vor 4 Monate

Kofferpacken richtig gemacht

Ich packe meinen Koffer und nehme mit… viel zu viel! Vor diesem Problem stehen die meisten, wenn’s in den Urlaub geht. Was muss unbedingt mit und was kann zuhause bleiben? Wie nutze ich den Platz, den ich habe, optimal aus, aber ohne dabei zum Beispiel das Kilo-Limit der Airlines zu überschreiten? Mit diesen Tricks und Tipps zum cleveren Kofferpacken sparen Sie Platz und Nerven:

1. Gute Vorbereitung und Planung: Nichts geht über eine Checkliste!

2. Tipps zum Platz- und Gewichtsparen: Vom eReader bis zum Vakuum-System

3. Was passt zusammen: Der Kombinationstrick

4. Was brauchen Sie griffbereit und was kommt in den Koffer: Handgepäck versus Koffer

5. Auf Nummer sicher gehen: Über kreuz und immer schön auffällig

6. Im Urlaub einkaufen: Sonnencreme ja, Windeln nein!

1. Gute Vorbereitung und Planung

Erstellen Sie schon ein paar Tage vorher eine Urlaubscheckliste: Darauf kommen alle Dinge, die Ihnen nach und nach unter der Dusche oder beim Abspülen einfallen. Notieren Sie sie, bringen Sie System rein und speichern Sie sie auf dem PC ab oder benutzen Sie eine spezielle App dafür! So müssen Sie nicht jedes Jahr von vorne beginnen, sondern können die bestehende Liste immer wieder erweitern oder auch Überflüssiges streichen. Erkundigen Sie sich auch vorab über Ihre Unterkunft: Hand- und Strandtücher oder der Föhn werden oft eh bereitgestellt, sparen Sie sich den Platz! Gibt es eventuell sogar die Möglichkeit Kleidung vor Ort zu waschen? Dann muss die Wäsche nicht für 14 Tage, sondern vielleicht nur für 7 reichen.

2. Tipps zum Platz- und Gewichtsparen

  • Schwergewicht Nummer eins im Koffer ist die Urlaubslektüre! Endlich hätte man Zeit zum Lesen, aber der Lesestoff schlägt schnell mit 1 bis 2 Kilo zu Buche. Ideal für Reisen ist daher ein eBook Reader wie der tolino, der nicht mehr wiegt wie ein einzelnes, dünnes Taschenbuch, auf dem sich aber tausende Bücher speichern lassen. Die neuen Modelle passen sich allen Lichtverhältnissen an und sind sogar wasserdicht. Der Akku hält wochenlang mit einer Ladung und über WLAN kann man auch vor Ort jederzeit Lese-Nachschub kaufen.
  • Vergessen Sie nicht, dass Ihr Handy ein Multitalent ist: Es ersetzt unter Umständen das Navi, den Foto, den Wecker, den Reiseführer oder den eBook Reader. Denn mit der entsprechenden App lassen sich Bücher und Hörbücher auch auf Smartphone oder Tablet lesen und hören.
  • Rollen statt falten: Versuchen Sie einmal Ihre Kleidungsstücke eng zusammenzurollen anstatt sie zu falten. Das spart tatsächlich Platz und Falten.
  • Alternativ können Sie die Kleidung vakuumverpacken. Dabei benutzt man Reise-Vakuumbeutel mit Zip-Verschluss aus denen die Luft herausgepresst wird. So komprimiert passen bis zu 3 Mal mehr Kleider ins Gepäck.
  • Nutzen Sie jede Lücke: Stopfen Sie alle Schuhe mit Socken, Unterwäsche etc. aus – damit ist nicht nur Platz gespart, auch die Schuhe bleiben in Form und werden nicht zerdrückt. Kommt es aufs Gewicht an, dann ziehen Sie die schwersten Schuhe an und packen die leichten ein.
  • Selten benötigt man in zwei Wochen Urlaub eine ganze große Flasche Shampoo oder Spülung: Statten Sie sich stattdessen mit kleinen Probefläschchen aus, die Sie behalten können und für den nächsten Urlaub wieder neu befüllen. Die passen dann auch gut in einen verschließbaren Zipperbeutel, sodass nichts auslaufen kann und ihre Kleidung durchweicht.

