Sortiert nach:relevanteste Bewertung zuerst
Filtern nach:alle
Alle Kommentare
  • 5 Sterne

    25 von 38 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Ute B., 15.08.2019

    Als Buch bewertet

    Dieser neue Harry Hole Krimi ist der Wahnsinn! Von den bisher erschienenen 12 Teilen, ist dies mit Abstand der Beste. Ich habe das Hörbuch in einem durchgehört und sogar meinen Schlaf geopfert, da ich nicht unterbrechen konnte.
    Harry wurde von seiner großen Liebe Rakel vor die Tür gesetzt und ist wieder zum exzessiven Trinker geworden. Harry arbeitet wieder als Ermittler und versucht einen Serienvergewaltiger und Mörder, den er bereits einmal hinter Gitter gebracht hat, erneut zu verhaften und einer Verurteilung zuzuführen. Dann kommt es zu einer persönlichen Tragödie und Harry muss alles tun um selbst über Wasser zu bleiben.
    Es ist ein wahnsinnig spannendes Buch und es hält die Spannung durchgehend bis zum Ende. Das Hörbuch hat eigentlich 8 Sterne verdient.

    War dieser Kommentar für Sie hilfreich?

    janein
  • 5 Sterne

    15 von 26 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Julia W., 27.08.2019

    Als Buch bewertet

    „Denn Glück ist etwas anderes als Zufriedenheit. Glück ist unnatürlich.“
    Dieses Zitat fasst das Leben von Harry Hole sehr gut zusammen. Seine Frau Rakel, die Liebe seines Lebens, hat ihn vor die Tür gesetzt. Um den Schmerz zu vergessen, fängt er wieder an zu trinken. Auch in der Arbeit darf er sich nur noch um bereits abgeschlossene Fälle kümmern.
    Doch dann wendet sich das Blatt und sein Leben beginnt sich zu einem noch größeren Albtraum zu entwickeln, aus dem es kein Erwachen gibt.

    Seit Jahren schon bin ich ein begeisterter Leser von den Büchern von Jo Nesbo. Deswegen habe diesem auch entgegengefiebert.
    Harry Hole ist in einer schlechten Verfassung und Jo Nesbo beschreibt ihn so gut, dass man direkt ein Bild vor Augen hat.
    In seinen Ermittlungen gibt es sehr viele Variablen und noch mehr Verdächtige. Doch wer hatte wirklich ein Motiv für den Mord?
    Die Beweggründe für den immer schlimmer werdenden Strudel um Harry Hole sind absolut nachvollziehbar, auch wenn natürlich seine Maßnahmen zur Verdrängung mehr als nur fragwürdig sind.

    Bis zum Ende ist das Buch wirklich spannend. Sicher sind ein oder zwei kleine Stellen dabei, die sich etwas ziehen, aber nichts was wirklich störend ist. Hauptsächlich betrifft das die Passagen aus der Vergangenheit, die aber durchaus wichtig für die Handlung sind.
    Ich kann das Buch wirklich jedem empfehlen.

    War dieser Kommentar für Sie hilfreich?

    janein
  • 5 Sterne

    9 von 16 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    sbbsnl, 27.08.2019

    Als eBook bewertet

    Schwere Zeiten für Harry Hole und mich…!

    Inhalt:
    Harry Hole ist zurück und mit ihm schwere Schicksalsschläge, die ihn in einen Strudel aus Selbstzerstörung und Hass ziehen. Er macht sich auf seine Suche nach einem brutalen Mörder und Vergewaltiger, den er, aus persönlichen Motiven, jagt wie niemals einen Mörder zuvor.

    Autor:
    Jo Nesbo wurde 1960 in Oslo geboren und ist ein norwegischer Musiker und Autor. Bekannt und erfolgreich ist er vorwiegend durch der mehrfach als Serie oder Film ausgezeichneten Reihe um Kommissar Harry Hole.

    Schreibstil & Spannung:
    Nesbo ist ein fantastischer Erzähler und schreibt immer so, dass ich die Bücher schlecht aus der Hand legen kann. In der Reihe um Harry Hole führt er uns bereits in 12 Bänden durch das Leben des Kommissars und dies stets mit vielen Höhen und Tiefen, die er ebenso detailliert und spannend erzählt, wie die den Fall, mit dem sich Hole nun beschäftigen muss. Immer ein wenig süffisant, mit Ironie und einem Blick für die Zeiten in den das jeweilige Buch spielt. Nesbo schreibt fließend, aber nicht einfach, man hat schon auch oft Stoff zum Nachdenken und genau das macht den Stil von Nesbo so gut. Spannend und immer wieder mit neuen Wendungen, aus verschiedenen Perspektiven erzählt. Das macht es stets interessant und mitreißend für den Leser.

    Fazit:
    Lange habe ich mich auf den neuen „Harry Hole“ gefreut und wirklich sehr sehnsüchtig gewartet. Ich habe erst spät zu Nesbo „gefunden“, bin aber jetzt wirklich schon länger ein Fan seines Schreibstils und auch von der Geschichte um den legendären Harry Hole und die Menschen, die ihn umgeben. Umso schwieriger ist es, dieses Buch zu bewerten. Gleich vorweg, es ist im Verhältnis zu anderen Büchern dieses Genres, wie gewohnt klasse, brillant geschrieben und wie immer taucht man komplett ab und ein in die Welt des Harry Hole.
    Aber diese Welt ist so unerwartet düster, traurig, brutal und selbstzerstörerisch, puh, da muss man das Buch doch zwischendurch mal aus der Hand legen. Harry Hole war immer schon ein schwieriger Typ, Problem behaftet, ein Säufer und grimmiger Mensch, der immer wieder fiese Menschen um sich schart und anzieht. Das mag man auch irgendwie, aber jetzt kommt es wirklich alles sehr gebündelt.
    Das Buch ist spannend, toll geschrieben, ein bisschen sehr brutal, wenn es um die Sicht eines Mörders und Vergewaltigers geht. Ganz langsam wird aufgedröselt, worum es überhaupt geht und was, warum passieren musste. Auf die Geschichte kann man schlecht eingehen, weil ich nichts vorweg nehmen möchte.
    Aber es ist schon ein Buch, das auch mich als Leserin etwas runterzieht. Kein Wunder wenn man auch gerne mal brutale Thriller liest, könnte man einwenden, aber man möchte Hole wirklich ständig schütteln, ihm gut zureden und ihm ein wenig das immer noch Schöne im Leben zeigen und ihn heraus holen aus dem Sog der Verzweiflung, des Hasses und der Wut. Man ist dankbar für die Weggefährten und Kollegen, die ihm wohl gesonnen sind und hofft mit ihnen auf einen guten Weg für Hole aus dem Elend dieser Welt.
    Aber genau das macht das Buch ja auch wieder so gut, dass man komplett in der Geschichte aufgeht und in diese andere, schlimme Welt abtaucht.

