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Kaffeeelse, Rezension zu "Patria"

Ein raffinierter und mitreißender Roman über zwei miteinander befreundete Familien, die durch den Terror der ETA auseinandergerissen werden. Der Roman ist in verschiedenen Zeitebenen geschrieben, er springt von Kapitel zu Kapitel in die verschiedenen Jahre des Geschehens, chronologisch nicht geordnet. Und auch die in der Ich-Perspektive schildernde Person des jeweiligen Kapitels ist immer wieder eine Andere. Im Blickpunkt stehen alle Personen beider Familien, ihre Entwicklung in der Zeit und in den Geschehnissen, für die das Leben so sorgt und ihre Entwicklung durch den Terror. Es ist eine psychologisch sehr durchdachte Entwicklung der Personen zu sehen, die sich als sehr klar gezeichnete Charaktere darstellen. Und der Autor beschreibt das in einem sehr markanten Schreibstil. Oft fehlen Teile von Sätzen, wie unfertig dahingeworfene Bausteine. Aber der Klang der Sprache und die Eindringlichkeit des Geschriebenen erzeugen einen starken Sog. Man kann dieses Buch schlecht weglegen, sich diesem Grauen nicht entziehen. Die Personen gehen einem nahe, auch wenn sie teilweise recht spröde gezeichnet sind, was aber auch die Folge aus den Geschehnissen in ihrem Leben ist.

Die Handlung des Buches befasst sich mit den neun Personen der beiden befreundeten Familien, die in einem baskischen Dorf in Spanien leben. Einmal Txato, seine Frau Bittori und die beiden Kinder Xabier und Nerea. Und auf der anderen Seite Joxian, seine Frau Miren und die drei Kinder Arantxa, Joxe Mari und Gorka. Beide Familien sind von baskischer Nationalität, die erste etwas reicher, haben ein Fuhrunternehmen, die zweite etwas ärmer, sind Arbeiter. Väter wie auch Mütter sind eng miteinander befreundet, auch die Kinder haben gute Kontakte zueinander. Dies ist die Situation bis zum Erstarken der ETA, danach verändert sich die Lage allmählich. Durch Erpressungsversuche, Druck von außen, Diffamierungen, politischem Kalkül, veränderten politischen Überzeugungen verändern sich die Charaktere allmählich, bis es schließlich zum Mord an Txato kommt. Bittori und ihre Kinder verlassen schlussendlich sogar ihr Heimatdorf und ziehen ins nahe gelegene San Sebastian. Danach versuchen die Hauptpersonen mit der neuen Situation zurechtzukommen, die alten engen Freundschaften sind zerbrochen. Es vergehen Jahre, in denen seitens der Hauptpersonen versucht wird zu leben, mit ihrer Geschichte klarzukommen. Mit der Bekanntgabe des Waffenstillstandes durch die ETA verändert sich die Lage erneut. Bittori versucht Licht in die Geschehnisse von damals zu bringen.

Die Personen des Romans sind fein gewebte Charaktere, die in einem Land leben, in dem politische Strukturen mehr und mehr Einfluss auf das Leben dieser Personen nehmen. Man erlebt wie dieser Fanatismus das Leben dieser Charaktere nach und nach vergiftet/zerstört. Der Leser durchlebt dieses Drama mit den Hauptpersonen und sie tun einem leid, man empfindet schließlich eine ganze Bandbreite an Gefühlen für die jeweiligen Charaktere. Dieses Buch/seine Charaktere haben mich extrem berührt, der Autor schafft es bei mir eine sehr reale Welt zu zeichnen, mit allem was Menschen so ausmacht. Ein großartiger Roman von einem großartigen Schriftsteller.

Dieses Buch ist eine Hommage an das Leben und zeigt anschaulich was Nationalismus eigentlich ist und wie zersetzend/zerstörend er wirkt. Gerade in heutigen Zeiten ein sehr zu empfehlendes Buch !!!

