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Haferdrink ist hip

Warum pflanzliche Alternativen zur Kuhmilch so beliebt sind

Lecker und gesund: pflanzliche Kuhmilch-Alternativen werden immer beliebter.

Warum pflanzliche Alternativen zur Kuhmilch so beliebt sind

Morgens einen Schluck Milch in den Kaffee, mittags einen Joghurt zum Nachtisch, zwischendurch ein Eis und abends Käse aufs Brot: Im Laufe eines Tages können so schnell viele tierische Produkte zusammenkommen. Klar, Milch und Co. schmecken gut, sind aber leider wenig tier- und klimafreundlich. Im Gegensatz zu Hafermilch! Seit einigen Jahren erfährt die beliebteste pflanzliche Alternative zur Kuhmilch einen regelrechten Boom. Wer immer mal wieder – aus gesundheitlichen oder umweltfreundlichen Gründen – den Verzehr tierischer Produkte reduzieren möchte, findet sein Glück im Getreidedrink auf Haferbasis: vegan, laktosefrei, klimaschonend. Wir zeigen, was es mit Haferdrinks auf sich hat – und klären, ob sie wirklich so gesund sind.

Trend Haferdrink

Leere Supermarktregale, wohin das Auge blickt... Das passiert nicht nur regelmäßig in den USA, sondern mittlerweile auch hierzulande: Die Hafermilch ist ausverkauft. Woher kommt der Hype? Hafermilch – oder „Oat Milk” – stammt ursprünglich aus Schweden. Bereits in den 90er-Jahren hat sich die Marke „Oatly” auf die Milchalternative auf Haferbasis spezialisiert. Ob in der Barista-Version, die sich für Cappuccino aufschäumen lässt oder als Bio-Variante – mittlerweile steht sogar die Ökobilanz auf den Milchkartons. Für die Herstellung des „Hafer-Drinks Deluxe” werden demnach 0,69 kg CO2 pro kg aufgewendet – im Gegensatz zu 2,4 kg CO2 pro kg bei Kuhmilch.

Auch die deutsche Bio-Traditionsmarke „Voelkel” ist bei der Hafermilch ganz vorne mit dabei: Seit diesem Jahr gibt es den Haferdrink aus vorwiegend heimischem Hafer auch in Glasflaschen – zur großen Freude von umweltbewussten Verbrauchern. Dank des Mehrwegpfandsystems steigt hier die Nachfrage vor allem in den sogenannten „Unverpackt”-Läden von Kunden, die wiederverwertbare Behältnisse schätzen. Die Prognose für den Hype des Haferdrinks: Tendenz deutlich steigend. Denn immer mehr Menschen möchten – wenn auch nicht ganz vegan – mit weniger tierischen Produkten auf ihrem Speiseplan leben.

Schon gewusst? Da die Europäische Union eine Verwechslung von pflanzlichen Alternativen mit Kuhmilch vermeiden möchte, ist das Wort „Milch” nur für tierische Erzeugnisse zugelassen. Deshalb darf sich der „Haferdrink” offiziell nicht „Hafermilch” nennen.

Lesetipp:

Rezept für Hafer-Bananen-Pancakes (mit 200 ml Haferdrink)

aus dem Buch "Essen gegen Arthrose" von Ernährungsmedizinerin Petra Bracht, Schmerzspezialist Roland Liebscher-Bracht und Sternekoch Johann Lafer.

Welcher Pflanzendrink ist Ihr Favorit? Einfach ausprobieren... Rechts: Genießen Sie auch Ihren Kaffee mal ohne Milch - pflanzliche Alternativen gibt es auch in Barrista-Qualität zum Aufschäumen.

Wie schmeckt Hafermilch und ist sie wirklich so gesund?

Die gute Nachricht ist: Haferdrink schmeckt richtig lecker! Im Gegensatz zum Soja- oder Mandeldrink hat sie nur wenig Eigengeschmack und ist somit auch für alle geeignet, die sich bei der Umstellung von Milch am Anfang vielleicht noch etwas schwertun. Tatsächlich gibt es leichte Unterschiede im Geschmack zwischen den verschiedenen Marken – manche schmecken süßer, manche neutraler. Durch Probieren findet man aber schnell seinen Liebling heraus. Wenn Sie darüber hinaus auf Nummer sicher gehen möchten, was Zusatzstoffe angeht, dann wählen Sie einen Haferdrink einer Bio-Marke. Sobald der Drink als biologisch deklariert ist, dürfen keine anderen Inhaltsstoffe hinzugefügt werden.