    Ich mag auch dieses 12. Buch und kann es nur empfehlen, alle die Harry Hole mögen, werden auch diesen Band lesen wollen, einfach auch weil man wissen möchte, wie es weitergeht! Außerdem finde ich, einem Autor muss auch zugestanden werden, mal ein etwas anderes Buch schreiben zu dürfen.
    Ich fand „Durst“ zum Beispiel besser, aber da hätte ich wohl 8 Sterne gegeben, falls das möglich gewesen wäre, deshalb gebe ich hier "trotzdem" gerne 5 Sterne…

    War dieser Kommentar für Sie hilfreich?

    janein
  • 4 Sterne

    8 von 15 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    buchleserin, 30.08.2019

    Als Buch bewertet

    „Messer“ ist Band 12 der Harry-Hole-Krimi-Reihe.
    Harry Hole trinkt wieder. Seine Frau Rakel hat ihn rausgeworfen. Bei der Polizei arbeitet Harry z.Zt. als einfacher Ermittler. Ein neuer und auch alter Fall: Svein Finne genannt „der Verlobte“, ein brutaler Vergewaltiger, ist aus dem Gefängnis raus und treibt wieder sein Unwesen. Harry folgt seiner Spur. Doch es wird noch so richtig schlimm für Harry, als er eines Morgens aus dem Suff aufwacht, seine Kleidung blutbeschmiert ist und er selbst keine Erinnerung hat an die letzte Nacht.
    Dieser Band der Reihe ist sehr emotional und das weitere Geschehen wird sehr hart für Harry. Der Anfang dieses Krimis konnte mich noch fesseln, danach wurde es irgendwie etwas langatmig und zäh zu lesen. Diesmal dauerte es etwas länger, bis mich diese Story so richtig packen konnte. Vielleicht war ich auch zu überrascht von dem Mordopfer. Doch irgendwann war ich so gefesselt von dem Ganzen, habe alle möglichen Leute verdächtigt und war am Ende ziemlich verblüfft über die Auflösung. Jo Nesbo versteht es wirklich gut, falsche Fährten zu legen. Dieser Krimi ist voller unerwarteter Wendungen. Ich mag diesen Harry Hole sehr gerne als Ermittler, obwohl er inzwischen ein ziemlich kaputter Typ ist und ein großes Alkoholproblem hat.
    Für Harry-Hole-Fans eine klare Leseempfehlung.

    War dieser Kommentar für Sie hilfreich?

    janein
  • 5 Sterne

    Laberladen Blog, 17.09.2019

    Als Buch bewertet

    Harry Hole und das Messer

    Darum geht's:

    Der Alkohol hat Harry Hole wieder im Griff. Seine Frau Rakel hat ihn vor die Tür gesetzt und bei der Kripo ist er nur noch für untergeordnete Arbeiten eingestellt, die er auch im Suff erledigen kann. Kein Wunder, dass er mit einem gewaltigen Filmriss aufwacht. Die blutverschmierte Kleidung kann er sich auch nicht erklären und als Harry sich daran macht, seinen letzten Abend zu rekonstruieren, kann er nicht fassen, was sich ihm nach und nach offenbart.

    So fand ich's:

    Harry redet sich ein zu träumen, denn er ist sich sicher, sein Leben nicht weiter ertragen zu können, sobald er aufwacht. Trotzdem ist sein ermittlerisches Geschick und seine Spürnase nach wie vor brillant und da er offiziell nicht ermitteln darf, macht er sich mehr oder weniger privat daran, den Spuren nachzugehen. Seine privaten Kontakte und die Freunde, die er bei der Polizei hat, unterstützen ihn dabei, doch der Einzelgänger Harry ist die meiste Zeit über alleine zugange und versucht zu ergründen, was während seines Blackouts passiert ist.

    Sein Erzfeind Svein Finne ist wieder auf freiem Fuß und Harry ist überzeugt, dass Finne sich an ihm persönlich rächen will. Mit dieser Ansicht steht er aber alleine, auch wenn sich Finne wieder verdächtig macht. Finne ist clever und verrückt und schafft einen wunderbar-schrecklichen Gegenpart zu Harry. Die beiden liefern sich ein Katz-und-Maus-Spiel, das für sich alleine ausgereicht hätte, um die Spannung hochzuhalten. Doch es war nur einer der mitreißenden Handlungsstränge.

    Ich will nicht spoilern und deshalb halte ich mich allgemein, denn mich hat es mehr als einmal richtig verblüfft, welche Wendungen das Buch nahm. Und diese Schockmomente will ich Euch nicht nehmen. Harry wird so gebeutelt wie noch nie vorher in seinem Leben. Und das, obwohl er in der Vergangenheit auch schon so einiges mitgemacht hat.

    Dieser Band ist nachdenklich, Harry grübelt und zweifelt noch mehr als sonst, aber man darf auch wieder tief in seine Seele schauen. Er erlebt Freundschaft und Loyalität, Liebe, Verlust und Wut. Harry muss mehr als einmal genau wie wir Leser feststellen, dass er sich in Personen total geirrt hat. Mehrere Menschen machen sich verdächtig und ich habe im Geiste fleißig mit ermittelt. Und lag am Ende komplett falsch.

    Die emotionale Achterbahn, durch die Harry und auch wir Leser müssen, war nicht unbedingt geprägt von Action, sondern eher von persönlichen Schicksalen und der menschlichen Komponente - nicht nur bei Harry, sondern auch bei den Personen in seinem Umfeld. Eine genial dicht gewebte Geschichte von verflochtenen Schicksalen, im Guten wie im Bösen. Und obwohl man genau wie Harry ziemlich im Dunkeln tappt, bleibt alles übersichtlich und klar geordnet, sowohl spannend als auch emotional packend erzählt und es gibt wirklich absolut nichts, was ich an diesem Buch kritisieren könnte.

    Im Grunde kann man das Buch schon als Einzelband lesen, denn wie bei allen Bänden aus der Harry Hole Reihe ist die eigentliche Handlung in sich abgeschlossen. Da sich um harry aber in Kreis von Menschen bewegt, mit denen er über die ganze Serie hinweg immer wieder zu tun hat und die auch in diesem neuesten Band wichtige Rollen spielen, würde man sich einiges an Verständnis und Hintergrundinformationen zu den Beteiligten nehmen, wenn man nicht die komplette Serie kennt.

    Ich bin schon lange ein Fan von der Serie um Harry Hole. Auch wenn die ersten Bände noch nett und schön lesbar, aber nicht wirklich was Besonderes waren, steigert sich Jo Nesbø mittlerweile mit jedem Band und ich fiebere der nächsten Fortsetzung entgegen. Ich denke immer, jetzt kann er nicht nochmal was draufsetzen, doch dann kriegt er es doch hin, sich wieder zu steigern. Wie ich gehofft hatte, war "Messer" wieder ein absoluter Genuss und eine weitere Bereicherung für die Serie.

    War dieser Kommentar für Sie hilfreich?

    janein
  • 5 Sterne

    Werner P., 28.08.2019

    Als Buch bewertet

    Der norwegische Erfolgsautor führt in seinem jüngsten Thriller den Mordermittler Harry Hole an seine Grenzen. Harry`s Ehefrau Rakel wird mit brutalen Messer-stichen ermordet. Zu der Verzweiflung über den Tod der geliebten Rakel gesellt sich rasch die Erkenntnis, dass er selbst den Mord begangen haben könnte. Harry hat an die Mordnacht keine Erinnerung , weil er wieder mal total betrunken war – so hat es zumindest den Anschein.

    Bei dem neuen Band handelt es sich um keinen Fortsetzungsroman im eigent-lichen Sinne. Man muss die früheren Werke nicht gelesen haben. Nesbø versteht es durch geschickte „Rückblenden“ die Ereignisse früherer Zeiten mit den handelnden Personen so zu verknüpfen, dass deren Charaktere deutlich werden. Überhaupt ist es ein Markenzeichen von Nesbø, die im Roman vorkommenden
    Personen so akribisch und authentisch zu beschreiben, dass sie einem vertraut werden, geradeso als würde man sie persönlich kennen. In allererster Linie gelingt ihm dies bei der Hauptperson Harry Hole, dem eigenwilligen Mordermittler, der oft die Grenzen als Polizist überschreitet, sich aber auch nach einer erfolgten Suspendierung von „Ermittlungen“ nicht abhalten lässt. Dank treuer Freunde schafft er es dann Fälle zu lösen, die auf „offiziellem“ Wege nicht geklärt würden.

