mutter deckt ihn, schützt ihn nicht, im Gegenteil: sie wünscht, er wäre nie geboren. Freunde hat er nicht, nur Felix Kux, der Arztsohn, steht ihm bei, besonders nach dem Selbstmord des Vaters.
    „Mörderjunge!“, rufen sie ihm nach. Fünf Jahre psychiatrische Klinik, Medikamente, zwei Jahre betreutes Wohnen folgen. Nie kommt Besuch. Anschließend zwanzig Jahre ohne Vorkommnisse, Arbeit in einem Fotolabor, welches er übernimmt. Bis ihm ein Foto unterkommt, auf dem er Felix Kux erkennt.
    Eine fürsorgliche Therapeutin versucht, mit ihm die Vergangenheit aufzuarbeiten, hilft ihm, sich zu erinnern. Deshalb fährt er in sein Heimatdorf, auch ins Bösland, findet Ungeheuerliches und besucht Kux. Der erweist sich als niederträchtig, heimtückisch und skrupellos. Eine Kette irrsinniger Ereignisse kommt in Gang.
    Bernhard Aichner hat einen packenden Thriller geschrieben. Wie viel Leid kann man ertragen, wie viel Ungerechtigkeit? Man versteht Bens Gefühle gut, besonders seine Hilflosigkeit, aber auch Hoffnung. Und stürzt mit ihm ihm in Abgründe, kann seine Verzweiflung nachvollziehen. Unerwartete Wendungen geben dem Buch Würze, es ist schwer, nicht immer weiter- und weiterzulesen.
    Spannend bis zum Schluss.

    War dieser Kommentar für Sie hilfreich?

    janein
  • 5 Sterne

    39 von 39 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Martina E., 30.09.2018

    Als Buch bewertet

    Für „Interview mit einem Mörder“ erhielt Bernhard Aichner 2017 den Friedrich-Glauser-Preis für den besten Roman. Seine Bücher „Totenfrau“ und „Max Broll“ werden verfilmt. In „Bösland“ stellt sich Ben seiner Vergangenheit.

    Im Sommer 1987 wird Bens neue Mitschülerin Mathilda auf dem Dachboden seines Elternhauses ermordet. Der 13jährige Ben wird in die Psychiatrie eingewiesen. Bens Schweigen hält so lange an, bis Psychiaterin Therese Vanek sein Vertrauen gewinnt. Dreißig Jahre später ist Ben endlich bereit, sich mit dem Grauen zu konfrontieren.

    Der Einstieg ist verstörend. Bens Schicksal berührt. Das Thema „Gewalt“ steht im Fokus des Thrillers. Eine verlorene Kindheit, ein schutzloser Junge und ein Ereignis, das alles verändert. Was ist damals geschehen? Die Frage zieht sich durch die Geschichte. Eine Psychiaterin wird zum Rettungsanker. Kurze Kapitel ermöglichen einen guten Lesefluss. Dialoge nehmen viel Raum ein. Anfangs geht es nur um die Auseinandersetzung mit einer Tat, darum Verschüttetes wieder an die Oberfläche zu bekommen und Antworten für das Unerklärliche zu finden. In therapeutischen Sitzungen wird sich der Vergangenheit angenähert. Bens Barrikaden fallen, durch einen harmlosen Auslöser. Hat der Autor zu viel Auflösung eingestreut? Der Eindruck entsteht, bis sich die Geschichte unerwartet zu einem Psychothriller entwickelt. Tempo und Spannung nehmen zu. Die Raffinesse des Plots wird deutlich. Niemand ist mehr in Sicherheit. Intrigen, Manipulation, Schachzüge, alles eskaliert an einem ungewöhnlichen Ort. Nicht jede Handlung der Hauptfigur ist nachvollziehbar. Vergeltung und Wahrheit. Die Dramatik nimmt stetig zu. Wut, Zorn, Liebe und Hoffnung, nichts ist mehr vorhersehbar. Eine überraschende Wendung folgt der anderen. Eskalationen schockieren. Eine Achterbahnfahrt, die auf einen Showdown zusteuert. Das tödliche Spiel kennt kein Ende. Autor Bernhard Aichner setzt immer noch einen drauf. Grenzen werden überschritten. Wer ist wozu fähig? Wer greift ein? Bis zum Schluss bleibt alles offen. Das Ende ist gelungen, rundet die Geschichte bis ins Letzte zufriedenstellend ab. Packend, bedrohlich, filmreif.

    Titel und Autorenname ziehen alle Blicke aufs Buch. Gelungen ist auch das Farbzusammenspiel. Mit wenigen Mitteln wird Aufmerksamkeit erregt. „Bösland“ startet mit einem rätselhaften Fall und nimmt urplötzlich immer mehr Fahrt auf. Bald jagt eine effektvolle Dramatik die nächste. Ein Pageturner, der alle Erwartungen toppt. Der Gruselfaktor, das Unglaubliche klingt noch nach. Alles wirkt sehr real. Das Wort „Bösland“ lässt sich nicht so schnell wieder vergessen.

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    janein
  • 4 Sterne

    36 von 36 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    coffee2go, 03.10.2018

    Als Buch bewertet

    Kurze Inhaltszusammenfassung:
    Ben war 13 als er mit seinem Freund und einem Mädchen im „Bösland“ die Zeit vertrieben und getrunken hat. Mathilda wird mit einem Golfschläger ermordet, Ben kann sich an nichts mehr erinnern und wird verurteilt. Nach einem langwierigen Prozess in der Psychiatrie und betreutem Wohnen, kann er wieder sein Leben meistern bis er seinen damaligen Freund nach langer Zeit wieder trifft und es die nächste Tote gibt.


    Meine Meinung zum Buch:
    Ich habe den Thriller regelrecht verschlungen. Man muss auch dazu sagen, durch die relativ kurzen, übersichtlichen Kapitel lädt er auch förmlich dazu ein. Sehr gut gefallen haben mir die Kapitelüberschriften – sie haben einerseits treffend zusammengefasst um was es im Kapitel geht und sind auch optisch ein Hingucker. Außerdem lockern Dialoge über mehrere Seiten die Situation auf. Die Spannung bleibt wirklich vom Anfang bis zum Ende aufrecht und der Schluss hält ein paar drastische Wendungen parat, die nicht unbedingt vorhersehbar sind. Außerdem hat mir der Charakter von Ben sehr gut gefallen, seine Verzweiflung war richtig gut spürbar und manchmal hätte man ihn am liebsten geschüttelt, damit er nicht wieder blindlings in die nächste Falle tappt. Für mich hätte der Thriller gerne länger und ausführlicher sein können.

    Mein Fazit:
    Die Bücher von Bernhard Aichner lese ich persönlich sehr gerne und sehr schnell und auch diesmal bin ich wieder positiv überrascht.

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    janein
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