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Unsere Gewinner-Kommentare im Oktober

1. Preis:

LeLo2, Rezension zu "Vergesst unsere Namen nicht"

"Vergesst unsere Namen nicht" von dem norwegischen Autor Simon Stranger ist ein intensiver, aufwühlender und nachdenklich stimmender Roman. Ein wichtiges und wertvolles Buch, das glücklicherweise nun auch auf Deutsch erschienen ist. Ich bin sehr froh, dass ich "Vergesst unsere Namen nicht" lesen durfte, da es ein besonderes und außergewöhnliches Werk ist, das bei mir noch lange nachhallen wird.

Eine Besonderheit des Romans besteht darin, dass der Autor Simon Stranger die Inspiration für sein Werk in der eigenen Familiengeschichte gefunden hat. In umfangreichen Recherchen hat er versucht Quellen zu finden und historische Ereignisse möglichst genau zu beschreiben. Die Qualität und Intensität dieser Recherchen werden in "Vergesst unsere Namen nicht" sehr deutlich. Neben fiktiven Erzählungen gibt es auch immer wieder Passagen, die historische Ereignisse sehr detailliert aufgreifen, so dass ich noch einige Details erfahren habe, die mir bisher nicht bekannt waren.

Eine weitere Besonderheit des Romans besteht darin, dass die Kapitel mit Buchstaben des Alphabets eingeteilt werden und dann Begriffe zu den jeweiligen Buchstaben aufgreifen. Für jeden Buchstaben des Alphabets gibt es ein Kapitel. In dem jeweiligen Kapitel wird dann mit Einschüben, z. B. "C wie...", der Text gegliedert, nach jedem dieser Einschübe wechselt sich die Perspektive oder die handelnden Personen. Das gefällt mir ausgesprochen gut und habe ich so auch noch bei keinem Werk erlebt.

Der Schreibstil hat mich von Anfang an gefesselt und es schwer gemacht das Buch wegzulegen. Es gefällt mir gut, dass aus drei Perspektiven geschrieben wird ("Du", "Ich", "Er"). Dadurch werden die verschiedenen handelnden Personen und die verschiedenen Zeitebenen voneinander klar abgegrenzt und es ist jeweils deutlich, welcher Handlungsstrang gerade fortgeführt wird. Zudem wird sehr eindringlich, bildhaft und bewegend geschrieben. Ich hatte gleich ein klares Bild der handelnden Personen und der Orte und war emotional von Anfang an von der Handlung ergriffen. Simon Stranger schreibt nicht reißerisch oder übertrieben, trifft jedoch trotzdem direkt ins Herz.

Mich haben einige Passagen sehr aufgewühlt. Insbesondere der folgende Dialog:

"Warum wurde er ermordet, Papa? "Weil er Jude war. " "Ja, aber warum?"

In diesem kurzen Gespräch wird so gut die Sinnlosigkeit der damaligen Propaganda und der damit verbundenen Gräueltaten deutlich. Ich kann nur schwer bis gar nicht nachvollziehen, wie es mit dem Nationalsozialismus so weit kommen konnte. Da ist es für mich besonders interessant zu sehen, wie der Autor versucht, Henry Oliver Rinnan - wohl einer der extremsten Nationalsozialisten Norwegens - als Person und dessen Entwicklung aufzuarbeiten. Als Gegenbild stellt der Autor Julius Paltiel vor, ein Vorfahr der trotz Konzentrationslager und Todesmarsch vollkommen in sich ruht, keinen Hass schürt.

Die Frage "Wie kann es sein, dass jemand stärker wird durch diesen Widerstand, durch all das Böse, das ihm zustößt, während andere sich beugen, zerbrechen, verkrüppeln, zerstört werden, eine dunkle Seele bekommen?" hat noch eine Weile bei mir nachgehallt. Dieser Roman lässt wirklich tief in menschliche Abgründe schauen, wühlt auf, bewegt und berührt.

Dennoch möchte Simon Stranger mit seinem Roman nicht anklagen oder verurteilen. "Lass diesen Roman lieber eine Aufforderung sein, nach vorn zu sehen. Lass ihn lieber eine Möglichkeit zur Versöhnung sein und für Vergebung."