    So ist es auch im vorliegenden Werk. Eigentlich sollte man die 575 Seiten in einem Zuge durchlesen, denn die Spannung steigt von Seite zu Seite. Nesbø lässt den Leser teilhaben an den seelischen und psychischen Tiefs von Harry, die ihn zunächst aus der Bahn werfen. Der übermächtige Wunsch diesen Tod zu rächen, gibt ihm die Kraft allen Widrigkeiten zum Trotz, den Mörder von Rakel zu jagen. Dabei ist er nicht zimperlich und überschreitet allzuoft Grenzen.

    Eine zentrale Rolle im Geschehen spielt der vor kurzem entlassene Straftäter Svein Finne, der seine Inhaftierung Harry zu verdanken hat. Der Vergewaltiger, der für seine Taten Messer benutzte, hatte seinerzeit gedroht, sich an Harry zu rächen. So liegt es nahe, dass er für den Messermord an Rakel als Täter in Betracht kommt. Aber die Geschichte nimmt unglaubliche Wendungen. So tauchen immer neue Verdächtige auf, die mit dem Fall in Zusammenhang stehen. Die raffinierte
    Konstruktion des Geschehens führt Harry schließlich zu der Erkenntnis, dass er selbst im Affekt und umnachtet von Alkohol Rakel getötet haben muss. Harry hatte auch ein Motiv, da sich Rakel einige Zeit zuvor von ihm getrennt hatte und er aus dem gemeinsamen Haus ausgezogen ist. Seine Ermittlungen ergeben zahlreiche Indizien, die auf ihn als Täter hinweisen. Da er keine Erinnerung an den Tathergang hat, beschließt er in seiner Verzweiflung, sich selbst das Leben zu nehmen. In allerletzter Sekunde bricht Harry den Selbstmordversuch ab, kann jedoch einen schweren Unfall nicht vermeiden, nach dem er als vermisst gilt. Harry kommt dann über an sich unscheinbare Details doch zur Erkenntnis, dass die Beweise für seine Täterschaft sehr geschickt manipuliert worden sind, damit er selbst glauben sollte, Rakel getötet zu haben.

    Doch wer war der/die Täter(in) und welches Motiv trieb ihn/sie an ? Wie die Geschichte endet, möchte ich an dieser Stelle nicht verraten, nur soviel: Es kommt zu einem wahrlich furiosen Ende, in dem Nesbø die zahlreichen parallel verlaufenden Ereignisse um die Hauptverdächtigen logisch verknüpft und einer ganz und gar überraschenden Lösung zuführt.

    Für dieses Werk gebührt Nesbø große Anerkennung, weiter so !

    War dieser Kommentar für Sie hilfreich?

    janein
  • 4 Sterne

    1 von 2 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    DarkPhoenix, 27.08.2019