3. Was passt zusammen?

Ob Sie sommerliche oder warme Kleidung brauchen, wissen Sie selbst am besten. Aber welche Stücke wählen Sie aus? Ein Profitipp von Stylisten ist: Nehmen Sie Kleidung mit, die farblich miteinander harmoniert. Also zum Beispiel Hosen, Röcke und T-Shirts alle in den Grundfarben blau, weiß und grau. Das hat den großen Vorteil, dass Sie grundsätzlich alles miteinander kombinieren können. Alle Oberteile passen zu allen Unterteilen. Sind zu viele bunte Muster und Farb-Stile dabei, legt Sie das sehr fest bei der Outfit-Wahl und Sie können schlecht variieren.

4. Was brauchen Sie griffbereit und was kommt in den Koffer?

Fliegen Sie in den Urlaub, sollten Sie vorher gut überlegen, was ins Handgepäck gehört und was in die Koffer, die eingecheckt werden. Aber auch, wenn Sie den Autokofferraum vollpacken, muss wichtiges für unterwegs griffbereit bleiben und darf nicht in den Tiefen des Laderaums feststecken.

  • Ins Handgepäck gehören unter anderem: wichtige Dokumente, Wertgegenstände (brauchen Sie die wirklich?), Technik wie Laptop oder Kamera, Medikamente und etwas Kleidung (wenn es im Flieger kälter ist als erwartet oder es dem Nachwuchs vom Autofahren schlecht geworden ist). Wer auf Nummer Sicher gehen will, packt auch Unterwäsche, Socken und den Badeanzug ins Handgepäck, falls der Koffer mit Verspätung am Ziel ankommt.
  • Keinesfalls beim Fliegen bei sich führen dürfen Sie - neben den bekannten Flüssigkeiten (maximal 100 ml) – zum Beispiel auch Dinge wie: Marmelade (zählt ebenfalls zu Flüssigkeiten), Haarfärbemittel, Nagelfeile, Rasierklingen, mehrere Feuerzeuge oder Werkzeuge.

5. Auf Nummer sicher gehen

Jeder, dem schon mal ein Koffer auf einer Flugreise abhandengekommen ist, tut es: Über kreuz packen. Das heißt, wenn mehrere Familienmitglieder zusammen verreisen, verteilt man die Kleidungsstücke über alle Gepäckstücke. Geht dann ein Koffer verloren, hat jeder - zumindest für die ersten Tage – genügend zum Anziehen. Damit ein Gepäckstück bei Verlust schneller gefunden wird oder nicht versehentlich von jemand anderem vom Band genommen wird, sollte es gekennzeichnet sein. Dazu eignet sich ein Sicherungsgurt, ein auffälliger Aufkleber oder eben gleich ein auffälliger Koffer, der sich von der Masse abhebt.

6. Im Urlaub einkaufen

Auch am Urlaubsort gibt es Einkaufsmöglichkeiten. Packen Sie den Koffer nicht voll mit einem 14-Tage-Vorrat an Babywindeln – die gibt es auch vor Ort zu kaufen. Außer Sie wissen sicher, dass das Benötigte vor Ort um ein Vielfaches teurer ist als zuhause wie zum Beispiel Sonnencreme. Die kostet am sonnigen Reiseziel fast immer mehr als daheim. Sollten Sie zu denjenigen gehören, die auf Reisen grundsätzlich gerne shoppen, dann denken Sie daran, eine faltbare Tasche oder einen Rucksack mitzunehmen, die Sie bei der Rückreise zum Beispiel einchecken können.