Ein Buch das sehr bald ein Preisgekröntes sein wird !!! Chapeau !!!

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Sagota, Rezension zu "Evas Erbe"

"Evas Erbe" von Hans W. Cramer erschien 2018 im Gmeiner-Verlag, München und ist in der Verlagsreihe "Spannung" an gezielt der richtigen Stelle!

"Evas Erbe" ist bereits der 3. Thriller (bzw. Kriminalroman mit Thrillerelementen, finde ich, doch überaus spannenden!) dieses mir bisher noch unbekannten Autors, der durchaus Lust auf die beiden Vorgänger macht!

Inhalt:

Dr. Michael Beyer, seines Zeichens Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, soll in einem Nachlassgericht erscheinen, da ihm eine 83jährige Patientin, die er im Laufe der Jahre etwas besser kennenlernte, eine Erbschaft hinterließ: Gemeinsam mit der einzigen Verwandten der alten Dame, ihrer Enkelin Eva Maybaum, bildet er eine "Erbengemeinschaft", ohne dass sich die Erbenden zuvor kannten: Während Eva das Haus und allen Besitz der Großmutter Margit Hook erbt, erhält Dr. Beyer alles Bewegliche auf dem Dachboden des Hauses - sowie einen Brief, den die beiden ohne Anwesenheit Dritter öffnen sollen: In diesem Brief findet sich Rätsel über Rätsel und beide beschließen, den Spuren Margit Hooks zu folgen, die Zusammenhänge zwischen einem Banküberfall 1970 und dem Tode von Evas Vater 1985 herstellen... Doch je mehr beide recherchieren - und sich dabei kennenlernen und merken, dass sie sich anfangen, sehr zu mögen, desto gefährlicher werden die Nachforschungen, da es einen Gegenspieler gibt, der skrupellloses Verhalten zeigt und keine Gnade kennt....

Meine Meinung:

Hans W. Cramer versteht es sehr gut, Spannung aufzubauen und diese während des ganzen Thrillers (für mich eher ein sehr spannender Krimi) zu halten. Zudem stellt er nach und nach Zusammenhänge her und Überlegungen, die den Leser miträtseln lassen: Wovor hatte Margit Hook so große Angst? Welche Spuren legte die rätselbegeisterte nette alte Dame für Beyer und Enkelin Eva, die ein Bild erkennen ließen?

Meisterhaft sind verschiedene Erzählstränge, die aus dem Jahre des Banküberfalls 1970 stammen, aus der Zeit Mitte der 80er Jahre und dem Jahr 2011, als Eva und Michael Beyer gemeinsam zu enträtseln suchen, was hinter den Spuren Margit Hooks stecken mag, um die die "ungeheure alte Sache, die nach dem Willen der Großmutter zu einem guten Ende gebracht werden sollte" - aufdecken zu können. Beide begeben sich auf ihrer Suche in Lebensgefahr. Gegen Ende dieses flüssig und durch gute Figurenzeichnung geprägten Krimis zu lesenden Buches wird man noch nach Lefkas entführt, wo der showdown dann stattfindet: Hier gefiel mir die Exkursion in die interessante Inselgeschichte der Ionischen Insel sehr, da auch ich einige griechische Inseln kenne und wie auch der Autor mich als Griechenlandfan oute.

Eine stimmige Handlung, ein guter Plot und unvorhersehbare Wendungen tragen gemeinsam mit den sympathischen und auch mutigen Protagonisten, die hier auch ins Leben des anderen "stolpern" und eine schöne Liebesgeschichte involviert ist, dazu bei, dass ich von "Evas Erbe" sehr begeistert war und spannende Lesestunden hatte.

Fazit:

Eine rätselhafte Spurensuche mit zwei sehr sympathischen Charakteren und ein spannender Kriminalroman mit Thrillerelementen, der sich durch gute Figurenzeichnung, einer durchdachten Handlung, deren Fäden aus 1970, 1985 und 2011 mehr und mehr zusammenlaufen, auszeichnet. Einen soliden und dennoch überraschenden showdown; einen stimmigen Plot und eine lesenswerte Krimireise voller Rätsel zu den Spuren der Vergangenheit bewerte ich sehr gerne mit einer Leseempfehlung mit 5* und 95° auf der "Krimi-Couch"!