    Als Buch bewertet

    Auf MESSERs Schneide: Harry Hole am Scheideweg seines Lebens***** GESTÄNDNIS. WAHRHEIT. STRAFE.*****
    OSLO: Harry träumt von den einst unsagbar glücklichen Zeiten mit seiner Ehefrau Rakel und den an Sohnes statt angenommenen introvertierten ernsthaften Jungen Oleg. Die wunderbare Beziehung ist kürzlich in traurige Brüche auseinander gegangen, ja vollends vernichtet - ausgelöst wirklich nur aufgrund von Harrys paranoianischen Ängsten und unheilversprechenden Vorahnungen gebeutelt sowie wiederholtem Rückfall in Alkohlexzesse? Svein Finne, ein heute 77jähriger, sadistisch pervers-veranlagter Gewaltverbrecher & Wiederholungstäter, ist zu einer Nemesis Harry Holes transformiert, seit der Täter Harry Rache u. Vergeltung nach 20jähriger Haftentlassung geschworen hat.
    Erst kürzlich wieder rückfällig geworden in den Suff erwacht Harry, er versucht verzweifelt, sich an die vergangenen Stunden zu erinnern - ihn konsterniert das viele Blut an seiner Hand, seinen Kleidern. Doch da ist rein gar nichts! nur ein merkwürdiges, pures Blackout. Und bleiben die von seinem Freund sowie Arbeitskollegen, dem Kriminaltechniker Bjørn Holm, vorläufig vorgetragene, erklärende Schilderung dazu, ihn total betrunken, nach einer raufenden Auseinadersetzung mit dem neuen Barbesitzer Ringdal zu Hause abgesetzt zu haben, wirklich so schlüssig?
    Um den heute knapp 50-Jahre-alten Harry Hole steht es absolut nicht gut, denn er ist abgebrannt in jeglicher Beziehung, privat seit seinem Rausschmiß vor 2 ½ Monaten aus Rakels Haus erst recht wie in einem Burnout verkerkert, finanziell als auch beruflich am Boden. Seit der Trennung von seiner allesgeliebten Gemahlin, in der völligen Todesangst sie zu verlieren und der traurigen Gewissheit, daß etwas passieren würde verharrend, scheint er selbst auf Messersschneide zu balancieren, seine Exsistenz in seiner Alkoholabhängigkeit und von Albträumen erschüttert, unter Panikattacken leidend nur mehr wie auf einem seidenen Drahtseilakt zu bewerkstelligen. So ganz versteht er auch (noch) nicht diesen brachialen Schnitt in sein Leben, daß Rakel, nach all den Höhen & Tiefen, nun tatsächlich einen endgültigen Schlußstrich gezogen hat – aber dem Leser wird es dämmern warum, und die wohl für jederFrau ernüchternde Wahrheit aufgedeckt.
    Während seiner aktiven erfolgreichen Polizeikarriere hatte Harry Hole so einige Verbrecher hinter Schloß & Riegel verfrachten können, aber immer noch nicht genug; weiterhin quälen und beschatten frei-umherlaufenden und aus dem Verborgenen handelnde, nie gefaßte Täter, neben deren und neue Opfer, sowie, die im Einsatz getöteten Kollegen, wie Geister der Vergangenheit, zusätzlich sein Gewissen.
    Neuerdings zum Oberwachtmeister herabgestuft erledigt Harry, da er sich eben schwer im Griff hat, mittlerweile nur mehr vom Schreibtisch aus alte Akten, Cold Cases, oder, No-Brainer Fälle (also: sich selbst lösende, einfache Verbrechen). Allerdings ist der Ex-Star-Kommissar des Osloer Polizeidistrikts, Spezialermittler im Dezernat für Gewaltverbrechen, der während seiner Ehe letztens als Dozent an die Polizeihochschule wechselte, trotz seiner desolaten seelisch-instabilen Lage immer noch mit höchstem Niveau bei seiner eingefleischten Tätigkeit, mit Schwerpunkt serialer Mordermittlung, bei der Sache: so löst er durch genaue Beobachtung und seinem untrüglichen kriminalistischen Instinkt folgend einen scheinbar bereits eindeutig geschlossenen Fall mit der nun zu einem Geständnis überführten wahren Täterin - um so auch dem Neuleser dieser Serie als einführendes Exempel Harry Holes Genie der Deduktion und sein grandioses Ermittlertalent zu veranschaulichen.
    Doch seinem Nachnamen folgend fällt Harry nach solch einer Klärung und Festnagelung der Verbrecher stets selbst in ein dunkles 'Loch', in eine traurige Leere, nämlich ob der Erkenntnis u. Einsicht in die Psyche der Menschen, die sich als Monster entpuppen, erfährt er nicht etwa Genugtuung sondern vielmehr maßlose Enttäuschung. Die Stellung des Täters nach der langen aufreibenden Hatz gibt ihm keine erleichternde Zufriedenheit oder Erlösung, sondern läßt ihn vielmehr zerrisssen in tiefeste Abgründe bitterster Verzweiflung fallen, und, veranlaßt ihn zusätzlich erschreckende Parallelen zu Serientätern zu erkennen, denen es ja ähnlich ergeht wenn bei diesen sich nach dem gewissen Höhepunkt des Mordes eine Antiklimax aufzutun scheint, dem nur mehr mit erneuertem Jagdaufbruch und wiederholter grausamer Tötung entgegengewirkt werden kann. So folgten dem Alkohol geweihte Tage im Off - die Arbeit als Mordermittler fraß Harry Holes Seele auf.
    Wie wird Harry Hole in seiner momentanten psychischen Verfassung nun auch noch auf das bestialische Vergehen an einer ihm geliebten Person endgültig aller Hoffnung beraubt kontern? Wird das eigentliche Ziel, Finne wieder zu verhaften und seiner Verurteilung zuzuführen, bzw. ihn ein für alle Mal zur Strecke zu bringen überhaupt möglich sein? Ist jener HIER überhaupt der verantwortliche Verbrecher? WER ist dann der Täter, die Täterin? Will wer Harry schaden - werden IHM selbst gar Fallen aufgestellt, oder, wird er zum Jäger mutieren? Wie wird sich Harry Hole am Sch(n)eidepunkt seines Lebens entscheiden - und wird es diesmal der richtige Weg sein?
    „Seit der Steinzeit stechen sich die Menschen gegenseitig ab (...) Die Angst steckt in uns(...) Der Gedanke, dass jemand durch deine Haut dringt, in dich eindringt, das zerstört, was in dir ist. Was dich ausmacht.“
    BEWERTUNG:
    Der Kriminalroman ist mit 53 Kapiteln zusätzlich in 4 zunehmend kürzer-werdene Abschnitte eingeteilt (Teil I bis S. 225, Teil II ab Kapitel 24 bis S.419, Teil III ab Kapitel 40 bis S. 529, und Teil IV ab Kapitel 51 bis Ende S.575), und erfährt seine Einleitung in Norwegen im März: ein alter Mann, zwar durch Aphasie (Schlaganfall) motorisch eingeschränkt und sprechunfähig, doch gedanklich voll da und klar, macht zwei bedeutsame Beobachtungen in den Strömen des Gebirgsflußes bzgl. eines zerfledderten und bald ganz verwitterten Kleides, zudem, eines dramatischen Autounfalles, in dem Harry Hole zu ertrinken scheint – ob es sich hierbei um einen Rückblick oder eine zukünftige Vorschau handeln mag (?) – versetzt TV-Serienliebhaber in Gedenken an die damals so rätselhaften LOST-Ausstrahlungen, der man grübelnd u. diskutierend bis zur nächsten Folge bangte, und die durch ihre Flashbacks wie Flashforwards in die Filmgeschichte einging. Doch meisterlich versteht es Nesbø bis ins Detail die Leserschaft darüber nicht im Dunkeln zu lassen, ob Harry wirklich zu Tode kommt und daß der ursprünglichen Trägerin des Kleides Gerechtigkeit widerfahren wird. Im Bann dieses anspruchsvollen und fesselnden Page-turners kann der Leser dieses Buch nicht mehr aus der Hand legen, welches sich um Geständnisse, Wahrheit, -die eines Tages ans Licht kommt,- und Bestrafung für Betrug handelt. Der Verräter lebt ein glückliches Leben während die Verratenen leiden; darüberhinaus wird wie hoch die Hemmschwelle Gewalt auszuüben ist thematisiert, ein zentraler Aspekt ist, daß Töten angeblich helfe sich besser zu fühlen. Auf PTBS wird ausführlich eingegangen, Rotkreuzorganisationen hilfreich erklärt, Foltermethoden nebst "D & Q (Drawing and quartering)" erläutert. Auch wie manche das Schicksal in skrupellose Hände nehmen und es terrorisierend und zerstörerisch über andere ausspielen und so über deren Leben/Tod, Glück und Leid einfach bestimmen.
    Mit zunehmendem bis zum Ende von Anfang an konstanten Spannungsbogen werden aus ganz unterschiedlichen Perpsektiven die Wege dieses Kriminalfalls einer persönlichen und zerschmetternden Tragödie wie in einem Puzzel aufgearbeitet, die hier zusammenführen auch teils, aber nur momentan, auseindertrifften, in Sackgassen zu enden scheinen. Auch dem gewieften und erfahrenen Leser könnte es widerfahren, so denn er nicht aufpaßt, sich an mindestens zwei Stellen, gen Ende, in von Nesbøs verstrickte Finten zu straucheln, die (Teil I aussen vorgelassen) dann doch nur kurzfristig ausgelegt sind. Es ist ein wenig wie ein Abklopfen aller möglichen in Betracht & Verdacht kommenden Personen – wovon selbst Harry nicht ausgeklammert wird, obwohl die Leserschaft ihn als einzigen, gleich und durchgehend, trotz all der belasteten und gegen ihn klagenden Indizien ausschließt. DEN beim intensiv Leser logischen aufkeimend und enthüllenden Lösungsansatz weiß der Autor geschickt in seiner Ausführlichkeit und mittels Ablenkung und banalen Verbrämung wieder auszurangieren und damit vorzeitig zu entwaffnen. Wie in einem aus divers-ausgeformten Stecksteinchen zusammengefugten Gemälde erschließt sich nach und nach das schlüssige Gesamtbild, man erhält sehr wohl Antworten trotz zahlreicher anderer Gabelungen und besonders die letzten Etappen und der Ausgang des kriminalistischen Falles läßt das verfolgende Lesepublikum kaum zu Atem kommen. Bravourös-orchestriert finden sich auch einige bereits aus anderen Bänden der Reihe bekannte Nebenfiguren zu einem Wiedersehen ein, dennoch wird dabei ein absoluter Harry-Hole-Serie-NeuEinsteiger trotz bildhaftem Ausbau in einem unproblematisch-flüssigen Schreibstil mit zeitweise berstender Lesespannung beschenkt. Zudem werden neu eingeführte Charaktere (wie die Rechtsmedizinerin Alexandra Sturdza und der mit einem fotografischen Gedächtnis begabte Polizeikommissar-Anwärter Sung-min Larsen) sicherlich in den kommenden neuen Fällen noch tragendere Rollen zugewiesen bekommen.

    War dieser Kommentar für Sie hilfreich?