"Vergesst unsere Namen nicht" ist ein großes, wertvolles Werk, das sich zu lesen lohnt. Es ist passagenweise nichts für schwache Nerven und keine reine Unterhaltungslektüre, jedoch traurige Realität mit der man sich dennoch auseinander setzen sollte und die den Leser auch mit einem Hoffnungsschimmern zurück lässt.

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2.-4. Preis:

Lese-katze92, Rezension zu "Die fantastischen Abenteuer der Christmas Company"

Freda ist ein Kind wie jedes andere. Sie spielt lieber Computer als Hausaufgaben zu machen und widmet sich auch sonst nur widerwillig ihren Verpflichtungen im Haushalt. Als sie eines Tages, statt über ihren Hausaufgaben wieder am Computer sitzt, klingelt mehrfach das Telefon. Genervt durch die Hartnäckigkeit des Anrufers nimmt sie das Gespräch kurzerhand entgegen und staunt nicht schlecht, als der Gesprächspartner Mr. Livingstone sprechen möchte. Denn Mr. Livingstone ist ihr Kater, der kurz zuvor noch lautend um Aufmerksamkeit und Futter gebettelt hat. Verwirrt muss Freda jetzt nicht nur feststellen, dass ihr Kater sprechen kann, sie findet sich zugleich auch gemeinsam mit ihm am Nordpol wieder. Als wäre dies nicht schon überraschend genug, lernt sie zugleich auch noch die Christmas Company, das moderne Großunternehmen des Weihnachtsmannes kennen. Freda traut ihren Augen nicht, als sie Weihnachtsmänner, Kobolde und Engel in allen verschiedenen Formen und Stilrichtungen sieht. Doch der ganze weihnachtliche Zauber ist in Gefahr und Millionen Kinder drohen ohne Geschenke auszugehen, denn anonyme Computerhacker haben das Betriebssystem der Christmas Company gehackt und auch unheimliche Wintergeister stellen eine Bedrohung dar. Auf Beschluss des Weihnachtsmannes begeben sich Freda und Mr. Livingstone gemeinsam mit Kobold Jonker und dem patzigen Engel Serafin auf eine gefährliche und abenteuerliche Mission: Sie müssen Weihnachten retten und den Unholden, welche die Christmas Company ruinieren wollen, das Handwerk legen. Wird es am Ende doch noch ein schönes Weihnachtsfest geben?

Mit viel Humor, Spannung und einer Menge Liebe zum Detail entführt Corinna Gieseler in ihrem Werk "Die fantastischen Abenteuer der Christmas Company" auf eine abenteuerliche Reise in die Welt des Winters und der Weihnachtszeit. Hierbei beschwört sie nicht nur alte Bekannte, wie den Weihnachtsmann und seine Kobolde herauf, auch vielen unbekannte Weihnachts- und Winterfiguren sowie deren Brauchtümer finden im Laufe der Handlung immer wieder kleine Auftritte. Viele von ihnen kannte ich entweder gar nicht oder nur äußerst gering, weshalb mich die zusätzlich eingestreuten Informationen im Handlungsverlauf zusätzlich an die Geschichte fesseln konnten. Der detaillierte Schreibstil und die dennoch kindgerechte Sprache machen dieses Buch zu einem tollen Leseerlebnis für Jung und Alt. Auch die äußere Gestaltung wirkt nicht nur sehr hochwertig sondern durch die dezenten Effekte auf dem Buchcover zugleich sehr edel. Zusätzlich ist zur Covergestaltung noch anzumerken, dass sie durch ihre farbliche Gestaltung in ihrer Gesamtheit ein absolutes Schmuckstück ist. Das rund 286 Seiten starke Buch wurde in 22 weihnachtliche Kapitel aufgeteilt und somit sehr übersichtlich gestaltet. Es eignet sich zudem auch hervorragend zum Vorlesen während der Adventszeit. Im Anschluss an die Geschichte kann an zudem auch noch zahlreiche Weihnachtsfiguren und Weihnachtsbräuche nachschlagen, welche in kleinen Abschnitten unterteilt sind, was zusätzlich die lästige Suche im Internet erspart. Insgesamt haben mir "Die fantastischen Abenteuer der Christmas Company" ausgesprochen gut gefallen, weshalb ich sie nur empfehlen kann.