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Elisabeth W., Rezension zu "Die Perfekten"

Dieses Buch ist erst meine dritte Dystopie, die ich gelesen habe, aber definitiv die beste. Es ist unglaublich interessant in diese Welt einzutauchen, bei der die Gesellschaft in Nummern aufgeteilt wird und über der die Gesegneten stehen, allen voran ein Königspaar, die als perfekt gelten. So perfekt ist diese Welt allerdings nicht, denn die übrigen Menschen, gerade die Zweier und Dreier, leiden unter der Herrschaft. Unter ihnen leben viele Rebellen, die so genannten Spines, die mit allen Mitteln versuchen ihre Ansichten durchzusetzen und die Gesegneten zu zerstören. Rain ist der Hauptcharakter in diesem Buch und sie ist ein so genannter Ghost, der weder zu den Gesegneten noch zu den übrigen Menschen gehört, da sie keine Nummer besitzt. Diese Ghosts werden gefürchtet, da sie angeblich Krankheiten verbreiten. Daher lebt sie mit ihrer Mutter Storm mehr im Verborgenen und freundet sich mit niemanden an, bis Lark und seine Schwester Rose in ihrem Leben auftauchen und auf einmal wird ihr ganzes Leben auf den Kopf gestellt. Plötzlich wird sie vom Ghost zur Hoffnung der Menschen. Doch überall lauern Gefahren und wem kann Rain überhaupt trauen? Diese Geschichte fesselt einen von der ersten Sekunde an. Die Welt ist unglaublich gut beschrieben und man spürt die Unterschiede, die Vorurteile der Menschen, den Hass der Spines auf die Gesegneten und die Ängste, die jeder von ihnen hat. Außerdem zeigt Caroline Brinkmann wunderbar an, wie beeinflussbar die Menschen sind, gerade wenn sie verzweifelt sind oder Angst haben, besonders wenn sie sich auch um geliebte Menschen sorgen. Zudem sieht man, was Hass für gefährliche Auswirkungen haben kann. Im Gegensatz dazu wird aber auch verdeutlicht, wie wichtig Freundschaft und Liebe ist, gerade wenn einer nicht als perfekt gilt. Die Charaktere, die hier vorkommen, sind unglaublich vielseitig. Allen voran Rain, die in der Geschichte verschiedene Wandlung durchmachen muss. Sie ist eine starke Persönlichkeit und glaubt stets an die Menschen, die sie liebt. Sie ist sehr treu und loyal. Ich finde sie als Hauptprotagonistin perfekt, denn auch wenn sie stark ist, zeigt sie dennoch ihre Ängste, ihre Zweifel, was sie sehr menschlich macht. Außerdem hat sie ihren eigenen Kopf und bewertet die Menschen nicht nach ihrem Status, sondern nach ihrem Charakter, was in diesem Buch sehr erfrischend ist. Die weiteren Charaktere, wie Lark, Rose oder auch Morpheus, ergänzen das Buch gut. Jeder hat seine eigene Art und nicht jeder ist so, wie es auf den ersten Blick scheint. Sie alle wachsen einen ans Herz, selbst die anstrengende Daphne, die eigentlich nur geliebt werden möchte. Mein absolutes Highlight ist aber die Fuchsmanguste Cassiopaio, kurz Pi. Das kleine Tierchen ist so unglaublich erheiternd, gerade wenn es mal wieder beleidigt ist. Alles in allem gefällt mir der erste Teil der Dystopie sehr gut und ich kann es kaum erwarten bis der zweite und somit letzte Teil erscheint. Immerhin will ich unbedingt wissen, ob Rain ihrer Aufgabe gewachsen ist und die Hoffnungen aller erfüllen kann.

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