    janein
  • 5 Sterne

    1 von 2 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Anne H., 09.09.2019

    Als Buch bewertet

    Harry Holes bisher persönlichster Fall
    Obwohl: Eigentlich ist Harry Hole ja bei seinen Fällen fast immer auch sehr stark persönlich betroffen, schon sein Charakter bedingt, dass sein Privatleben irgendwie immer in alles, was er beruflich tut, hinein strahlt. Doch so tief war der Einschnitt noch nie. Wieder einmal am Boden, verlassen von Rakel, wacht er benommen und sturzbetrunken in seiner kleinen Wohnung auf. Blut an den Händen, auf der Kleidung. Als dann eine Leiche gefunden wird, ist er bis ins Mark erschüttert und besonders schwer wiegt, dass er sich an nichts aus der fraglichen Nacht erinnern kann, stattdessen Flashback-artige kurze Szenen in seinem Hirn aufblitzen, die er nicht einordnen kann und plötzlich Indizien auftauchen, die er einordnen muss. Das alles jedoch nicht in seiner offiziellen Rolle als Kommissar unter Polizeichefin Katrine Bratt, sondern da er suspendiert ist – auch mal wieder – unter dem Radar, zusammen mit Kaja Solness, die noch immer ein wenig unter ihrem gebrochenen Herzen leidet, dass Harry ihr vor Jahren zugefügt hat, und Bjorn Holm, dem Mann von Katrine Bratt, der eigentlich im Erziehungsurlaub weilt. Harry vermutet einen alten Bekannten Svein Finne, den „Verlobten“ hinter diesem Mord und anderen Vorfällen in Oslo, doch auch andere Verdächtige tauchen auf und verschwinden wieder, bis eine schreckliche Erkenntnis in Harry Hole wächst…
    Ein typischer Harry Hole, mit den bekannten Haupt- und Nebencharakteren, mit einem Harry, der seiner Rolle treu bleibt, und einem Autor, der mit diesem zwölften Band einen der deutlich besseren Teile der Reihe vorlegt, als mit den letzten beiden Bänden – zumindest in meinen Augen. Der fall ist dramatisch, spannend und macht betroffen. Harry ist Harry, man schüttelt den Kopf über ihn, möchte ihn auch mal feste in den Allerwertesten treffen, aber dann ist er doch wieder der geniale Ermittler, der alle Puzzlestückchen an die richtige Stelle fallen lässt, auch wenn er vorher gar nicht so genau wusste, ob er da einen Teil der Lösung sieht oder ein belangloses Detail. Dafür schätze ich Jo Nesbos Reihe sehr, und sie ist einfach eine Konstante. Genau wie der oftmals ähnliche Ausgang des Buches, der im Unklaren lässt, wie es mit Harry nun weitergeht. Wo geht er hin, kriegt er die Kurve, wenn ja, wie lange und mit wem? Ich glaube, solange Nesbo neue Fälle einfallen, kann er Harry weiter in und aus dem Sumpf steigen lassen, es lohnt sich immer zu lesen. Ich weiß, was ich mir zumindest für die Zukunft wünsche: Einen Harry-Hole- und Oleg-Fauke-Fall! Wenn Oleg mit seiner Ausbildung fertig ist, könnte es doch einen gemeinsamen Fall geben, irgendwelche Vorfälle, die eine Zusammenarbeit der Polizei Oslo und der Finnmark nötig machen? Grandios!
    Fazit: Es ist der 12. Fall für Harry Hole, einsteigen sollte man mit dem Band sicher nicht, aber ansonsten gibt es an diesem Thriller rein gar nichts zu meckern. Spannungsbogen stimmt, bekannte Charaktere füllen ihre Rollen aus, ohne dass es zu wiederholend oder immer gleich rüberkommt, einfach gut.

    War dieser Kommentar für Sie hilfreich?

    janein
  • 5 Sterne

    HS, 10.09.2019

    Als Buch bewertet

    Harry Holes wahrscheinlich persönlichster Fall – immer wieder überraschend & mit tiefen seelischen Abgründen

    „Wir sind alle notorische Schürzenjäger, Diebe, Säufer, Mörder. Wir wiederholen unsere Sünden und hoffen auf Vergebung. Von Gott, von anderen und auf jeden Fall von uns selbst.“ (S. 374)

    Meine Meinung:
    „Messer“ ist tatsächlich mein erster „Harry Hole“, den ich lese. Daher habe ich leider keine Vergleichsmöglichkeiten zu den 11 Vorgängern, hatte aber dennoch keinerlei Schwierigkeiten, in den Fall hineinzufinden und mit den Charakteren „warm“ zu werden.

    Bereits der kurze Prolog hat mir ein sehr mulmiges Gefühl in den Magen gepflanzt, den Keim einer bösen Vorahnung. Schnell nimmt die Geschichte an Fahrt auf, und bereits auf S. 62 passiert etwas, das Harry Hole (der ja auch sonst nicht für seine psychische Stabilität bekannt zu sein scheint) in seinen Grundfesten erschüttert, ihn bricht und von einem Tag auf den anderen zu einem Schatten seiner selbst werden lässt. Von da an durchlebt er seine ganz eigene Hölle…

    Es scheint wohl Holes persönlichster Fall zu sein, der ihn nun antreibt wie ein Duracell-Männchen bis an seine Grenzen – und noch ein gutes Stück darüber hinaus. Immer wieder bringt Nesbo dabei neue Charaktere und Informationsdetails ins Spiel, die dafür sorgen, dass ich mein Bild des Falls und meine Vermutungen zum Täter mehr als einmal radikal revidieren musste. So oft war ich mir sicher, nun den Täter zu erahnen (und Harry ging es dabei ganz genauso). Doch zum Schluss führte mich Nesbo so dermaßen aufs Glatteis, dass seine tatsächliche Auflösung mich genauso wie ein Blitz aus heiterem Himmel getroffen hat wie auch Hole selbst. Eine Lösung, die ich keine Sekunde vorhergeahnt habe, für die es doch im Nachhinein betrachtet aber immer mal wieder ein Indiz gegeben hat. Hier merkt man ganz deutlich, dass Jo Neso zu Recht einer der erfolgreichsten Krimiautoren der Gegenwart ist. Dies ist wirklich ein Verwirrspiel par excellence!

    Was mir an diesem Krimi ebenfalls sehr gut gefallen hat, sind die vielen tragischen Schicksale, die hier nach und nach ans Licht kommen. Dabei offenbaren sich menschliche und seelische Abgründe, die eine Spur Dunkelheit und Bitterkeit mit hineinbringen in diesen Krimi. Zwischendurch war ich zugegebener Maßen etwas enttäuscht von den vielen losen Handlungssträngen (und es drückte zeitweise auch etwas auf die Spannung), die scheinbar vor sich hinmäanderten. Doch am Ende hat Nesbo sie alle geschickt zusammengebracht und für sein großes Finale genutzt.

    FAZIT:
    Spannung, Tragik, Schicksale und Dramen – und dazu immer wieder überraschende Wendungen und ein schockierendes Finale. Mir hat´s gefallen!

    War dieser Kommentar für Sie hilfreich?

    janein
  • 5 Sterne

    1 von 2 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Nijura, 01.09.2019

    Als Buch bewertet

    Ein absoluter Pageturner

    Harry Holes Frau Rakel wird erstochen in ihrer Wohnung gefunden. Natürlich ist Harry sofort der Hauptverdächtige, da sich seine Frau vor kurzem von ihm getrennt hatte. Außerdem darf Harry nicht offiziell ermitteln. Natürlich lässt der Mord an seiner Frau Harry nicht ruhen und er findet schon bald mehrere Verdächtige.
    Svein Finne, ein Vergewaltiger, den Harry vor Jahren ins Gefängnis gebracht hat, hätte ein absolut ausreichendes Motiv Rakel zu ermorden, da Harry zudem seinen kriminellen Sohn erschossen hat.
    Auge um Auge – Zahn um Zahn?

    Meine Meinung:
    Ich bin ein großer Fan der Reihe um Harry Hole, vor allem die letzten Bücher der Reihe haben alle durchweg 5 Sterne von mir erhalten. trotzdem schafft es Jo Nesbø immer noch besser zu werden, dieser Kriminalroman war wieder ein hervorragender Pageturner. Ich habe abwechselnd das Buch gelesen und das Hörbuch gehört. Das Buch/Hörbuch ist durchgängig spannend, ich konnte es kaum aus den Händen legen. Und der Titel ist Programm, es geht viel um Messer.
    Zum einen ist da Harry Hole, der durch den Verlust von Rakel immer mehr dem Alkohol verfällt, sich aber doch zusammen reißen kann und herauszufinden versucht, wer seine geliebte Frau ermordet haben könnte. Obwohl er ein Säufer und ein Fremdgänger ist, kann man ihm irgendwie nicht böse sein, er zieht all meine Sympathie auf sich.
    Dann ist da noch Svein „Verlobter“ Finne, der abscheuliche Vergewaltiger, der selbst mit seinen 70 Jahren immer noch versucht, seinen Samen weiter zu verbreiten. Er schwängert seine Opfer, sagt sie seien nun verlobt und droht ihnen mit dem Tod, wenn sie sein Kind nicht austragen. Als Leser spürt man regelrecht die Gefahr, die von dem seltsamen Mann ausgeht, der angeblich riechen kann, wenn die Frau ihre fruchtbaren Tage hat und die Fähigkeit hat, plötzlich auf- und wieder abzutauchen.
    Und Dagny Jensen, das neueste Opfer von Svein Finne. Sie versucht sich gegen den Mann zu wehren, geht trotz seiner Drohungen zur Polizei und stellt fest, dass diese ihr keinen ausreichenden Schutz bieten kann. Ich konnte ihre Angst sehr gut nachvollziehen.
    Es gibt noch viele weitere interessante Protagonisten, die allesamt gut beschrieben sind, kein Charakter bleibt flach.
    Die Handlung ist sehr gut durchdacht, es gibt viele Verdächtige, ich wurde sehr oft auf die falsche Spur geführt und die Auflösung war für mich eine totale Überraschung.
    Der Krimi ist eins meiner Highlights dieses Jahres.