Aber ist Haferdrink gesund? Fest steht: Haferflocken an sich enthalten bereits wertvolle Ballaststoffe sowie B-Vitamine und sind somit stets eine gute Wahl im Rahmen einer gesunden Ernährung. Auch bei verschiedenen Haferdrink-Tests schnitt die Milchalternative immer gut ab. Da Haferdrink meist nur noch mit Wasser und etwas Meersalz vermengt wird, handelt es sich um ein industriell wenig verarbeitetes Lebensmittel. Manche Haferdrinks werden anschließend mit Zusatzstoffen wie Vitaminen oder Kalzium angereichert.

Tipp: Auch zum Abnehmen eignet sich die Milchalternative auf Haferbasis bestens: Mit etwa 40 Kalorien pro Glas liegt sie unter der Kuhmilch mit 65 Kalorien, hat weniger Fett und dafür umso mehr Proteine.

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Wie werden Haferdrinks hergestellt?

Bei der industriellen Herstellung von Haferdrinks werden Haferkörner mit Wasser gemischt und fein gemahlen. Für eine gewohnt cremige Milchkonsistenz wird oftmals noch Pflanzenöl hinzugegeben. Manche Hersteller fügen für den Geschmack noch Salz oder Zucker dazu.

Haferdrink ganz einfach selber machen

Ein Haferdrink lässt sich ganz einfach selbst herstellen! Damit sparen Sie sich nicht nur die Verpackung, sondern wissen auch genau, was drin steckt.

Für die Herstellung brauchen Sie lediglich Haferflocken – am besten natürlich aus Deutschland und in Bio-Qualität. Für den Haferdrink geben Sie zu ca. 80 bis 100 Gramm Haferflocken einfach noch rund einen Liter kaltes Wasser hinzu und pürieren die Mischung in einem Mixer. Ein, zwei Eiswürfel im Mixbehälter berhindern, dass sich die Masse zu sehr erwärmt und verdickt. Dann nur noch filtern, etwa mit einem Mulltuch in einem Trichter oder durch ein feines Sieb, und fertig ist der leckere Haferdrink! Wer es etwas süßer mag, kann seine selbstgemachte Hafermilch noch mit etwas Honig, Agavendicksaft oder fein gemixten Datteln verfeinern. Einfach einmal ausprobieren. Die restliche Hafermasse muss übrigens nicht entsorgt werden, sie lässt sich noch vielfältig weiterverwenden wie beispielsweise in einem leckeren Müsli, Porridge oder Kuchen.

TIPP: Wer seine selbstgemachte Hafermilch gerne aufschäumen möchte (der Hafermilch-Geschmack passt übrigens prima zu Kaffee) fügt für den perfekten Schaumgenuss einfach ein paar pürierte Mandeln oder Sojabohnen sowie 1 Teelöffel Pflanzenöl hinzu.

Pflanzendrinks haben viele Vorteile – von klimafreundlich bis vegan

Pflanzliche "Milch"-Alternativen gelten als sehr tier- und umweltfreundlich, und im Gegensatz zu Kuhmilch hat Haferdrink viele Vorteile: Laut Greenpeace Magazin braucht man für die Herstellung eines Liters Kuhmilch neun Quadratmeter Fläche Land und 628 Liter Wasser. Aber auch die Kühe selbst machen Probleme, indem sie Unmengen an klimaschädlichem Methan ausstoßen. Mit einer Umstellung auf den Haferdrink schonen wir nicht nur die Umwelt, sondern auch die Tiere: Eine Umstellung auf die Alternative aus Hafer lohnt sich darüber hinaus aus gesundheitlichen Gründen – beispielsweise bei hohen Cholesterinwerten oder einer Laktoseintoleranz. Und das alles ohne großen Verzicht auf das typische Milcherlebnis.

Weitere pflanzliche Milchalternativen

Die beliebtesten pflanzlichen Alternativen zu Kuhmilch sind Soja-, Mandel- und Reisdrinks. Doch keine schneidet so gut ab wie der Haferdrink. Die Alternative aus Soja wird oftmals nicht aus europäischen Sojabohnen hergestellt und hat für viele Menschen einen zu starken Eigengeschmack. Ein weiterer Vorteil von Haferdrink im Gegensatz zum Sojadrink ist, dass er im Kaffee nicht ausflockt.

Ein Mandeldrink ist von der Ökobilanz her immer noch besser als Kuhmilch, allerdings fördert der Verzehr die Monokultur von Mandelbäumen: Das schadet nicht nur den Bienen, sondern trägt aufgrund des hohen Wasserverbrauchs darüber hinaus zur Trockenheit in Kalifornien bei – der Region mit den meisten Mandelbäumen. Im Reisdrink kann wiederum zu viel Arsen enthalten sein. Hafermilch ist und bleibt also die beste Milchalternative für alle, die weniger tierische Produkte verzehren möchten – und das ohne große Umgewöhnung.