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Petra L., Rezension zu "Der Sprung"

Der Sprung von Simone Lappert beginnt ganz ungewöhnlich mit dem Ende zuerst. Im ersten Kapitel erlebt man den Sprung einer Frau von einem Hausdach. Eigentlich springt sie nicht, sondern sie läuft einfach über den Rand, so als würde sie in die Luft spazieren. Und während sie fällt , gehen ihr nochmal in rasender Geschwindigkeit alle möglichen Gedanken durch den Kopf, sie erlebt den Sprung mit allen Sinnen, ganz bewusst und wir Leser mit ihr.

Und dann fängt eigentlich erst die wahre Geschichte an. In kurzen Kapiteln kommen immer abwechselnd zehn Personen zu Wort, die in irgendeiner Form von diesem Ereignis betroffen sind. Da wäre unter anderem der Polizist Felix, der ausgerechnet an diesem Tag Dienst hat , als der Notruf einer Anwohnerin hereinkommt, die berichtet, dass eine lebensmüde Frau gerade dabei ist, sich von einem Dach zu stürzen. Oder das Ehepaar, das einen kleinen Lebensmittelladen hat, der schon lange nicht mehr gut läuft, was besonders dem Mann schwer zu schaffen macht und deren Laden nun von Massen von Schaulustigen gestürmt wird, die sich vor dem Haus mit der Lebensmüden auf dem Dach versammelt haben, um mit ihren Handys Bilder zu schießen oder Videos aufzunehmen, um sie auf irgendwelche Internetplattformen hochzuladen. Oder der Freund der Frau, der als einziger nicht daran glaubt, dass seine Freundin wirklich so verzweifelt ist, dass sie ihr Leben beenden möchte.

Einen ganzen Tag und eine Nacht zieht es sich hin, und sogar das Fernsehen und die Presse tauchen vor dem Haus auf und berichten über die "Irre", die auf einem Dach steht, sich die Haare rauft und dabei wütend Dachziegel in die Menge wirft. Vorm Haus die Zuschauer, die das anscheinend auch noch genießen, dass ihnen so ein spannendes Schauspiel geboten wird.

Und während nun abwechselnd diese zehn Personen, die direkt oder indirekt mit der Frau auf dem Dach zu tun haben , zu Wort kommen, man sie mit jedem Kapitel etwas näher kennenlernt, kommen auch Stück für Stück deren eigene Sorgen und Probleme, oder Lasten aus der Vergangenheit ans Tageslicht , nach und nach erfährt man nun auch, was denn die Frau überhaupt aufs Dach getrieben hat.

Ich habe eine Weile gebraucht, bis ich richtig in die Geschichte eingetaucht bin, denn anfangs dachte ich noch, das ist einfach nur ein Buch mit lauter Kurzgeschichten und dass hier zehn Menschen einfach ihre Version zum Suizid einer Frau erzählen . Doch bereits nach den ersten paar Kapiteln war ich dann gefesselt, denn Simone Lappert erzählt so emotional und einfühlsam und in so eindringlicher und manchmal schon fast poetischer Sprache , wie sich die Lebenswege verschiedener Menschen zufällig und schicksalhaft miteinander verbinden, oder manchmal auch einfach nur kurz kreuzen. Man kann einfach nicht aufhören zu lesen, bis man erfahren hat, wie es mit jedem dieser Menschen weitergeht. Ob sich ihr Schicksal nach diesem Tag zum Guten wendet, ob sie ihr jetziges Leben nochmal überdenken, oder ob es sogar ein sehr trauriger Tag sein wird, für keinen dieser Betroffenen wird das Leben nach dem Sprung noch so sein, wie es vorher war.

Ein wunderbares Buch, das ich auf jeden Fall weiterempfehlen würde.