    Fazit: Ein überaus spannender Pageturner. Absolute Leseempfehlung!

    War dieser Kommentar für Sie hilfreich?

    janein
  • 5 Sterne

    Johann B., 16.09.2019

    Als Buch bewertet

    Ich kenne keinen Autor, der mich auch beim 12. Band einer Serie so fesselt, wie Jo Nesbo. Harry Hole leidet und bleibt doch ein guter Ermittler. Seine Ehefrau Rakel und er lernten sich vor 15 Jahren kennen. Immer mal wieder trennten sie sich, bis Harry dann doch mir ihr vor den Traualtar ging. Doch, sie warf ihn aus der gemeinsamen Wohnung, weil Rakel nicht mehr mit seinem Alkoholkonsum und seiner fanatischen Suche nach dem „Verlobten“, dem Serienvergewaltiger Svein Finne, leben konnte. Das ist nun 2 Monate, 15 Tage und 20 Stunden her. Und was macht Harry? Er trinkt um zu vergessen. Wacht zuweilen in fremden Betten auf und kann sich an nichts erinnern. Seine Alkoholexzesse kosteten ihn auch noch den Job an der Uni.

    Harry ist wieder auf der alten Dienststelle aber nicht mehr der Held von früher. Obwohl er gleich zu Beginn des Buches ein falsches Geständnis entlarvt und den wahren Täter überführt. Ja, und dann wird ihm eröffnet, dass eine Frau durch einen Messerstich in ihrem Haus ermordet wurde. Er fährt sofort hin und muss sich die Leiche seiner großen Liebe anschauen. Kein Wunder, dass er noch tiefer in den Abgrund gerät. Ist es wirklich der Vergewaltiger Svein Finne, der sie tötete? Welches perfide Spiel hat er drauf und wie schafft er es, alle hinters Licht zu führen? Harry wäre am liebsten nur noch betrunken, damit er nichts fühlen muss. Aber er weiß auch, dass nur er in der Lage ist, den Mörder Rakels zu finden. Svein Finne war Harrys erster Fall und er brachte ihn hinter Gitter. Der schwor ihm damals, dass er sich an ihm und seiner Familie rächen würde. Es ist also kein Wunder, dass Harry unentwegt nach ihm sucht.

    Die meisten Bücher einer Reihe sind spätestens nach Band sechs für mich langweilig und vorhersehbar. Nicht bei Messer und dem Ermittler Harry Hole. Ja, er ist Alkoholiker und stürzt eigentlich in jedem Band mal mehr, mal weniger ab. Aber die Wendungen und die vielen Verdächtigen, das ist bei jedem Buch immer wieder neu und sehr fein durchdacht. Und immer, wenn ich denk, ja, der oder die waren es, dann kommen neue Aspekte dazu und meine Annahme löst sich in Luft auf.

    Jo Nesbo ist mal wieder ein spannender Nervenkitzel gelungen, den ich selbst in der Nacht nicht aus der Hand legen konnte. Aus dem Grund fünf Sterne und meine ausdrückliche Leseempfehlung.

    War dieser Kommentar für Sie hilfreich?

    janein
  • 5 Sterne

    1 von 2 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Sandra S., 31.08.2019

    Als Buch bewertet

    Bei " Messer " von Jo Nesbo handelt es sich um den 12. Harry Hole Krimi.

    Seit seine Frau Rakel ihn verlassen hat, trinkt Harry Hole wieder. Außerdem hat er seinen Job an der Polizeihochschule verloren. Dies ist für ihn aber nur nebensächlich, die Trennung von seiner Frau ist Harrys größter Albtraum.

    Harry arbeitet wieder bei der Polizei als einfacher Ermittler um halbwegs durch den Tag zu kommen. Dabei stößt er auf die Spur eines Mannes, den er nach wie vor für einen brutalen Vergewaltiger hält. Er folgt dieser Fährte und möchte Svein Finne , den er schon einmal hinter Gitter gebracht hat, erneut hinter Gitter bringen.
    Als Harry, ohne jede Erinnerung an die Nacht, aufwacht ist seine Kleidung voller Blut. Für den ehemaligen Star des Osloer Polizeipräsidium beginnt der wahre Albtraum und seine härtest Prüfung steht ihm bevor.

    Jo Nesbo´s Schreibstil hat mir wieder sehr gut gefallen. Dieser Krimi lässt sich sehr flüssig lesen und die Seiten fliegen nur so dahin. Einmal angefangen, möchte man dieses Buch gar nicht mehr aus der Hand legen.

    Ganz besonders gefällt mir , dass wenn Personen oder Ereignisse aus den Vorgängerbände erwähnt werden, Jo Nesbo kurz erklärt wer die Person ist oder was vorgefallen ist. Somit bleiben für Neueinsteiger keine Fragen offen.

    Die Spannung beginnt schon auf den ersten Seiten und endet nach sehr vielen Wendungen auf der letzen Seite. Das Ende war für mich sehr überraschend und ich habe mit diesem Ausgang überhaupt nicht gerechnet.

    Die Protagonisten werden sehr ausführlich beschrieben und ihre Entwicklung im Laufe der Geschichte ist plausibel. Ich konnte mir alle sehr gut vorstellen und ihr handeln nachvollziehen.

    Harrys Charakter wird wieder sehr gut beschrieben. Seine Verzweiflung, sein Ehrgeiz usw. - ich konnte mich sehr gut in ihn hineinversetzen und hatte ständig sein Bild vor Auge.

    Die Ermittlungsschritte der Polizei sind glaubwürdig, gut durchdacht und nachvollziehbar.

    Der Plot ist sehr interessant, wendungsreich, überraschend und sehr gut ausgearbeitet. Alle Handlungsstränge ergeben am Ende ein plausibles Ganzes.

    Ich empfehle dieses Buch weiter.

    War dieser Kommentar für Sie hilfreich?

    janein
  • 5 Sterne

    smberge, 11.09.2019

    Als Buch bewertet

    Inhalt:

    Harry Hole steht vor den Scherben seines Lebens. Er ist vom Dienst als Ermittler bei der Osloer Polizei suspendiert, seine Frau Rakel hat ihn verlassen und er ist wieder dem Alkohol verfallen. Doch es kommt noch schlimmer als er eines Morgens mit Blut an den Händen und an der Kleidung aufwacht und er sich an nichts erinnern kann. Er war am Vortag in einer Kneipe und hat sich mal wieder betrunken. Er wird von etwas rätselhaften Flashbacks heimgesucht. Zusammen mit seinen alten Freunden Kaja Solness und Björn Holm macht er sich daran, herauszufinden, was in dieser Nacht passiert ist. Harry vermutet, dass Svein Finne hinter der Tat steckt, ein alter Bekannter aus einem alten Fall, der jetzt wieder aus dem Gefängnis entlassen ist.

    Meine Meinung:

    Ich hatte anfangs etwas mit dem Buch zu kämpfen. Dieses Buch ist der 12. Teil der Harry Hole Reihe von Jo Nesbo und das erste für mich. Ich musste mich erstmal an die Personen gewöhnen und an die Rolle, die sie in Harrys Leben spielen. Als ich mir hier etwas den Überblick verschafft habe, konnte ich entspannt in die Handlung einsteigen.
    Harry ist eigentlich ein recht sympathischer Ermittler, der jedoch in diesem Buch sehr vom Leben gebeutelt wird.
    Auf mich wirkte die Geschichte etwas düster, strahlt Harry doch etwas Verzweifeltes aus. So war ich mir auch nicht sicher, ob er vielleicht doch zum Mörder geworden ist. Harry ist aber auch ein genialer Ermittler, der trotz der Unsicherheit über seine eigene Rolle die inoffiziellen Ermittlungen zielstrebig führt und die einzelnen Hinweise zu einem Gesamtpuzzle zusammenbaut.
    Der Fall selber ist dramatisch und sehr spannend. Bis zur letzten Seite ist unklar, wer wohl der Täter ist, auch wenn Harry von Anfang an einen Verdacht hegt.
    Insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen, auch wenn die Atmosphäre doch teilweise sehr düster ist. Das Buch ist spannend, flüssig geschrieben und angenehm zu lesen.

    War dieser Kommentar für Sie hilfreich?

    janein
  • 5 Sterne

    Odenwaldwurm, 18.09.2019

    Als Buch bewertet

    in Harry-Hole-Krimi Teil 12

    Harry Holes Albtraum ist wahr geworden. Die Liebe zu seiner Frau Rakel war nicht groß genug. Sie hat ihn verlassen. Dass er seitdem wieder trinkt, dass er seinen Job an der Polizeihochschule verloren hat: Nebensache. Nichts zählt außer diesem Verlust.

    Um halbwegs durch den Tag zu kommen, arbeitet Harry wieder bei der Polizei, als einfacher Ermittler. Als er auf die Spur eines Mannes stößt, den er nach wie vor für einen brutalen Vergewaltiger hält, folgt er dieser Fährte. Schon einmal hat Harry Svein Finne hinter Gitter gebracht, und das will er auch wieder tun.

    Doch eines Morgens wacht Harry auf, ohne jede Erinnerung an die Nacht. Seine Kleidung ist voller Blut. Und nun beginnt für den ehemaligen Star des Osloer Polizeipräsidiums der wahre Albtraum.

    Harry Hole steht vor seiner härtesten Prüfung. (Klappcovertext vom Buch)

    Ich habe schon einige Krimis mit Harry Hole gelesen, leider noch nicht alle. Aber dieser gehört für mich zu einen der Besten, Spannung von Anfang bis Ende. Auch ein Neueinsteiger dürfte keine Probleme habe. Der Krimi ist gut aufgebaut und auch gut durchdacht. Wie immer ist der Schreibstil gut und einfach zu lesen. Die Charakter sind sehr bildlich dargestellt, aber am besten hat mir wieder Harry gefallen. Auch in diesem Buch erlebt er viele verschiedenen Gefühle und man fiebert einfach mit ihm mit. Denn er ist dieses Mal sehr eng am Fall, aber mehr will ich nicht verraten. Nur noch eines der Autor hat mich wieder einmal hinter das Licht geführt. Der Täter war nicht ganz auf meinem Bildschirm. Aber das sind für mich die besten Krimis.

    Vor mir bekommt das Buch 100 % Leseempfehlung. Für jeden Harry Hole Fan ist das Buch ein muss, aber das brauche ich hier sicherlich nicht zu schreiben. Für die Harry Hole noch nicht kennen, lest bitte das Buch und ihr werdet sicherlich ein Fan von ihm.

    War dieser Kommentar für Sie hilfreich?

    janein
  • 5 Sterne

    1 von 2 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    skandinavischbook, 03.09.2019

    Als Buch bewertet

    Meine Meinung:
    Lange Zeit habe ich auf den neuen Fall für Harry Hole hingefiebert und war umso erfreuter ihn dann endlich in der Hand halten zu dürfen. Mein Resultat am Ende des Buch ist, ich liebe diese Bücher, ich liebe Harry Hole und dieser Fall ist wahrscheinlich der beste und dramatischste Fall aus der Feder von Jo Nesbø den ich je lesen durfte !!!

    Denn was der Spannungskünstler aus Norwegen mit dem 12. Teil der Reihe schafft ist einzigartig und an Spannung und Wendungen kaum zu überbieten, man verschlingt dieses Buch in kürzester Zeit, weil man schlicht wissen muss, wie es zu Ende geht und was hier für ein verrücktes Spiel gespielt wird. Und dabei lockt Jo Nesbø seine Leser stets auf komplett falsche Fährten, die so intelligent konstruiert sind, dass man sich sicher ist, den Täter zu kennen, doch am Ende kommt alles ganz anders.

    Doch Jo Nesbo schafft viel mehr, er schafft ein melancholisches Buch, einen Harry Hole, der am Ende seiner Kräfte erscheint und dabei sein Leben Revue passieren lässt. Und als Fan der erste Stunde (so wie ich es bin) geht man diese Reise bewegt mit, man hat einen Kloß im Hals und so manches Mal, kann man sich ein kleines Tränchen nicht verkneifen. Bei all der gut dosierten Rührseligkeit, bleibt der Fall nie auf der Strecke, der Spannungsbogen steigt von Seite zu Seite und am Ende sitzt man mit offenem Mund vor einer Geschichte, die PERFEKT war.

    Der lebenskluge und atmosphärische Schreibstil rundet dieses Gesamtbild einfach nur ab, ein Thriller, wie es sie nur wenige gibt.

    Mein Fazit:
    Man liest dieses Buch nicht nur, man lebt es und am Ende einer emotional spannenden Reise, liebt man es.
    Man wird im Genre des Thrillers, kaum ein besseres Buch finden können.

    Fazit, Fazit:
    LESEN!!!!!!

    War dieser Kommentar für Sie hilfreich?

    janein
  • 5 Sterne

    1 von 2 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Sandra K., 01.09.2019

    Als Buch bewertet

    Harry vor seiner härtesten Prüfung
    Wir haben ihn wieder, unseren Harry. Im Ernst: er mutet doch wirklich wie ein guter, alter Freund oder ein Onkel an, den man zwar nicht oft sieht, sich aber immer freut, wenn man es tut...
    Harry Hole´s 12. Fall ist zugleich wohl sein persönlichster – und schwerster... Denn er selbst ist nicht unbedingt in der Verfassung seines Lebens, vorsichtig ausgedrückt:
    Harry Holes Albtraum ist wahr geworden. Die Liebe zu seiner Frau Rakel war nicht groß genug. Sie hat ihn verlassen. Dass er seitdem wieder trinkt, dass er seinen Job an der Polizeihochschule verloren hat: Nebensache. Nichts zählt außer diesem Verlust.
    Um halbwegs durch den Tag zu kommen, arbeitet Harry wieder bei der Polizei, als einfacher Ermittler. Als er auf die Spur eines Mannes stößt, den er nach wie vor für einen brutalen Vergewaltiger hält, folgt er dieser Fährte. Schon einmal hat Harry Svein Finne hinter Gitter gebracht, und das will er auch wieder tun.
    Doch eines Morgens wacht Harry auf, ohne jede Erinnerung an die Nacht. Seine Kleidung ist voller Blut. Und nun beginnt für den ehemaligen Star des Osloer Polizeipräsidiums der wahre Albtraum.
    Harry Hole steht vor seiner härtesten Prüfung...
    Mann Mann Mann – nach den letzten Fall von Harry dachte ich, nun ist mal langsam gut und alles auserzählt, da der leider auch recht langatmig war. Doch hier war wieder „der alte Jo Nesbo“ da – der, der einen wahnsinnig fesselt, so dass man das Buch nicht mehr aus den Händen legen kann, bis man das Buch durchgelesen hat. Hier war das wieder der Fall und das freute mich total. Ich hoffe, das nächste Buch von Nesbo kann mich wieder so von sich begeistern.