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Silke T., Rezension zu "Bis ihr sie findet"

Der Sommer, in dem Aurora verschwand

Sommer 1983, es ist heiß in Südengland, als die kleine Clique Jugendlicher beschließt, im Wald zu campen. Dieses Mal ist auch die vierzehnjährige Aurora mit dabei, sehr zum Leidwesen ihrer großen Schwester Topaz. Doch Aurora kann es kaum fassen, zu dieser In-Clique der Schule zu gehören, denn sie alle sind jung, schön und wild und werden an der Schule bewundert. Als die Jugendlichen am nächsten Morgen nach nächtlichen Alkohol und Drogenexzessen erwachen, fehlt von Aurora jede Spur. Bis heute. Denn bei einem Spiel im Wald wird das Skelett eines Menschen entdeckt. Chief Inspector Jonah Sheens hat nur einen Gedanken: endlich haben sie Aurora gefunden. Aurora, die verschwand, als er gerade bei der Polizei angefangen hatte. Das Mädchen und dessen Schicksal er bis heute nicht vergessen konnte. Fast dreißig Jahre später gilt es nun herauszufinden, was damals wirklich geschah. Meine Meinung Immer wieder aufs Neue faszinieren mich solche Geschichte, deren Geheimnisse in weiter Vergangenheit liegen und so war ich schon sehr neugierig auf “Bis ihr sie findet”. Das Cover wirkt düster und machte schon die erste Gänsehaut, passt aber hier auch sehr gut zu der Geschichte. Schon der Einstieg gelingt des sehr fesselnden und auch atmosphärischen Schreibstils der Autorin. Mit vielen Rückblicken, zum Teil aus Auroras Sicht, und ständigen Perspektiv-wechseln wird der Leser hier immer mehr in die Geschichte gezogen. Diese Geschichte ist absolut spannend, denn hier scheint es einfach möglich, dass jeder etwas mit dem Geschehen im Jahr 1983 zu tun hatte. Dass es auch so viele Jahre nach dem Verschwinden des Mädchens gar nicht so leicht ist, neue Ermittlungen aufleben zu lassen, macht die Geschichte noch ein wenig interessanter. Auch der Aspekt, dass der heutige Chief Inspector damals ein junger Mann war, der das verschwundene Mädchen persönlich kannte, bringt noch etwas besonderes. Dieses Buch bleibt über weite Strecken eher ruhig und das Tempo steigert sich nur sehr langsam. Erst zum Ende hin gibt es einen regelrechten Showdown, bei dem die Autorin die Spannungsschraube anzieht. Doch genau dieses ruhige Tempo macht die Geschichte intensiver. Man kommt den Personen deutlich näher und wird zu einem Beobachter, der nach und nach so ziemlich an jedem der Charaktere zweifelt. Hier ist definitiv alles möglich und jede/jeder hat etwas, dass sie oder ihn verdächtig macht. Also auch Thrillerleser, die wenig wert auf bluttriefende Seiten legen, bekommen hier einen sehr atmosphärischen Thriller. Im Vordergrund der Geschichte steht unter anderem der Chief Inspector Jonah Sheens, der schon damals bei den Ermittlungen nach Auroras Verschwinden dabei war. Aber die Clique der damals Jugendlichen, die auch heute noch untereinander Kontakt halten, spielen entscheidene Rollen. Als Leser beobachtet man die unterschiedlichsten Persönlichkeiten, stellt bei jedem davon Theorien auf und so wirklich kommt man nicht dahinter, was damals mit Aurora geschehen ist. Die Charaktere sind auf jeden Fall äußerst facettenreich beschrieben und bekommen auch dementsprechend viel Tiefe. Mein Fazit Ein sehr unaufgeregter Thriller, der mit seiner besonderen Atmosphäre und den wirklich gelungen gezeichneten Charakteren ein wahrer Pageturner wird. Man fiebert mit, man rätselt mit und immer wieder bekommt man neue Aspekte zum damaligen Geschehen geliefert, die neue Rätsel aufkommen lassen. Dieses Buch hat mir spannende Lesestunden beschert, bei dem mir das Schicksal der jungen Aurora sehr zu Herzen ging. Absolut lesenswert.

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