    War dieser Kommentar für Sie hilfreich?

    janein
  • 5 Sterne

    1 von 2 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    leseratte1310, 27.08.2019

    Als Buch bewertet

    Dies ist schon der zwölfte Band um den Kommissar Harry Hole, aber ich hatte bisher nur „Durst“ aus der Reihe gelesen.
    Harry Hole hat ein massives Alkoholproblem. Seine Frau Rakel hat sich von ihm getrennt und er hat seinen Job an der Polizeihochschule verloren. Nun muss er wieder als einfacher Ermittler arbeiten. Nach einer durchzechten Nacht erwacht er mit einem fürchterlichen Kater. Doch dass ist nicht das Schlimmste. Er ist voller Blut. Was ist geschehen?
    Ich mag skandinavische Thriller und der Schreibstil von Jo Nesbø gefällt mir besonders. Er lässt sich gut lesen und schafft eine ganz besondere Atmosphäre. Die Charaktere sind sehr gut und authentisch beschrieben, so dass man sie sich gut vorstellen kann. Auch wenn mir Harrys Alkoholprobleme nicht gefallen, so finde ich ihn dennoch sympathisch. Er hat nun mal seine Ecken und Kanten, die ihn ausmachen. Sein besonderes kriminalistisches Gespür macht ihn zu einem guten Ermittler, doch in diesem Fall ist es sehr persönlich und er setzt nochmals einen drauf.
    Harry war auf eine Spur zu Svein Finne gestoßen, den er bereits einmal hinter Gitter gebracht hat und von dem er glaubt, dass er wieder zugeschlagen hat. Doch Finne ist ihm durchaus gewachsen. Dann wendet sich die Sache und Harry wird plötzlich zum Gejagten.
    Es gab eine Reihe von Wendungen und falsche Fährten, die es mir nicht möglich machten herauszufinden, wer der Mörder ist. So bliebt es bis zum überraschenden Schluss sehr spannend.
    Eine klare Empfehlung für diesen spannenden Thriller.

    War dieser Kommentar für Sie hilfreich?

    janein
  • 5 Sterne

    3 von 6 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Lilli33, 01.09.2019

    Als Buch bewertet

    Voll unerwarteter Wendungen

    Inhalt:
    Harry Hole arbeitet wieder als Ermittler bei der Osloer Polizei. Privat läuft es nicht gut, und sein Alkoholproblem macht ihm schwer zu schaffen. Da wird Harry auch noch zum Verdächtigen in einem Mordfall. Besonders fatal: Er kann sich an nichts erinnern.

    Meine Meinung:
    Dies ist bereits der 12. Band der Reihe um den brillanten Polizisten Harry Hole. Ich habe von den Vorgängern nicht alle gelesen, finde das aber nicht schlimm. Hin und wieder wird ein vergangener Fall, Aufenthaltsort oder Kollege erwähnt. Das reichte mir dann vollkommen, um das aktuelle Geschehen richtig einordnen zu können.

    Jo Nesbø versteht es immer wieder, sich haarsträubende Kriminalfälle auszudenken und den Leser durch immer weitere überraschende Wendungen zu erstaunen. Mehr als einmal war ich mir sicher, nun den richtigen Zusammenhang erkannt zu haben, nur um im nächsten Kapitel wieder eines Besseren belehrt zu werden.

    Auch der Schreibstil ist einfach klasse. Das Buch lässt sich flott lesen, ist aber nicht trivial geschrieben. Die Charaktere wirken zumeist sehr authentisch und werden sehr plastisch beschrieben.

    Fazit:
    Ein aufreibender 12. Band der Reihe, klasse geschrieben, wendungsreich und spannend.

    Die Reihe:
    1. Der Fledermausmann
    2. Kakerlaken
    3. Rotkehlchen
    4. Die Fährte
    5. Das fünfte Zeichen
    6. Der Erlöser
    7. Schneemann
    8. Der Leopard
    9. Die Larve
    10.Koma
    11. Durst
    12. Messer

    War dieser Kommentar für Sie hilfreich?

    janein
  • 5 Sterne

    Elisabeth S., 09.09.2019

    Als Buch bewertet

    Harry Hole zum Zwölften - ein spannender Pageturner

    Inhalt:

    Kommissar Harry Hole ist am Boden. Seine Ehe und seine Karriere hat er aufs Spiel gesetzt. Und verloren. Nach einer durchzechten Nacht erwacht er ohne jede Erinnerung. Seine Kleidung ist voller Blut. Und nun beginnt für ihn der wahre Albtraum.

    Meinung:

    Harry Hole ist mal wieder ganz unten, seine Frau Rakel hat ihn verlassen und der Alkohol hat ihn wieder fest im Griff. Da erfährt er, dass Rakel erstochen aufgefunden wurde und ab diesem Zeitpunkt befindet sich Harry Hole in seinem persönlichen Alptraum. Dieser 12. Fall für Harry Hole ist ein wahrer Pageturner und der Leser wird in Bezug auf den Mörder immer wieder auf eine falsche Fährte geführt. Ich war tatsächlich einigermaßen geschockt, als sich am Ende des Buches herausstellt, wer Rakel ermordet hat!
    Der Schreibstil von Jo Nesbo ist wie immer flüssig und bildhaft, die Charaktere der Protagonisten sind gut ausgearbeitet und wer die Reihe kennt, kann deren Weiterentwicklung mitverfolgen.

    Fazit:

    Als Fan der Harry-Hole-Reihe habe ich den neuen Fall natürlich sehnsüchtig erwartet und, was soll ich sagen, auch dieses Buch hielt, was ich mir von ihm versprochen hatte, nämlich Spannung von der ersten bis zur letzten Seite! Für alle Harry-Hole-Fans ein must read, aber auch für alle anderen Krimi-Fans eine absolute Leseempfehlung!

    War dieser Kommentar für Sie hilfreich?

    janein
  • 5 Sterne

    Ute H., 12.09.2019

    Als Buch bewertet

    Harry ist von Rakel aus der gemeinschaftlichen Wohnung geschmissen worden und verfällt, wie so oft, dem Alkohol. Auch seine Dozentenstelle hat er deshalb verloren,  darf aber bei der seiner alten Dienststelle wieder als Ermittler beginnen. Allerdings auf der niedrigsten Stufe. Glücklich geht anders! Nach einem Gelage findet er sich morgens mit blutverschmierter Kleidung vor. Was war geschehen? Er besitzt keinerlei Erinnerung! Kurz darauf erfährt er, daß Rakel brutalst ermordet wurde. Da Svein Finne gerade aus der Haft entlassen wurde, einer der Serientäter die Harry im Laufe seiner vielen Ermittlerjahre ins Gefängnis gebracht hat, steht dieser ganz oben auf Harrys verdächtigen Liste. Er selbst aber gerät immer weiter selbst ins Rampenlicht der Ermittler.
    'Messer' ist der 12. Fall für Harry Hole und ist als gebundene Ausgabe im Ullstein Verlag erschienen. Der Schreibstil und die Übersetzung sind spannend und flüssig, allerdings weist die Handlung zwischenzeitlich ein paar Längen auf. Die letzten 150 Seiten haben aber wieder rasant an Fahrt aufgenommen und die Lösung der Fälle, bei dessen Endergebnis Harry seine Finger im Spiel hatte, hat mich dann mit dem Buch versöhnt. Ich freue mich auf weitere Fälle und bedanke mich bei Vorablesen und dem Ullstein Verlag, die mir ein Exemplar zeitnah und kostenlos zur Verfügung gestellt haben.
    4-5*

    War dieser Kommentar für Sie hilfreich?

    janein
mehr KommentareAlle Kommentare